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Borussia Dortmund: Abwehrsorgen vor den Playoffs – Sport | ABC-Z

Im eisigen Regen liefen die Fußballer von Borussia Dortmund am Montag zum Training auf den Platz, dick eingepackt, teilweise waren nur die Augen zu sehen. Erst bei genauerem Durchzählen fiel auf, was der BVB wenig später verkündete: Weder Nico Schlotterbeck noch Niklas Süle trainierten mit, beide Innenverteidiger und Nationalspieler fallen im Playoff-Hinspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo (Dienstag, 21 Uhr) aus.

Vor den „Schicksalstagen“ der Dortmunder haben sich deren ohnehin großen Abwehrsorgen dramatisch verschärft. Beim Heimspiel gegen Bergamo muss nun quasi das letzte Aufgebot verteidigen. Denn dass auch die Innenverteidiger Emre Can (Leistenprobleme) und Filippo Mané (Muskelverletzung) fehlen, stand schon vorher fest. Vermutlich muss BVB-Trainer Niko Kovac in der Abwehr auf den erst 18-jährigen Luca Reggiani setzen: Der Italiener mit der Erfahrung von lediglich 46 Profi-Minuten hatte am vergangenen Freitag beim 4:0 gegen Mainz erstmals vor der Dortmunder Südtribüne gespielt.

Vor dem Vierklang der Entscheidungsspiele in nur zwölf Tagen war dies eine ordentliche Stimmungsbremse: Bergamo, Leipzig (Liga), Bergamo. Und dann auch noch die Bayern (Liga) – über Wohl und Wehe der Borussia in dieser Saison wird wohl in den kommenden beiden Wochen entschieden. „Jetzt gibt es nur noch siegen oder fliegen“, sagte Kovac vor dem ersten K.o.-Duell: „Wir haben vier verletzte Innenverteidiger, werden aber schon eine Lösung finden“, hofft der Trainer.

Im Flow ist derzeit zumindest ein einstiges Sorgenkind: Genau zur richtigen Zeit glänzte Mittelstürmer Serhou Guirassy nach zwischenzeitlicher Sieben-Spiele-Torflaute zuletzt mit sechs Treffern in sechs Ligaspielen. „Seine Reaktion war sensationell gut“, lobt Kovac, „seine Tore erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen“. In der Champions League ist das besonders nötig, denn dort hat der BVB bisher bitter erfahren, dass mit steigender Qualität der Gegner gute Ergebnisse in dieser Saison ausblieben: So war es bei Juventus Turin (4:4), bei Manchester City (1:4), bei Tottenham Hotspur (0:2) und zuletzt auch gegen Inter Mailand (0:2).

„In der Champions League muss eine Schippe draufgelegt werden“, betont Niko Kovac, obwohl der Playoff-Gegner Atalanta Bergamo, Europa-League-Gewinner von 2024, nicht strahlend im obersten Regal der Königsklasse steht. International bekannte Spieler sind im Kader des Tabellensechsten der italienischen Liga rar.

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