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Berlinerin soll ihr DHL-Paket für 47 Euro zurückkaufen | ABC-Z

Berlin – Die Aufgabe scheint einfach: Sabine Büttger (70) aus Reinickendorf verschickt zwei identische Päckchen von Berlin nach Polen. DHL erledigt den Job halb – nur ein Paket kommt an. Das andere soll die Absenderin jetzt „zurückkaufen“.

Die Berlinerin ärgert sich sehr über den Paketzusteller: „DHL hat den mit mir geschlossenen Vertrag nicht erfüllt. Sie behält widerrechtlich mein Eigentum, macht Ärger und Arbeit und will mich finanziell schröpfen.“

Der Beleg für das aufgegebene Paket. Wochenlang habe es sich „in Zustellung“ befunden, dann kam es zurück Foto: Parwez

Die Weihnachtspakete für zwei Freundinnen (Inhalt je ein Paar feuerfeste Grillhandschuhe und Schlauchschal) gibt sie in einer DHL-Station auf. Jeweils ein Schuhkarton, maß- und normgerecht, korrekt mit Strichcode versehen. Portokosten: Pro Sendung rund 10 Euro. Eines erreicht sein Ziel auf einem polnischen Dorf.

Wann ist die Adresse auf einem DHL-Paket unlesbar?

Das zweite Paket befindet sich laut Online-Sendungsverfolgung bis zum 23. Dezember in Bearbeitung, soll einen Tag vor Heiligabend „für die Zustellung vorbereitet“ werden. Doch am 14. Januar heißt es dann „Adressfehler“.

„Schon ein paar Tage später brachte es mir ein DHL-Bote zurück. Für 10 Euro könne ich es auslösen, sagt er.“ Begründung: Das Paket sei ja transportiert worden. „Von mir zu mir! Was soll das!“ Frau Büttger lehnt ab.

Der Sendungsbericht für das Paket. Was zwiche
Der Sendungsbericht für das Paket. Was zwischen 23. Dezember und 14. Januar damit geschehen ist, ist nicht dokumentiert Foto: DHL

Es folgt ein seitenlanger Briefwechsel. Darin unstrittig: Adresse und Name in Gorzów-Wielkopolski (= Landsberg), Polen, waren korrekt und lesbar angegeben. Die Annahme des Geschenks wurde nicht verweigert.

Was mit dem Paket in den drei Wochen zwischen Heiligabend und 14. Januar passiert ist, kann DHL nicht sagen. Auf B.Z.-Anfrage heißt es lediglich pauschal: „Die Sendung konnte in Polen trotz intensiver Bemühungen leider nicht an die Empfängerin ausgeliefert werden.“

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Dokumentieren kann DHL diese „intensiven Bemühungen“ nicht. Inzwischen soll Sabine Büttger 46,89 Euro – für zusätzliche Lagerungskosten – bezahlen, wenn sie das Paket wiederhaben will.

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