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Aufwärtstrend bei Edelmetallen: US-Börsen am ersten Handelstag des Jahres noch auf Richtungssuche | ABC-Z

Aufwärtstrend bei EdelmetallenUS-Börsen am ersten Handelstag des Jahres noch auf Richtungssuche

02.01.2026, 23:03 Uhr

Turbulenzen könnten bei der Nominierung des neuen Fed-Chefs durch US-Präsident Trump drohen. (Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Börsen zeigen sich uneinheitlich. Nach frühen Kursgewinnen drehen S&P 500 und Nasdaq leicht ins Minus. Der Dow Jones verbleibt leicht in der Gewinnzone. Die Nachfrage nach Platin, Silber, Palladium und Gold ist weiter groß.

Am ersten Handelstag des Jahres hat die Wall Street im Verlauf keine klare Richtung gefunden. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte am Freitag leicht im Plus bei 48.126 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 gab etwas nach und lag bei 6830 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte knapp ein halbes Prozent auf 23.139 Stellen ein. Im früheren Handelsverlauf waren die Börsenbarometer zeitweise um 0,4 bis 1,5 Prozent gestiegen.

Aus dieser Kursentwicklung sollte man jedoch “keine allzu weitreichenden Schlüsse ziehen, da der erste Handelstag in jüngerer Zeit ein äußerst schlechter Indikator für den weiteren Jahresverlauf gewesen ist”, schrieben die Analysten der Deutschen Bank. Zum Jahresende hatten sich die US-Anleger vorsichtig gezeigt, obwohl die wichtigsten Börsenbarometer im Jahresverlauf insgesamt stark angestiegen waren. Börsianer nehmen laut Experten viele Sorgen mit ins neue Jahr – etwa jene rund um den Ukraine-Krieg, die US-Zinsen und eine mögliche Blase bei Technologieaktien.

In den kommenden Monaten dürfte die Geldpolitik weiter von großer Bedeutung für die Märkte sein. Die Investoren hoffen, dass vor allem die US-Notenbank Fed an ihrem jüngsten Lockerungskurs festhält. Die Währungshüter setzten auf ihrer Sitzung im Dezember den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf die Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent herunter. Es war die dritte Zinssenkung in Folge.

Powell-Amtszeit endet im Mai

Turbulenzen könnten auch mit Blick auf die Nominierung des neuen Fed-Chefs durch US-Präsident Trump drohen. Die Amtszeit des aktuellen Fed-Vorsitzenden Jerome Powell endet im Mai. Analysten fürchten um die Unabhängigkeit der US-Notenbank, da Trump wiederholt betont hat, dass der neue Fed-Chef seinen Vorstellungen folgen müsse. Die US-Währung ließ 2025 ordentlich Federn. Am Freitag notierte der Dollar-Index stabil bei 98,477 Punkten.

Am Rohstoffmarkt setzten die Edelmetalle ihren Aufwärtstrend aus dem vergangenen Jahr fort. Platin, Silber, Palladium und Gold verteuerten sich in der Spitze um zwei bis fast sechs Prozent. Danach bauten sie ihre Gewinne teilweise wieder ab. Im vergangenen Jahr verteuerten sich Gold um 64 Prozent und Silber um 146 Prozent. Beliebt machten die Edelmetalle der Zinssenkungskurs der US-Notenbank Fed, geopolitische Konfliktherde, robuste Käufe der Zentralbanken und ETF-Zuflüsse.

Im Rampenlicht bei den Einzelwerten stand Baidu mit einem Plus von mehr als 14 Prozent. Der chinesische Suchmaschinenbetreiber teilte mit, dass seine KI-Chip-Tochter Kunlunxin einen Börsenzulassungsantrag bei der Hongkonger Börse eingereicht hat. Dies ebnet dem Unternehmen den Weg für eine Abspaltung und separate Börsennotierung.

Erleichterung in Möbelbranche nach Zoll-Aufschub

Gefragt waren auch die Papiere von Einrichtungshäusern. Wayfair, RH und Williams-Sonoma legten um knapp fünf bis fast neun Prozent zu. Die höheren US-Zölle auf Möbelimporte, die ursprünglich zum 1. Januar 2026 in Kraft treten sollten, werden nun um ein Jahr verschoben. Das geht aus einem Informationsblatt des Weißen Hauses hervor. US-Präsident Donald Trump hatte im September angeordnet, die Zölle auf Polstermöbel sowie Küchen- und Badschränke auf 30 und 50 Prozent von derzeit 25 Prozent zu erhöhen.

Der Beginn der Ära nach Warren Buffett bei Berkshire Hathaway belastete unterdessen die Titel der Investmentgesellschaft. Sowohl die B-Aktien als auch die A-Aktien verbilligten sich um fast zwei Prozent. Anleger reagieren damit auf den Rückzug des als “Orakel von Omaha” bekannten Starinvestors nach sechs Jahrzehnten an der Spitze des von ihm aufgebauten Billionen-Dollar-Konzerns. Bereits an Buffetts letztem Tag am Mittwoch hatten die Berkshire-Aktien nachgegeben.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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