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Big Points für Stuttgart: Undav trifft zum Sieg gegen Leipzig | ABC-Z

Stand: 15.03.2026 • 22:48 Uhr

Deniz Undav lässt den VfB Stuttgart von der Champions League träumen. Im Duell gegen den direkten Rivalen RB Leipzig machte der 29-Jährige beim 1:0 (0:0)-Sieg des VfB den Unterschied.

Was für ein wichtiger Sieg für den VfB! Deniz Undav, dem in der 56. Minute mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern ins rechte untere Eck der Siegtreffer gelang, verschaffte seinem Team mit seinem 16. Saisontreffer eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um die Champions-League-Plätze in der Bundesliga. Mit dem Sieg kletterte der VfB mit 50 Punkten auf Platz vier, liegt nun gleichauf mit dem Tabellendritten Hoffenheim, dessen Torverhältnis ein klein wenig besser ist. Leipzig bleibt derweil bei 47 Punkten auf Rang fünf.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß war hochzufrieden: “Es war ein ausgeglichenes Spiel. Wir haben allgemein mehr Zweikämpfe gewonnen, waren sehr leidenschaftlich. Der Sieg hat richtig gut getan.” Leipzigs Coach Ole Werner meinte: “Kleine Situationen haben das Spiel entschieden. Es gibt ein paar Kleinigkeiten, die wir hätten besser machen müssen. Das hat heute auch etwas mit Glück und Pech zu tun.”

Undav: “Das war eine Top-Teamleistung”

Stuttgarts Matchwinner Undav wies auf die schwierigen nächsten Wochen hin: “Es sind noch acht Spiele, wir müssen den Ball flach halten. Aber klar: Das war heute ein Top-Teamleistung von uns. Das Tor hat Leipzig vielleicht so ein bisschen den Stecker gezogen.”

Die große Frage bei den VfB-Fans lautete: Wie verkraftet ihr Team das große Programm in diesen Wochen? Die Stuttgarter sind ja noch in allen drei Wettbewerben stark gefordert. Die jüngste 1:2-Heimniederlage gegen Porto in der Europa League war ein Schlag ins Kontor. Klar im Vorteil in dieser Hinsicht RB Leipzig, das sich in diesen Tagen ganz auf die Bundesliga konzentrieren kann.

Leipzig dominiert die Anfangsphase

Und tatsächlich: RB kam offensichtlich weitaus frischer aus der Kabine, setzte gleich einmal ein paar Nadelstiche gegen die Gastgeber. In der 6. Minute lief Yan Diomande auf rechts den Gegnern davon, seine Hereingabe verpasste Romulo im Zentrum nur um Haaresbreite. In der 10. Minute konnte Nicolas Seiwald frei aus elf Metern abziehen, fand seinen Meister aber in Alex Nübel im VfB-Tor. Vier weitere Minuten später spitzelte Christoph Baumgartner eine Eckball-Flanke von links nur knapp am langen Pfosten vorbei.

Stuttgart hatte Mühe gegen die spritziger wirkenden Leipziger selbst in die Offensive zu kommen. In der 19. Minute zumindest ein erster Abschluss: Ermedin Demirovic konnte nach einer flüssigen Kombination aus 16 Metern halblinker Position Maß nehmen, die Kugel flog abgefälscht aber über den Leipziger Kasten.

Baumgartner vergibt Großchance

Der VfB fand so langsam ins Match, konnte sich mit eigenen Ballbesitzphasen ein wenig vom Leipziger Druck befreien. Zudem hatten sich die Stuttgarter Abwehrleute besser auf die langen Bälle in Richtung Diomande und Antonio Nusa eingestellt und damit der Leipziger Offensive eine wichtige Waffe genommen.

Ständiger Gefahrenherd: Leipzigs Diomande (l.)

Dennoch hätte es nach 32 Minuten eigentlich 1:0 für Leipzig stehen müssen. David Raum hatte einen wunderbaren tiefen Ball auf Baumgartner gespielt, der schoss völlig blank stehend aus 14 Metern halbrechter Position aber übers Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal der VfB: Jamie Leweling donnerte einen Freistoß aus rund 30 Metern direkt auf den Kasten, RB-Keeper Maarten Vandevoordt entschärfte den tückisch aufsetzenden Ball aber.

Undav bringt VfB in Führung

Das Spiel war unterhaltsam, spielerisch bewegten sich beide Teams auf sehenswertem Niveau. Im zweiten Abschnitt legten beide noch einmal zu. In der 53. Minute brauchte Nübel im VfB-Kasten eine sensationelle Reaktion, als er Seiwalds Kopfball aus kürzester Distanz irgendwie an den rechten Pfosten und von dort ins Toraus faustete. Auf der anderen Seite prüfte Undav Keeper Vandevoordt mit einem strammen Rechtsschuss (55.).

In der 56. Minute war es dann soweit: Undav, der von Chris Führich an der Strafraumgrenze freigespielt wurde, blieb diesmal cool – mit viel Übersicht schob er die Kugel rechts neben den Pfosten zum 1:0 ins Netz.

VfB: Belastung nicht zu spüren

Der Treffer war so etwas wie der Game Changer an diesem Abend. Der VfB war nun obenauf, nahm dem Gegner mit seiner Ballsicherheit und vielen Kombinationen jede Menge Energie. Den Stuttgartern war auch die Belastung durch die vielen Spiele kaum mehr anzumerken.

Leipzig war beeindruckt – das Offensivspiel der Sachsen lief regelrecht ins Leere. Ein Kopfball von Baumgartner, den Nübel problemlos halten konnte, blieb die beste Offensivszene in der Schlussphase, bis Willi Orban in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Kopfball an den rechten Pfosten das Glück fehlte. So blieb es beim 1:0 – einem eminent wichtigen Sieg für den VfB Stuttgart.

Stuttgart in Augsburg, Leipzig gegen Hoffenheim

Das kommende Programm für beide Teams: Der VfB ist am kommenden Donnerstag in der Europa League in Porto gefordert. Danach geht’s in der Bundesliga weiter: Dort ist der VfB am Sonntagabend beim FC Augsburg zu Gast (19.30 Uhr). Leipzig empfängt am Freitagabend die TSG Hoffenheim (20.30 Uhr).

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