„Artemis 2“-Mission live: ++ „Artemis 2“-Besatzung weiter von Erde entfernt als je Menschen zuvor ++ |ABC-Z

Erstmals seit 1972 sind in der Nacht zum Donnerstag wieder Menschen in Richtung Mond gestartet. Im Rahmen der „Artemis 2“-Mission sind drei Männer und eine Frau an Bord einer „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ (SLS) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida um 00:35 Uhr MESZ (18:35 Uhr Ortszeit) abgehoben.
Alle Entwicklungen zur zehntägigen Mond-Mission im Liveticker:
21:54 Uhr – Astronauten benennen Mondkrater nach verstorbener Ehefrau von Missionsleiter
Mehr als 400.000 Kilometer von der Erde entfernt hat es für die Astronauten der Artemis-2-Mission einen besonders bewegenden Moment gegeben: Sie benannten einen Mondkrater nach Carroll Taylor Wiseman, der verstorbenen Ehefrau von Reid Wiseman, dem Kommandeur der Mission.
„Es ist ein heller Punkt auf dem Mond“, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen mit brechender Stimme bei der Live-Übertragung, kurz nachdem die Raumkapsel einen neuen Entfernungsrekord zur Erde aufgestellt hatte. „Und wir würden ihn gerne Carroll nennen.“
Dem Nasa-Astronauten Wiseman kamen die Tränen, wie auch seinen Mitreisenden. Alle vier Astronauten umarmten sich, während im Kontrollzentrum in Houston eine Schweigeminute abgehalten wurde.
20:02 Uhr – Entfernungsrekord aufgestellt: „Artemis 2“ weiter von Erde entfernt als je Menschen zuvor
Die Crew der „Artemis 2“-Mondmission hat sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Die vier Astronauten knackten mit ihrer „Orion“-Kapsel den 1970 aufgestellten Rekord der „Apollo 13“-Mission von rund 400.171 Kilometern, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. In den nächsten Stunden sollen sie sich noch weiter von der Erde entfernen.
Mit ihrer Mission wollten sie auch alle ihre Vorgänger in der bemannten Raumfahrt ehren, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. „Wir wählen diesen Moment, um diese Generation und die nächste herauszufordern, sicherzustellen, dass dieser Rekord nicht lange hält.“ Das Kontrollzentrum gratulierte den vier Astronauten.
14:30 Uhr – Fakten zum Vorbeiflug am Mond III
Zum Ende der Mond-Umrundung hin werden die Artemis-2-Astronauten eine Sonnenfinsternis erleben. Ihre Raumkapsel, der Mond und die Sonne werden in einer Linie stehen; die Sonne wird für die Crew-Mitglieder etwa 53 Minuten lang nicht zu sehen sein. Dann wollen sie die Sonnenkorona beobachten, die ihnen als eine Art Lichtschleier erscheinen wird. Sie werden zudem den Aufgang und den Untergang der Erde hinter dem Mond beobachten.
13:31 Uhr – Fakten zum Vorbeiflug am Mond II
Auf der von der Erde abgewandten Seite werden die Astronauten von ihrer Raumkapsel aus Bereiche des Mondes sehen, die zuvor kein Mensch sah. Bislang existieren von dort nur Bildaufnahmen; Astronauten konnten in der Vergangenheit nur einige Teile dieses Bereichs mit eigenen Augen betrachten.
Nun sollen die drei Männer und eine Frau an Bord der Orion-Kapsel noch viel mehr sehen. Sie wurden im Vorfeld eigens geschult, um geologische Formationen auf dem Mond adäquat beobachten und beschreiben zu können.
13:19 Uhr – Fakten zum Vorbeiflug am Mond I
Die Apollo-Raumfahrer kamen auf bis zu 110 Kilometer an die Mondoberfläche heran – die Artemis-2-Crew soll weiter entfernt bleiben. Ihre Raumkapsel soll sich dem Erdtrabanten auf bis zu 6500 Kilometer nähern, ohne in seine Umlaufbahn einzutreten. Dabei wird die Besatzung den Mond einschließlich der Polarregionen sehen – so groß „wie ein Basketball, den man mit ausgestrecktem Arm hält“, wie der Nasa-Experte Noah Petro der Nachrichtenagentur AFP sagte.
11:15 Uhr – Der Zeitplan für die Mond-Umrundung
Beim Eintritt in den Mond-Einflussbereich um 6.42 Uhr MESZ waren die Astronauten etwa 63.000 Kilometer vom Mond und 374.000 Kilometer von der Erde entfernt, wie die Nasa in einem Live-Stream mitteilte. Es war der Beginn der letzten Etappe vor der eigentlichen Umrundung des Mondes. Diese sollte am Montag um 20.45 Uhr MESZ beginnen und sechs Stunden dauern, wie die Nasa auf ihrer Website mitteilte.
06:50 Uhr – „Artemis 2“-Astronauten erreichen Einflusssphäre des Mondes
Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mission haben die Einflusssphäre des Mondes erreicht. „Orion“ sei an dem Punkt angekommen, an dem die Schwerkraft des Mondes stärker auf das Raumschiff wirke als die der Erde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
In den nächsten Stunden soll das Raumschiff dem Mond am nächsten kommen – etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite. Von dort aus können die Astronauten dann Erde und Mond gleichzeitig sehen – und sogar auch eine Sonnenfinsternis, bei der die Sonne aus der Perspektive von „Orion“ hinter dem Mond verschwindet.
Zudem könnten sie sich auch weiter von der Erde entfernen als jemals Menschen zuvor. Den bisherigen Rekord stellte die Crew der „Apollo 13“-Mission 1970 mit rund 400.171 Kilometern auf.
Sonntag, 5. April 2026
11:48 Uhr – Artemis-Astronauten sehen Orientale-Becken
Die Astronauten der Artemis-2-Mission haben den Mond aus einer Perspektive gesehen, wie sie nie zuvor ein Mensch auf den Erdtrabanten hatte. Dies berichteten die Crew-Mitglieder per Video; in diesem Moment hatte ihr Raumschiff etwa zwei Drittel der Reise Richtung Mond zurückgelegt. Die Nasa veröffentlichte ein von den Astronauten gemachtes Foto, auf dem das sogenannte Orientale-Becken des Mondes zu sehen ist. „Diese Mission markiert das erste Mal, dass das gesamte Becken mit bloßem Auge sichtbar ist“, erklärte die US-Raumfahrtbehörde.
„Wir konnten zum ersten Mal die Rückseite des Mondes sehen, und es war einfach spektakulär“, sagte US-Astronautin Christina Koch. Der dabei fotografierte Orientale-Krater wird auch als „Grand Canyon“ des Mondes bezeichnet. „Es ist ein ganz besonderes Kratergebiet, und bis heute hatte es tatsächlich noch kein Mensch gesehen“, sagte Koch in einer Sendung für Kinder in Kanada. „Wir hatten das Privileg, es zu sehen.“ Die gesamte Crew sei darüber begeistert gewesen.
Als die Astronauten am frühen Sonntagmorgen – nach dem vierten Tag ihrer zehntägigen Mission – zu Bett gingen, befanden sie sich laut Nasa mehr als 320.000 Kilometer von der Erde und rund 132.000 Kilometer vom Mond entfernt.
05:02 Uhr – Chappell Roan und John Legend: Die Playlist der „Artemis 2“
Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mission werden vom Kontrollzentrum jeden Tag mit einem anderen Lied geweckt. Bislang seien das unter anderem „Pink Pony Club“ von Chappell Roan, „In a Daydream“ der Freddy Jones Band, „Green Light“ von John Legend und Andre 3000 sowie „Sleepyhead“ von Young and Sick gewesen, also „Schlafmütze“, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Das ist notwendig, weil die Tage der Crew – bestehend aus den US-Astronauten Victor Glover, Christina Koch und Reid Wiseman sowie dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen – komplett durchgetaktet sind, inklusive der Schlafphasen.
Eigentlich hätten sie sich darauf geeinigt, langsam aufzuwachen und den Tag ruhig zu starten, sagte Astronaut Wiseman nachdem die Crew von „In a Daydream“ geweckt worden war. „Heute Morgen sind wir dann aber alle jubelnd und rockend aufgestanden – das war der perfekte Start in den Tag.“
„Pink Pony Club“ wurde allerdings schon nach rund einer Minute wieder ausgeschaltet. „Wir hatten alle gespannt auf den Refrain gewartet“, witzelte Wiseman daraufhin.
11:44 Uhr – Dem Mond nun näher als der Erde: Astronauten schicken Fotos
Die vier Astronauten der „Artemis 2“-Mission sind dem Mond mittlerweile näher als der Erde. „Die Artemis-2-Mission hat mehr als die Hälfte der Strecke zum Mond zurückgelegt“, teilte die Nasa in der Nacht zum Samstag mit – und veröffentlichte die ersten Fotos, die die Astronauten aus dem All von der Erde aufgenommen haben. „Ihr seht toll aus, ihr seht wunderschön aus“, sagte Nasa-Astronaut Victor Glover aus der „Orion“-Kapsel zu den Bildern, auf denen unser Planet als blauer Ball mit weißen Schlieren vor schwarzem Hintergrund zu sehen ist.
Während der Mission stehen für die Astronauten unter anderem wissenschaftliche Tests und Trainingsaufgaben auf dem Programm – und immer wieder besondere Ausblicke: „Wir können durch die Andockluke gerade den Mond sehen. Es ist ein wunderschöner Anblick“, sagte Astronautin Christina Koch laut Nasa.
Während der zehntägigen Mission bleibt für die vier wenig dem Zufall überlassen: So teilt die Nasa sogar öffentlich mit, wann die Astronauten sich aufs Zubettgehen vorbereiten und wann sie ihre Schlafphase beginnen sollen. Geweckt wird das Artemis-Team von Kollegen am Boden – am Freitag etwa durch den Song „In a Daydream“ von der Freddy Jones Band, in dem es unter anderem heißt „No one around just me and the sky“ (deutsch: „Niemand ist hier, nur der Himmel und ich“).
06:28 Uhr – Astronauten sind „auf halber Strecke“ zum Mond
Die Astronauten der Mondmission „Artemis 2“ haben die Hälfte ihrer Reise zum Mond hinter sich. „Wir sind auf halber Strecke“, erklärte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitagabend (Ortszeit). Die „Orion“-Kapsel befindet sich demnach bereits mehr als 219.000 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt.
01:08 Uhr – „Artemis 2“-Crew fängt Schönheit der Erde ein
Auf ihrem Weg zum Mond hat die Crew der Mission „Artemis 2“ atemberaubende Fotos von der Erde eingefangen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte erste Bilder, die die vierköpfige Besatzung an Bord der „Orion“-Kapsel übermittelte. Das erste Foto wurde von Kommandant Reid Wiseman geschossen. Es zeigt einen gekrümmten Ausschnitt der Erde in einem der Fenster der Kapsel. Auf dem zweiten ist der gesamte Globus zu sehen, dessen Ozeane von wirbelnden weißen Wolkenfäden bedeckt sind. Nach Nasa-Angaben ist sogar ein grünes Polarlicht zu sehen.
„Es ist großartig, sich vorzustellen, dass – mit Ausnahme unserer vier Freunde – wir alle auf diesem Bild vertreten sind“, sagte Lakiesha Hawkins, eine Leiterin im Bereich Explorationssysteme bei Nasa. Sie ergänzte, dass die Mission gut verlaufe.
Als die Flugkontrolle die Position ihrer Kapsel angepasst hatte, war die Erde – einschließlich der Nordlichter – von ihren Fenstern aus in ihrer ganzen Pracht zu sehen. „Es war der spektakulärste Moment, und er ließ uns alle vier innehalten“, sagte Wiseman.
„Ihr seht toll aus, ihr seht wunderschön aus“, sagte Nasa-Astronaut Victor Glover aus der „Orion“-Kapsel dazu.
00:30 Uhr – Noch 240.000 Kilometer bis zum Ziel
Die vier Astronauten befinden sich mehr als 180.000 Kilometer von der Erde entfernt und nähern sich schnell dem Mond. Noch weitere 240.000 Kilometer liegen vor ihnen. Ihr Ziel sollen sie am Montag erreichen.
Freitag, 3. April
02:54 Uhr – „Artemis 2“-Crew hat Erdumlaufbahn verlassen
Die vier Astronauten haben die Erdumlaufbahn verlassen und Kurs auf den Erdtrabanten genommen. Das Triebwerk der „Orion“-Kapsel wurde gezündet, somit das Raumschiff auf die Flugbahn in Richtung Mond gebracht. Fast sechs Minuten lang feuerte das Raumschiff dafür sein Haupttriebwerk an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.
Das Manöver habe „einwandfrei“ funktioniert, sagte Nasa-Managerin Lori Glaze. „Von diesem Punkt an werden die Gesetze der Raumflugmechanik unsere Crew bis zum Mond, um die Rückseite herum und zurück zur Erde tragen.“ Nasa-Chef Jared Isaacman schrieb auf X: „Die Artemis 2“-Crew ist offiziell auf dem Weg zum Mond.
Während des Manövers habe die Crew die „Kraft der Durchhaltefähigkeit“ des ganzen Teams hinter der Mission gespürt, sagte der kanadische Astronaut Jeremy Hansen aus der „Orion“-Kapsel. „Die Menschheit hat wieder einmal gezeigt, wozu wir fähig sind und es sind eure Hoffnungen für die Zukunft, die uns jetzt auf diese Reise um den Mond tragen.“
Donnerstag, 2. April
23:12 Uhr – Nasa gibt OK für Triebwerkszündung
Die vier Astronauten können einen Tag nach ihrem Start die Erdumlaufbahn verlassen und Richtung Mond fliegen. Dafür gab die US-Raumfahrtbehörde Nasa grünes Licht. Damit kann die Besatzung der „Orion“-Kapsel das Triebwerk zünden, um das Raumschiff auf die Flugbahn Richtung Mond zu schicken.
19:02 Uhr – Astronauten bereiten sich auf den letzten Triebwerksschub vor
Die Crew bereitet sich auf eine entscheidende Phase ihrer Reise vor – ein Schritt, der sie letztendlich näher an die Mondoberfläche heranführen wird als irgendjemand seit mehr als 50 Jahren. Die von Lockheed Martin Corp. gebaute „Orion“-Kapsel mit der Besatzung an Bord soll am Donnerstagabend ihr Haupttriebwerk zünden, das sie in Richtung Mond befördern wird.
Dieser als translunare Injektionszündung bekannte Schritt lässt kaum Spielraum für Fehler, um „Orion“ auf die korrekte Flugbahn zu bringen. Die entscheidende Triebwerkszündung ist für den zweiten Tag der zehntägigen Mission zur Mondumrundung geplant.
17:59 Uhr – Toilette funktioniert wieder
Die Nasa-Astronauten auf dem Weg zum Mond haben Grund zum Feiern, und das nicht nur, weil ihr Start so gut verlaufen ist. Ihre Toilette funktioniert jetzt wieder. Die sogenannte Mondtoilette funktionierte nicht richtig, seit die „Artemis-2“-Besatzung am Mittwochabend die Umlaufbahn erreicht hatte. Die Missionskontrolle gab Astronautin Christina Koch einige Tipps und Tricks, und schließlich brachte sie die Toilette wieder in Gang.
Die einzige Toilette der Kapsel befindet sich im Boden und ist mit einer Tür und einem Vorhang für Privatsphäre versehen. Sie basiert auf einem experimentellen WC, das 2020 zur Internationalen Raumstation geschickt wurde. Das als universelles Abfallentsorgungssystem bekannte Kompakt-WC nutzt, ähnlich wie frühere Weltraumtoiletten, Luftansaugung anstelle von Wasser und Schwerkraft zur Abfallentsorgung.
Die Crewmitglieder mussten sich so lange mit einem Beutel und einem Trichter behelfen, bis die Toilette wieder in Gang gebracht wurde.
16:10 Uhr – Schauspieler Hanks würdigt Astronauten
US-Schauspieler und Raumfahrt-Enthusiast Tom Hanks hat die Nasa-Mission „Artemis 2“ gewürdigt. „Wusstet ihr, dass seit 1972 keine Menschen mehr über den Einflussbereich der Erdgravitation hinaus gereist sind? Das ändert sich heute“, schrieb der Schauspieler in einem Beitrag auf der Plattform Instagram und fügte ein Foto von sich und den vier Astronauten hinzu. Er wünschte der Mission „Gottes Segen“.
Hanks spielte in dem Film „Apollo 13“ über die Mondmission 1970, die nach der Explosion eines Sauerstofftanks umkehren musste, den Astronauten Jim Lovell. Der 69-Jährige hat auch Raumfahrt-Dokumentationen produziert. In einem Interview sagte er einmal, er würde sofort auf den Mond ziehen, „wenn mich meine Frau lässt“.
10:45 Uhr – Astronauten schlafen
Seit rund zehneinhalb Stunden fliegen die vier Astronauten durch das All und sind mittlerweile über 65.000 Kilometer von der Erde entfernt. Zum Vergleich: Die Internationale Raumstation ISS bewegt sich in rund 400 Kilometer Höhe.
Die Orion-Kapsel hat somit auch den sogenannten geostationären Orbit verlassen, der sich auf etwa 36 000 Kilometern Höhe befindet. Dort sind hauptsächlich TV-, Wetter-, Erdbeobachtungs- und Spionagesatelliten unterwegs.
Derzeit schlafen die Astronauten, bevor gegen 14.10 Uhr MESZ eine weitere Kurskorrektur ansteht, um in Richtung Mond zu fliegen. Es sind noch etwa 350 000 Kilometer bis zum Mond.
10:20 Uhr – beeindruckende Aufnahmen
09:08 Uhr – Raumfahrtministerin Bär freut sich
Dorothee Bär, Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sprach bei WELT TV über den geglückten Start der Mond-Mission. „Ich freue mich, dass es jetzt geklappt hat“, sagte Bär und betonte unter anderem den deutschen Anteil an der Reise zum Erdtrabanten. „Deutschland ist mit mehreren Modulen dabei, das ist natürlich sehr, sehr positiv und hilft uns für alle weiteren Missionen.“
08:57 Uhr – Astronauten schließen Weltraum-Manöver ab
Die Astronauten schildern Eindrücke aus der Raumkapsel. „Wir haben einen schönen Mondaufgang“, sagte Reid Wiseman, der Kommandant der Mission. „Wir steuern direkt darauf zu“, fügte der 50-Jährige hinzu. Sein Kollege Victor Glover bedankte sich beim Nasa-Kontrollzentrum in Houston. „Toll, mit euch zu fliegen, Houston“, sagte er und fügte hinzu: „Schönes Gefährt.“
Außerdem schloss die Crew laut Nasa die „Demonstration der Annäherungsmanöver“ erfolgreich ab. Dabei manövrierte das Team die Orion-Raumkapsel in einer Distanz von rund zehn Metern um die abgetrennte Oberstufe der Rakete. Die Nasa möchte wissen, wie sich Orion verhält, falls die Selbststeuerungsfunktion ausfällt und die Piloten die Kontrolle übernehmen müssen.
08:45 Uhr – Nasa-Chef zufrieden
Jared Isaacman betonte auf einer Pressekonferenz nach dem Start die historische Bedeutung der „Artemis 2“-Mission. „Der heutige Start ist ein entscheidender Moment für unsere Nation und für alle, die an Erforschung glauben“, erklärte der Nasa-Chef.
„Artemis 2 ist der Start von etwas, das größer ist als nur eine Mission. Es ist der Beginn unserer Rückkehr zum Mond, nicht nur zum Besuchen, sondern irgendwann auch zum Bleiben in unserer Mond-Station.“ Man lege nun die Basis für die nächsten „gigantischen Schritte“.
07:28 Uhr – Der Start der Rakete im Video
07:20 Uhr – Astronauten müssen Toilettenproblem lösen
Kurz nach dem Start mussten sich die Astronauten mit Randproblemen herumschlagen: Die Inbetriebnahme einer Toilette an Bord der „Orion“-Kapsel missglückte. „Die Toilette hat sich von selbst abgeschaltet, und eine blinkende orange Warnleuchte leuchtet“, berichtete Astronautin Christina Koch der Missionskontrolle in Cape Canaveral.
Ihr wurde geraten, vorerst ein tragbares System aus Beutel und Trichter zu benutzen – ein CCU, kurz für Collapsible Contingency Urinal –, während die Flugkontrolleure überlegten, wie sie das sogenannte Mond-Klo am besten wieder einsatzbereit machen könnten. Die Toilette befindet sich den Angaben zufolge im Boden der Kapsel und verfügt über eine Tür und einen Vorhang für Privatsphäre. Die Stationstoilette sei derzeit außer Betrieb; zwei andere funktionierten jedoch einwandfrei.
Auch ein Kommunikationsproblem war schnell gelöst. Die Verbindung der Missionskontrolle zur „Orion“-Kapsel brach kurzzeitig ab, als von einem Tracking- und Datensatelliten auf einen anderen gewechselt wurde. Das Problem konnte jedoch schnell behoben werden.
07:11 Uhr – Der Weg der „Orion“-Kapsel zum Mond
05:14 Uhr – „Orion“-Kapsel erfolgreich getrennt
Die „Orion“-Kapsel hat sich erfolgreich von der Rakete getrennt, und der Test der „Annäherungsmanöver“ ist im Gange. Die Astronauten steuern „Orion“ manuell, ähnlich wie sie es tun würden, wenn sie an ein anderes Raumschiff andocken würden.
04:45 Uhr – Nasa-Chef spricht über kurzzeitiges Kommunikationsproblem nach dem Start
Kurz nach dem Start brach vorübergehend die Kommunikation zwischen den vier Astronauten an Bord der „Orion“-Kapsel und dem Kontrollzentrum auf der Erde ab. Die Crew habe die Stimmen aus dem Kontrollzentrum hören können, aber die Mitarbeiter im Kontrollzentrum hätten die Astronauten nicht hören können, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz.
Das Problem habe aber nach kurzer Zeit gelöst werden können und die Kommunikation sei wiederhergestellt. „Wir klären das Problem aktiv auf.“
01:01 Uhr – Raumkapsel hat Erdumlaufbahn erreicht
Die „Orion“-Raumkapsel hat eine Erdumlaufbahn erreicht. Rund acht Minuten nach dem Start der Trägerrakete SLS trennte sich die erste Stufe der Rakete von der Raumkapsel, wie ein Vertreter der US-Raumfahrtbehörde Nasa im Live-Stream sagte. Zuvor hatten sich bereits die beiden sogenannten Booster von der Rakete getrennt.
00:57 Uhr – Raumfahrtministerin: Deutschland mit an Bord
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat nach dem erfolgreichen Start die deutsche und europäische Rolle bei der „Artemis 2“-Mission betont. Deutschland sei mit an Bord, teilte die CSU-Politikerin mit.
„Technik Made in Germany“ ist integraler Bestandteil des Raumschiffs: Das European Service Module (ESM), dessen Endmontage in Deutschland erfolgt, sichert Energieversorgung und Antrieb für den Weg zum Mond.
00:50 Uhr – Washington Monument erstrahlt zu Ehren der Mond-Misson
00:46 Uhr – Deutsche Astronauten wären gerne mitgeflogen
Die deutschen Astronauten Alexander Gerst (49) und Matthias Maurer (56) wären bei der „Artemis 2“-Mission auch gerne mit an Bord gewesen. „Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?“, sagte Maurer in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Den Traum, Astronaut zu werden, habe er sich erfüllt, den Traum von einem Weltraum-Außeneinsatz auch. „Und der dritte, der ganz, ganz große Traum, der noch aussteht, ist der Flug zum Mond.“
00:36 Uhr – Schaulustige verfolgen den Start
00:35 Uhr – „Artemis 2“-Mission erfolgreich gestartet
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Vier Astronauten hoben dafür um 18:35 Uhr Ortszeit (00:35 Uhr MESZ) an Bord der „Orion“-Kapsel mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab.
Der Start der krisengeplagten Mission „Artemis 2“ war zuvor wegen technischer Probleme mehrfach verschoben worden.
00:27 Uhr – Countdown läuft wieder
Der Countdown wurde wieder in Gang gesetzt. Neue Startzeit: 00:35 Uhr MEZ.
00:20 Uhr – Countdown gestoppt
Der Countdown wurde aktuell angehalten. Der Start wird sich somit nach hinten verschieben. Das Startfenster ist insgesamt zwei Stunden lang.
00:12 Uhr – Deutsche Astronauten fiebern mit
„Es ist ein historischer Tag“, sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst vor dem Start, sein Astronautenkollege Matthias Maurer sprach von einem „ganz neuen Kapitel für die Raumfahrt“. „Es gibt eine ganz einfache Botschaft: Es gibt eine riesige Rakete, und die Rakete fliegt zum Mond“, sagte Maurer weiter. Ohne europäische Technologie könne die Rakete gar nicht starten.
„Wir sind also ein großer Teil dieser Mission, und unser Beitrag wird langfristig auch Europäer zum Mond bringen“, so Maurer. „Und ich denke, das ist eine Inspiration für all die Kinder in Europa, und auch für die älteren Kinder, die hier stehen.“ Viele Menschen würden davon „träumen, zum Mond zu fliegen“.
00:08 Uhr – US-Verkehrsminister sagt Sieg im Wettlauf zum Mond und Mars voraus
Bis Dezember war Sean Duffy, US-Verkehrsminister, übergangsweise Leiter der Nasa. Kurz vor dem geplanten Start der „Artemis-2“-Mission zeigt sich der 54-Jährige überzeugt, dass die USA im Wettbewerb im All gegenüber der Volksrepublik China die Nase vorn haben werden.
Auf der Plattform X richtet sich Duffy direkt an die Crew: „Reid, Victor, Christina und Jeremy! Wir drücken euch allen die Daumen, und es ist mir eine Ehre, dabei zu sein und euren Start zur Mondumrundung mitzuerleben.“ Für ihn markiere der Beginn von „Artemis 2“ einen wichtigen Moment – nicht nur für den nationalen Stolz, sondern auch für die Sicherheit der Vereinigten Staaten. Zugleich betont er selbstbewusst, dass die USA China im Rennen zum Mond und später auch zum Mars hinter sich lassen werden.
saha/jmr/nw mit dpa/AP/ceb/säd





















