BTS begeistern weltweit Fans mit Comeback-Konzert | ABC-Z

Im ersten Moment könnte man glauben, man habe vor ein paar Jahrzehnten eingeschaltet, und zwar in ein Beatles-Konzert: Es ist kaum etwas zu hören, abgesehen vom Kreischen. Doch wir schreiben das Jahr 2026, und es läuft das BTS-Comeback-Konzert in Seoul. Die technischen Möglichkeiten dürften sich inzwischen verbessert haben. Aber Netflix inszeniert die Show, die in Seoul stattfindet und auf dem Streamingdienst live in die Welt übertragen wird, als das, was sie ist: das Comeback von Popgiganten.
Immerhin hat man nicht den Eindruck, dass die 22.000 Konzertbesucher, die ein „goldenes Ticket“ für die Show ergattern konnten und sich die Seele aus dem Leib kreischen, auch noch in Ohnmacht fallen. Viele tragen Mundschutz, es geht gesittet zu. Außerhalb des Stadions versammelten sich laut „New York Times“ zudem 60.000 Menschen, die Behörden hatten mit 260.000 gerechnet.
Sie gingen zeitversetzt zum Militär
Und die Show? Ist, anders geht es bei den sieben jungen Männern von BTS wohl nicht, bombastisch. „We’re back“, heißt es zu Beginn ganz simpel. In den vergangenen vier Jahren hatten sie teils zeitversetzt ihren Dienst beim Militär angetreten. Ihr Ansehen in der Heimat hat das wohl nur gestärkt, die körperlichen Voraussetzungen dürften sie sowieso erfüllt haben, immerhin sind sie athletische und versierte Tänzer.
Das zeigen sie auch an diesem Abend, mit einer Ausnahme: Rapper RM hat sich nur Tage vor der Show den Knöchel verstaucht und sitzt bei einigen Tanznummern. So gelöst, mit so viel Lebensfreude hat man BTS lange nicht gesehen, vielleicht noch nie. Waren ihre Tanz- und Gesangseinlagen sonst von höchster Perfektion, nahmen sie es diesmal etwas lockerer. Bei ihrem ersten Konzert nach drei Jahren, fünf Monaten und sechs Tagen (die Fans, bekannt als ARMY, haben gezählt) zeigen BTS: Sie sind wieder da. Aber so was von.





















