Bundesliga, 2. Spieltag: Bayern und Stuttgart profitieren, Leverkusen verspielt klare Führung | ABC-Z

FC Augsburg – Bayern München 2:3 (0:2)
Der FC Bayern hat die
Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga behauptet. Der Rekordmeister setzte sich im Auswärtsspiel beim FC Augsburg mit
3:2 (2:0) durch und bleibt nach dem zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel
Spitzenreiter vor Eintracht Frankfurt.
Die Tore für die Münchner erzielten Serge
Gnabry (28. Minute), 70-Millionen-Euro-Neuzugang Luis Diaz (45.+4) und
Michael Olise (48.). Topstürmer Harry Kane blieb in seinem 100. Pflichtspiel
für die Bayern ein persönlicher Torerfolg verwehrt.
Ex-Bayern-Profi Sandro Wagner musste dagegen
bei seiner Heimpremiere als FCA-Trainer die erste Niederlage mit seinem
neuen Club hinnehmen. Die Augsburger kamen durch Kristijan Jakic (53.)
und Mert Kömür (76.) nochmal auf 2:3 heran.
RB Leipzig – 1. FC Heidenheim 2:0 (0:0)
RB Leipzig hat nach der Klatsche bei Bayern München die erhoffte
Reaktion gezeigt. Bei der Heimpremiere von Trainer Ole Werner setzten
sich die Sachsen ohne den nach England abgewanderten Spielmacher Xavi
Simons mit 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim durch. Beim Eröffnungsspiel der Fußballbundesliga der Männer eine Woche zuvor war RB mit 0:6
beim Rekordmeister aus München untergegangen.
Defensiv präsentierte sich RB wacklig. Das
nutzten die Gäste aus: Gleich zweimal musste Leipzigs Torhüter Péter Gulácsi gegen Mathias Honsak retten. Heidenheim blieb in der Folge weiter mutig, Leipzig
offenbarte immer wieder große Lücken. Nach einer munteren Anfangsphase
beruhigte sich das Spiel etwas und RB übernahm wieder die Kontrolle. Kurz nach der Pause schoss Christoph Baumgartner das erste Tor (48.) aus spitzem Winkel nach einem langen Ball von Kapitän David
Raum. Die Chance zum zweiten Tor vergab der Österreicher wenig später,
als er nach einem Eckball per Kopf nur die Latte traf (66.). Heidenheim
versuchte sich zu wehren, doch RB machte weiter Druck. Romulo
sorgte schließlich sehenswert per Hacke für die Entscheidung (78.).
TSG Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:3 (0:2)
Eintracht Frankfurt hat auch am zweiten Spieltag überzeugt. Bei
der TSG Hoffenheim siegte der Champions-League-Teilnehmer mit 3:1 (2:0). Die vielen mitgereisten Fans sorgten für Frankfurter Heimspielcharakter
in Sinsheim. Mann des Tages war der Neuzugang Ritsu Dōan: Der Japaner brachte die Eintracht mit seinem
Doppelpack (17., 27.) früh auf Erfolgskurs, auch den Treffer von Can Uzun (51.) legte er auf. “Unser Spiel war gut heute, wir wollen so weitermachen”, sagte Uzun.
Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hatte sich
von dem “Duell zweier Gewinnermannschaften” ein
“hochattraktives Spiel” versprochen – und er sollte recht behalten.
Seine Mannschaft begann vor mehr als 30.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Sinsheim
mutig und hielt gut mit, die Eintracht stand aber defensiv stabil und
profitierte von einem Geniestreich Dōans. Der Japaner zirkelte den Ball
aus 18 Metern sehenswert in die lange Ecke und verschaffte Frankfurt die nötige Ruhe.
Auch nach der Pause blieb die TSG bemüht und
lief munter an – doch Uzun entschied die Partie. Der wie schon am ersten
Spieltag auffällige Jungstar brachte den Ball nach Zuspiel von Dōan an
Keeper Oliver Baumann vorbei. Daran änderte auch der späte Treffer von Grischa Prömel (90.+1) nichts mehr.
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 1:0 (0:0)
Im ersten Spiel ohne Nick Woltemade hat der VfB Stuttgart in der Fußballbundesliga
den ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen Borussia Mönchengladbach gewann
der DFB-Pokalsieger am zweiten Spieltag knapp mit 1:0. Der eingewechselte Spanier Chema Andrés (79.), Neuzugang aus dem Nachwuchs von Real Madrid, hatte den VfB per Kopfball erlöst. Wenige Stunden
zuvor war der Wechsel von Nationalspieler Woltemade vom VfB zu Newcastle
United offiziell bekannt gegeben worden.
Bei der Mannschaft
von Trainer Sebastian Hoeneß machte sich auch der Abgang von Enzo Millot nach
Saudi-Arabien (30 Millionen Euro) bemerkbar, zu allem Überfluss musste
Deniz Undav in der 14. Minute verletzt aufgeben. Die offensiv harmlosen
Gäste konnten diese Defizite der Stuttgarter allerdings nicht nutzen und warten
nach dem 0:0 zum Auftakt gegen den Hamburger SV weiter auf den ersten
Treffer in dieser Saison.
Für Undav kam Chris Führich, Tiago Tomás rückte
in die Zentrale: Beide zeichneten umgehend verantwortlich für die erste
große Chance des VfB, nach Vorlage von
Führich parierte Torhüter Moritz Nicolas den Schuss des aus Wolfsburg
zurückgekehrten Portugiesen (17.). Gladbach verpasste die Führung, als
Philipp Sander an Alexander Nübel scheiterte (25.). Ohne Undav, Woltemade und Millot blieb beim VfB
in der Offensive vieles Stückwerk. Darüber hinaus stand die Abwehr, für
die erneut Jeff Chabot und Luca Jaquez nicht zur Verfügung standen,
nicht gerade sicher, ausgenommen der äußerst aufmerksame Nübel. Die
defensiv gut sortierten Gladbacher waren freilich viel zu schwach im
Abschluss, um dem VfB zu schaden – etwa,
als Kevin Stöger frei stehend über das Tor schoss (51.).
Werder Bremen – Bayer Leverkusen 3:3 (1:2)
Nächster Rückschlag für den Vizemeister: Bayer Leverkusen hat den ersten Sieg in der neuen Bundesligasaison verpasst. Gegen den Außenseiter Werder Bremen verspielte er sogar in Überzahl
noch eine 3:1-Führung. Der erst 18-jährige Werder-Verteidiger Karim
Coulibaly traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich. Die Leverkusener hatten schon letzte Woche gegen Hoffenheim verloren.
Das 1:0 für Bayer erzielte Patrik Schick schon
in der 5. Minute. Der Torjäger aus Tschechien ist einer der wenigen
Schlüsselspieler der Meisterelf von 2024, der den Club in diesem Sommer
nicht verlassen hat. Zum 2:0 (35.) traf Malik Tillman in seinem ersten
Pflichtspiel für die Werkself. Der US-Nationalspieler wurde bei Bayern
München ausgebildet und für 35 Millionen Euro vom niederländischen
Meister PSV Eindhoven verpflichtet. Der Einsatz des Videobeweises bescherte Werder
einen Foulelfmeter, den Romano Schmid kurz vor der Pause zum 1:2 (44.)
verwandelte. In der zweiten Halbzeit traf dann erneut Schick (64.) per
Strafstoß für Leverkusen. Werders Abwehrchef Niklas Stark hatte zuvor
Christian Kofane gefoult und sah dafür Gelb-Rot (63.).