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Afrika-Cup: Ägypten kommt gegen Außenseiter Benin zu einem Arbeitssieg | ABC-Z

Stand: 05.01.2026 19:54 Uhr

Mo Salah und Co. können weiter vom Titel des Afrikameisters träumen. Ägypten bezwang Außenseiter Benin im Achtelfinale allerdings mit Mühe. Ein Traumtor und ein Torwartfehler entschieden beim 3:1 (1:1, 0:0)-Sieg nach Verlängerung.

Marawan Attia war zunächst der gefeierte Mann der Ägypter in einer zähen Partie gegen Benin. Der 27-Jährige vom Klub Al Ahli aus Ägypten nahm die Kugel in der 69. Minute direkt und drosch sie aus 21 Metern Torentfernung traumhaft in den linken Winkel zum vermeintlich entscheidenden 1:0. Doch Benin glich noch in der regulären Spielzeit durch Jodel Dossou (83.) zum 1:1 aus. Der entscheidende Treffer zum 2:1 für Ägypten gelang Defensivmann Yasser El Hanafy in der 100. Minute per Kopf. Mo Salah setzte mit dem 3:1 in der 123. Minute noch einen drauf.

“Pharaonen” werden Favoritenrolle gerecht

Der siebenfache Afrikameister Ägypten war selbstredend als haushoher Favorit gegen Benin ins Match gegangen. Zwei Siege und ein Remis hatten den ersten Platz in Gruppe A gebracht. Die Westafrikaner hingegen, trainiert vom Deutsch-Franzosen Gernot Rohr, hatten in der Vorrunde Botswana knapp mit 1:0 geschlagen – dieser Sieg hatte gereicht, um sich als einer der besten Gruppendritten für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Doch den “Pharaonen” gegenüber sahen sich die Westafrikaner aus dem 14-Millionen-Einwohner-Land von Anpfiff an in die Defensive gedrängt. Gegen Salah und Co. bauten sie wie erwartet einen dichten Abwehrriegel auf. Die Hoffnung: Mit gelegentlichen Kontern die Ägypter in Verlegenheit bringen.

Marmoush agiert unglücklich

Doch daraus wurde erst einmal nichts. Stattdessen liefen die Rohr-Schützlinge in der achten Minute selbst in einen Konter. Omar Marmoush war plötzlich auf und davon, doch der Ex-Frankfurter kam bei seinem Solo nicht an Benins Keeper Marcel Dandjinou vorbei. Eine unglückliche Situation für den Angreifer, der aber im Moment auch einfach nicht top drauf ist. Bei Manchester City steht der 26-Jährige derzeit auf dem Abstellgleis, kam im Lauf der Saison noch kaum zum Zug.

Auch Mo Salah hatte noch seine Gelegenheit, kam nach 15 Minuten nach einem Querpass aus kurzer Distanz an den Ball, konnte unter Bedrängnis aber den gegnerischen Torwart auch nicht überwinden. Das war’s in der ersten Hälfte schon – beide hatten noch nicht allzuviel zu bieten.

Rabia scheitert aus fünf Metern

Die Partie vor – bei Spielbeginn – nur rund 5.000 Zuschauern im riesigen Stadion von Agadir lebte von der Spannung, wie man so sagt. Bis sich dem Ägypter Ramy Rabia in der 56. Minute plötzlich die Megachance zur Führung bot: Nach einem Salah-Eckstoß lag die Kugel fünf Meter vor dem Tor frei vor ihm, doch der Verteidiger schoss einen Abwehrspieler des Gegners auf der Torlinie an.

Das Stadion hatte sich im zweiten Abschnitt allmählich gefüllt (man hatte wieder die Tore geöffnet), Superstar Salah hatte sich bis dahin aber überhaupt noch nicht gezeigt. Das änderte sich in der 69. Minute. Der 33-Jährige setzte sich in seinem 110. Länderspiel auf der rechten Seite mal durch, erschuf eine Überzahl und plötzlich war Attia im Rückraum freigespielt. Der nahm die Kugel direkt und drosch sie aus 21 Metern Torentfernung traumhaft in den linken Winkel. Es stand 1:0.

Benin schlägt zurück

Die Entscheidung in einer chancenarmen Partie – so dachte man. Doch der Außenseiter bäumte sich noch einmal auf. Und kam tatsächlich zum Ausgleich. Nach einer abgefälschten Rechtsflanke konnte Ägyptens Tormann Mohamed El Shenawy die Kugel nur nach vorn abklatschen lassen – der eingewechselte Jodel Dossou bedankte sich und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie – 1:1 (83.).

In der nötigen Verlängerung hatte Benin erstaunlicherweise zunächst mehr Spielanteile. Der Außenseiter hatte seine Zurückhaltung endgültig abgelegt, spürte; Hier geht heute etwas. Doch er sollte nicht belohnt werden. Nach einem Eckball der Ägypter köpfte Yasser El Hanafy im Rückwärtslaufen und Keeper Dandjinou ließ sich überraschen. Hinter dem Torwart senkte sich die Bogenlampe zum 2:1 ins Netz. Es war ein sicherlich haltbarer Treffer, der Ägypten letztlich den Sieg brachte. Salahs Treffer zum 3:1 (123.) war nur noch Ergebnis-Korrektur.

Im Viertelfinale treffen die Ägypter am Samstag (10.01.2026) auf den Gewinner der Partie zwischen der Elfenbeinküste und Burkina Faso.

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