Kultur

Angriff auf Putins Residenz? Eine Farce des Kremls | ABC-Z

Die Geschichte über den angeblichen Angriff der Ukraine auf eine der vielen Residenzen des russischen Präsidenten Wladimir Putin war von Anfang an eine Farce. Das war schon durchschaubar, bevor der amerikanischen Geheimdienst CIA zu der Erkenntnis kam, die ukrainischen Drohnen hätten in Russland ein ganz anderes Ziel gehabt.

Nicht nur, dass die Angaben der russischen Führung dazu anfangs in Widerspruch zu den Meldungen des eigenen Militärs standen: Angesichts dessen, was das russische Regime auf dem Kerbholz hat, ist es vollkommen grotesk, wenn Moskau die Ukraine des „Staatsterrorismus“ bezichtigt.

Es ist Russland, das Terror verbreitet

Russland überzieht in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine die Bevölkerung der gesamten Ukraine seit Februar 2022 mit Terror, indem es Wohnhäuser, Krankenhäuser und andere zivile Ziele attackiert. Schon zuvor hat es das seit Beginn seines Kriegs gegen die Ukraine im Jahr 2014 acht Jahre lang mit den Einwohnern des Donbass getan – jenen, die in den russisch kontrollierten Gebieten zur Ukraine gehalten haben, und jenen, die in den von der Ukraine kontrollierten Gebieten lebten.

Nicht vergessen werden sollten auch die Anschläge auf Gegner Putins in Großbritannien in den Jahren 2006 und 2018 und in Deutschland mitten in Berlin im Sommer 2019. Die ukrainische Führung sei „endgültig degeneriert“ hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow gesagt, als er die Nachricht über den Angriff auf Putins Residenz in die Welt setzte. Sein Zynismus spricht für sich.

Das Ziel, das der Kreml mit dieser Geschichte verfolgte, ist offensichtlich: Er wollte Donald Trump gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufbringen, nachdem das Treffen der beiden in Mar-a-Lago nicht im Sinne Russlands verlaufen war – obwohl Putin unmittelbar zuvor mit dem amerikanischen Präsidenten gesprochen hatte. Der ist, das zeigte sich in seinen ersten Reaktionen auch in diesem Fall, anfällig für solche Manipulationen. Immerhin: Dieses Mal hat der Trick dann doch nicht verfangen.

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