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Basketball-Top-Four: Alba steht nach Sieg gegen Oldenburg im Pokalfinale | ABC-Z

Stand: 22.02.2026 • 09:11 Uhr

Alba Berlin hat beim Basketball-Top-Four im Halbfinale in München die Baskets Oldenburg besiegt und steht somit im Pokalfinale.

  • Alba Berlin gewinnt Pokal-Halbfinale gegen Oldenburg mit 20 Punkten Abstand
  • Im Endspiel am Sonntag (16:30 Uhr, im Livestream auf rbb|24) wartet Bamberg
  • Bamberg feierte sensationellen Halbfinal-Sieg gegen Bayern München

Die Basketballer von Alba Berlin dürfen weiter vom ersten Titel seit vier Jahren träumen. Die Berliner setzten sich am Samstagabend beim Top Four des Deutschen Basketball-Pokals im Halbfinale mit 98:78 (46:38) gegen die Baskets Oldenburg durch.

Bester Berliner Werfer am Samstagabend war Malte Delow mit 21 Punkten, fünf Alba-Profis punkteten zweistellig. Im Endspiel geht es nun gegen die Bamberg Baskets, die am Nachmittag sensationell in der Overtime gegen den großen Favoriten Bayern München gewannen (103:97).

Alba mit gutem ersten Viertel – Oldenburg hat Probleme

Berlins Coach Pedro Calles muss am Pokal-Wochenende auf die verletzten Martin Hermannsson und Bennet Hundt verzichten, dafür kehrte mit Jack Kayil zumindest ein Point Guard zurück. Oldenburg aber erwischte den etwas besseren Start. Vor allem von der Dreierlinie war die Mannschaft von Trainer Lazar Spasic sofort effektiv. Point Guard Chris Clemons verwandelte seine ersten drei Dreier beeindruckend souverän.

Doch auch die Berliner brauchten nur wenige Minuten, um ins Spiel zu finden. Schnell entwickelte sich so eine gute Partie. Beim Stand von 13:22 nahm Spasic die erste Auszeit, weil die Berliner in den Schlussminuten des ersten Abschnitts zum ersten Mal aufdrehten. Vor allem Shooting Guard Alex O’Connell war im Startviertel gut im Rhythmus. Bis zur ersten Viertelpause baute Alba die Führung auf 29:18 aus. Es war ein starker Auftritt der Berliner im ersten Durchgang. Sie nahmen ihren Gegnern die Luft, erlaubten ihnen nur schwierige Würfe.

Medizinische Abteilung bekommt Justin Bean spielfit

Der wie üblich rennende und zupackende Justin Bean wirkte dabei nicht so krank wie er vermutlich immer noch war. Noch vor zwei Tagen konnte er wegen eines Infekts nicht das Bett verlassen, er meldete sich Coach Calles ab – aber irgendwie bekam Albas medizinische Abteilung ihn soweit hin, dass Bean seinem Beruf fast 24 Minuten lang nachgehen konnte und dabei 14 Punkte und fünf Rebounds fabrizierte. Was sein Körper morgen früh dazu sagt, ist die andere Frage.

Im zweiten Viertel blieb Alba zunächst konsequenter, handlungsschneller und zielstrebiger. Oldenburg wirkte zwischenzeitlich ratlos, wie es den Berliner Spielfluss stoppen sollte. Die Spieler machten einen frustrierten Eindruck, zuckten mit den Schultern, ließen die Arme hängen, schlossen die Augen beim Fluchen. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit fanden sie dann aber plötzlich mehr Zugriff. Sie verkürzten den Rückstand vor allem durch eine bessere Rebound-Ausbeute und viele, viele Berliner Ballverluste auf zwischenzeitlich zwei und bis zur Pause immerhin auf acht Zähler. Basketball, ein Spiel der Läufe.

Berlin lässt nichts anbrennen

Nach dem Seitenwechsel aber spielte Alba weiter mit viel Ruhe und blieb so im dritten Viertel das dominante Team. Center Norris Agbakoko (16 Punkte, zehn Rebounds) und Small Forward Malte Delow waren spätestens jetzt sehr gut in der Partie und führten ihr Team an, das den Vorsprung wieder ausbaute.

Besonders die Überlegenheit an den Brettern war an diesem Abend auffällig: Alba krallte sich mehr als doppelt so viele Rebounds wie Oldenburg. Die Baskets blieben zwar bemüht, konnten im dritten Viertel aber nicht mit den Berlinern und ihrer Spielfreude mithalten und den Punktestand verkürzen. So ging es mit einem komfortablen 71:61 für Alba in den Schlussabschnitt.

Diesen startete Albas Jonas Mattisseck gleich mit seinem ersten Dreier. Die Berliner Dominanz hielt auch im letzten Viertel an und Oldenburg scheiterte letztlich an der Beharrlichkeit, Konzentration und Vielseitigkeit der Berliner – obwohl diese so viel öfter den Ball wegwarfen. Der 98:78-Sieg war dementsprechend verdient und Alba konnte sich mit den nach München mitgereisten Fans auf das Traditions-Endspiel gegen Bamberg am Sonntag freuen.

Sendung: rbb|24, 21.02.2026, 18:57 Uhr

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