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Bundesliga: Das Phänomen des „FC-Bayern-Bonus“ hat sich erledigt | ABC-Z

Große Wut bei Bayern: Nach dem 1:1 in Leverkusen toben Kompany, Kimmich und Hoeneß über den Schiedsrichter. Das ist tröstlich zu sehen. Gleichzeitig macht eine verrückte Statistik doch noch Hoffnung auf einen Titelkampf.

Fußball-Geschichte wiederholt sich. Manchmal dauert es nur lange. Vor 25 Jahren flogen zuletzt zwei Bayern-Stars in einem Bundesliga-Spiel vom Platz: Effenberg und Lizarazu hießen die Übeltäter damals beim 1:1 in Dortmund. Dieses Mal trifft das rote Schicksal Jackson und Díaz. Bayern mit neun Mann und zwei aberkannten Toren immerhin 1:1 in Leverkusen.

Es ist für den Rest der Liga tröstlich zu sehen, dass auch mal Trainer Kompany, Kapitän Kimmich und King Kane über den Schiedsrichter toben. Inklusive des Video-Assistenten. Das kennt man sonst nur von allen anderen …

Uli Hoeneß schimpfte daheim am Tegernsee: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“

Womit Hoeneß und die wütenden Bayern nicht Unrecht haben: Das Gelb-Rot für das angebliche Schwälbchen von Díaz soll der Schiedsrichter inzwischen als Fehler eingesehen haben. Und Kanes Händchen-Tor hätte man geben können.

Die harten Entscheidungen zeigen jedoch: Spätestens mit dem Video-Schiri hat sich das Phänomen des „Bayern-Bonus“ erledigt. Und das ist gut so!

Nach der Könisgklasse können die Bayern nicht

Verrückte Frage: Bekommen wir etwa doch noch einen Meisterkampf? Jetzt muss Dortmund „nur“ neun Punkte und 39 Tore aufholen. Nach gesundem Fußballverstand ist das unwahrscheinlicher als ein deutscher WM-Titel im Sommer.

Doch halt! Es gibt eine verblüffende Statistik. Wetten, dass weder Hoeneß noch Eberl und vielleicht nicht mal Kompany sie kennen. Der FC Bayern kann seit Dezember und zum vierten Mal in Folge nicht gewinnen, wenn er vorher in der Champions League gesiegt hat.

Das 2:2 gegen Mainz, das 1:2 gegen Augsburg und das 2:2 gegen den HSV folgten jeweils Erfolgen in Europa. Und jetzt das Pünktchen in Leverkusen, nur vier Tage nach dem 6:1-Triumph in Bergamo.

Ein- oder zweimal kann Zufall sein. Viermal wirkt wie ein Muster. Was steckt dahinter? Ist der Kader auf höchstem Niveau doch zu klein? Im Tor zumindest nicht. Neuer fehlt, Urbig fehlt. Dann ist halt Ulreich da. Kane darf allerdings nicht mehr ausfallen, um das Triple zu holen.

Wen verkauft der BVB: Adeyemi oder Guirassy?

Sollte die seltsame Nicht-Sieg-Serie nach der Champions League anhalten, hätte Dortmund im besten Fall noch fünf Chancen aufzuholen: Die Bayern spielen noch ein Achtelfinale, zwei Viertelfinals (wahrscheinlich gegen Real) und hoffentlich zwei Halbfinals.

Die Dortmunder sind allerdings derzeit mit sich selbst beschäftigt. Weil die Vertragsverlängerung mit Nmecha nicht billig war, muss wohl ein Stürmer-Star teuer verkauft werden. Guirassy oder Adeyemi? Nicht nur wegen seines Treffers beim 2:0 gegen Augsburg sollte der BVB eher Adeyemi halten. Der sorgt zwar mit seinen Waffenkäufen und anderen Entgleisungen gerne für Ärger. Gleichzeitig macht das Zuschauen bei ihm mehr Spaß.

Wenn es nach Unterhaltungswert geht, muss Adeyemi bleiben. Alles klar, BVB?

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