Bank fordert Millionenbetrag von Dieter Hallervorden zurück | ABC-Z

Die Investitionsbank Berlin (IBB), die unter der Staatsaufsicht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe steht, verlangt von Dieter Hallervordens Firma “Halliwood”, die das Schlosspark Theater betreibt, die Rückzahlung von Corona-Hilfen in Höhe von mehr als 2,2 Millionen Euro. Das berichtet der “Tagesspiegel”.
Die Rückforderungen betreffen wohl verschiedene Hilfsprogramme aus den Jahren 2020 bis 2022, ohne dass die konkrete Zusammensetzung dieser Summe bekannt wurde. Die Bank wirft dem Unternehmen demnach mangelnde Mitwirkung bei der Schlussabrechnung vor.
Auf Anforderungen von Nachweisen habe die IBB “entweder gar keine Rückmeldung erhalten oder es sei dieser nur ungenügend nachgekommen” worden. Die Rückforderungsbescheide seien vom IBB-Vorstandsvorsitzenden Hinrich Holm und IBB-Vorstandsmitglied Angeliki Krisilion unterzeichnet worden.
Dieter Hallervorden streitet Vorwürfe ab
Hallervorden bestreitet die Vorwürfe. Aus internen Mailwechseln gehe hervor, dass der IBB “sämtliche Unterlagen” bereits im Jahr 2023 zur Verfügung gestellt worden seien.
Nathalie Hallervorden, Tochter des Komikers und Schauspielerin, bestätigt der AZ: “Die Halliwood GmbH befindet sich bereits seit einiger Zeit in einem konstruktiven Austausch mit der IBB zu diesem Thema. Aus unserer Sicht liegen der IBB alle relevanten Unterlagen vor.”
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Auch Hallervordens Agentin meldet sich zu Wort. Sie teilt der AZ mit: “Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Hallervorden und das Schlosspark Theater eine zweckentsprechende Verwendung nicht nachweisen konnten.”
Der Betrieb habe erheblichen Schaden genommen. Monatelang seien das Schlosspark Theater und das Kabarett Die Wühlmäuse komplett geschlossen gewesen, im zweiten Jahr hätten Abstandsregelungen nur rund 150 Zuschauer zugelassen.
Fall ist offenbar Teil einer größeren Nachprüfung
Der Fall ist offenbar Teil einer größeren Nachprüfung. Die IBB hat als Bewilligungsstelle für Berlin Corona-Hilfen von rund 7,1 Milliarden Euro bei 430.000 Anträgen ausgezahlt.
Ein Sprecher der Bank teilte der AZ mit, rund 190.000 Anträge befänden sich in der Nachprüfung, davon ein großer Teil in der Schlussabrechnung – der Prüfung, ob die Corona-Hilfen auf Basis der Jahresabschlüsse rechtmäßig ausgezahlt wurden. “Angesichts dieser Größenordnung planen wir, die nachgelagerten Prüfungen bis Ende 2027 abgeschlossen zu haben”, hieß es.
Gegen Rückforderungen können Unternehmen Widerspruch bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe einlegen. Bei Ablehnung ist eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin möglich.





















