Protestierende skandieren „Danke, Trump“ vor US-Botschaft | ABC-Z

Die Berliner Polizei rechnete angesichts des Angriffs auf den Iran und der Lage im Nahen Osten am Sonnabend mit einem Großdemonstrationszug in Mitte. Derzeit sind rund 650 Demonstranten unterwegs und damit deutlich weniger, als von der Polizei aufgrund vorheriger Proteste angenommen. „Danke, Präsident Trump“ und „USA, USA“ skandierten die Demonstranten am Nachmittag vor der US-Botschaft in Berlin.
Rund 300 Einsatzkräfte sind nach Polizeiangaben am Samstag vor Ort, um den Protest abzusichern. Zwar war der Zug „Freiheit für Iran. Protest gegen Falsche Information von ARD und ZDF“ schon vor der US-Militäroperation „Epischer Zorn“ im Iran mit knapp 3000 Teilnehmern angekündigt. Durch die Eskalation am Morgen wird jedoch mit deutlich mehr Menschen gerechnet, die sich auf den Weg machen könnten.
Iran-Demo in Berlin: Ausgelassene Stimmung auf dem Potsdamer Platz
Die Stimmung bei der Iran-Demo ist ausgelassen, berichtet ein Reporter der Berliner Morgenpost. Demnach wird gejubelt, gefeiert und zu lauter Musik getanzt. Die Menschen schwenken die Fahnen der iranischen Monarchie, aber auch deutsche, israelische und US-amerikanische Flaggen sind zu sehen. Auch am Neptunbrunnen in Mitte demonstrieren nach Polizeiangaben 100 Personen, vor der iranischen Botschaft rund 50.
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Die Demonstranten danken dem US-Präsidenten Trump vor der US-Botschaft. #morgenpost pic.twitter.com/CT7uuXShYH
— Dennis Meischen (@DennisMeischen) 28. Februar 2026
Vorsorglich hat die Berliner Polizei zusätzlich Einsatzkräfte mobilisiert, sagte eine Sprecherin der Polizei. „Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden“, heißt es von der Polizei. Sensible Orte wie etwa israelische oder jüdische Objekte stünden im Fokus.
Der Demonstrationszug startete vom Potsdamer Platz und zog am Brandenburger Tor vorbei über das Reichstagsufer und die Friedrichstraße zur US-Botschaft. Die Demonstration wird von iranischen Oppositionellen getragen, die sich auf den politischen Übergangsplan des Shah-Sohns Reza Pahlavi beziehen.

Die Anzahl der Berliner und Berlinerinnen, die nach der Eskalation in Nahost auf die Straße gehen, war am Nachmittag noch überschaubar.
© Dennis Meischen | Dennis Meischen
Knapp 14.000 Menschen mit iranischer Staatsangehörigkeit leben in Berlin, ein Großteil davon Oppositionelle und Regime-Gegner. Zählt man Iran-Deutsche hinzu, wird die Größe der Community auf zwischen 20.000 und 25.000 geschätzt.
Seit dem Morgen fliegt das US-Militär Angriffe auf den Iran
Das Mullah-Regime steht seit dem frühen Morgen unter Druck. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass die Amerikaner Angriffe auf den Iran fliegen. Auch Cyberattacken wurden gemeldet. „Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk zu beschützen, in dem wir unmittelbare Bedrohungen seitens des iranischen Regimes beseitigen“, erklärte der Präsident in einer Videobotschaft bei Truth Social. Offenbar zielen die Angriffe auf Militärapparate. Auch die Atomanlagen sollen erneut im Visier sein.
Er forderte das iranische Volk auf, „die Macht in Ihrem Land zu übernehmen“, sobald die Militäraktion abgeschlossen sei. „Dies wird wahrscheinlich Ihre einzige Chance seit Generationen sein“, sagte er. Das Regime in Teheran wiederum reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und die mit den USA verbündeten Golfstaaten Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate.
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Derweil streicht der Hauptstadtflughafen BER wegen des Krieges im Iran Flugverbindungen in den Nahen Osten. Wie ein Sprecher auf Anfrage bestätigt, wurden die Flüge nach Tel Aviv wegen der Sperrung des dortigen Luftraums gestrichen. Das betrifft auch die Verbindungen nach Dubai, Doha und Dschidda. Von dort kehren derzeit erste Maschinen zurück nach Berlin. Für die nächsten Tage wird mit weiteren Beeinträchtigungen gerechnet. „Wir versuchen die Veränderungen schnellstmöglich in unserem Flugplan zu spiegeln“, so der Sprecher. „Erste Ansprechpartner für betroffene Passagiere sind aber die Fluggesellschaften.“





















