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Bundesligarückschau: Ein halbes Leben für den BVB | ABC-Z

Wer spielte wie gegen wen?

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Leipzig gegen Hoffenheim. Wie vergangene Woche geschrieben, ist der Kampf um Platz vier ein Ersatz für die fehlende Spannung ganz oben. Am Spieltag zuvor verloren die Leipziger gegen Stuttgart, diesmal gewannen sie dominant gegen einen anderen direkten Kontrahenten um die Champions-League-Millionen. Sie nahmen Hoffenheim in der ersten Hälfte auseinander, schossen fünf Tore, wovon eines wegen Abseits nicht zählte. Es hieß zur Pause also 4:0. In der zweiten Hälfte machten die Leipziger etwas langsamer, legten ein Tor nach. Ihre Offensive um Yan Diomande, Christoph Baumgartner und den geliehenen Brajan Gruda ist wohl die zweittalentierteste der Bundesliga. Warum sie so oft so lethargisch daherkommt, ist eine Frage an den Trainer Ole Werner. Mit dem 5:0 zog Leipzig in der Tabelle an der punktgleichen TSG vorbei, ist jetzt Vierter. Soll es bei RB mal dauerhaft gut laufen, wäre es gut, wenn in zwei Jahren mindestens zwei von Gruda, Baumgartner, Diomande noch in Leipzig spielen.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wolfsburg gegen Bremen. Ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf für personell dezimierte Bremer. Dass der nicht schön und eher glücklich war – bester Werderaner war der Torwart Mio Backhaus –, kann ihnen egal sein. Sie liegen nun sieben Punkte vor dem VfL, der Vorletzter ist und seit zehn Spielen nicht gewonnen hat. Auch nicht mit dem dritten Trainer in dieser Saison, Dieter Hecking. Im Vergleich zur Lage beim VfL sieht es beim kriselnden Mutterkonzern Volkswagen noch wie frisch poliert aus. Der VW-Chef Oliver Blume beschäftigt sich schon mit dem Abstieg. In einem Interview mit der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung sagte er diese Woche, VW werde seinen Fußballverein auch im Falle eines Abstiegs finanzieren. Vermutlich aber mit weniger als den bisher gut 70 Millionen Euro pro Jahr.

Wer stand im Blickpunkt?

Lukas Kwasniok. Wir hatten in der Vorschau auf diesen Spieltag geschrieben, dass es bei einem unbefriedigenden Ergebnis gegen Gladbach eng werden könnte. Es wurde zu eng nach dem wilden 3:3 im Derby, der 1. FC Köln entließ Kwasniok. Nur zwei Punkte liegt der FC über dem Relegationsplatz. Kwasniok, der zuvor vier Jahre lang den SC Paderborn in der zweiten Liga trainiert hatte, kam nach dem Aufstieg. Er sagte viel auf Pressekonferenzen und startete mit zwei Siegen in die Bundesligasaison. Doch danach ging es stetig Richtung Tabellenende. Seine Entscheidungen waren manchmal schwer nachvollziehbar: Warum etwa ließ er mit Said El Mala seinen besten Spieler so oft auf der Bank? Dass der FC in diesem Jahr erst ein Spiel gewonnen hat, kostete ihn den Job. Ob sich Friedhelm Funkel schon mal neben sein Telefon gesetzt hat?

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