Achtmal absolute Mehrheit: Die Bürgermeisterwahlen im Landkreis Starnberg – Starnberg | ABC-Z

In den übrigen Gemeinden des Landkreises Starnberg kam es bei den Bürgermeisterwahlen zu Überraschungen. In drei Rathäusern findet am 22. März ein zweiter Wahlgang statt. In Krailling wurde der Amtsinhaber Rudolph Haux (FDP) von den Wählern abgewatscht: Er kam nur auf 24,2 Prozent der Stimmen. Die Entscheidung fällt zwischen Stefan Göttlinger (CSU; 45,5 Prozent) und Ricarda Weimar (Grüne; 30,3 Prozent). Spannend bleibt das Rennen in Wörthsee: Dort liegt die parteifreie Kandidatin Sassa Bäumler mit 39,7 Prozent vorn, gefolgt von Jakob Aumiller (CSU) mit 34,1 Prozent. Selina Jursch (Freie Wähler) verpasste mit 26,2 Prozent die Stichwahl. Zu einer Stichwahl kommt es auch in Berg. Rupert Steigenberger, Bürgermeister seit 2020, erhielt am Sonntag nur 39,9 Prozent. Der Kandidat der Bürgergemeinschaft muss in zwei Wochen gegen Sebastian Gastl (CSU; 30,4 Prozent) antreten. Elke Link (QUH) schied im ersten Wahlgang mit 20,6 Prozent der Stimmen aus, ebenso wie Jürgen Nowicki (FDP; 9,1 Prozent).
Als Erstes stand der neue und alte Bürgermeister von Andechs fest: Schon 40 Minuten nach der Schließung der Wahllokale war klar, dass Georg Scheitz (CSU) die Amtsgeschäfte weiter führt. Er erhielt 58,3 Prozent der Stimmen, aber auch sein Herausforderer von der Bürgergruppe, Robert Klier, kam mit 41,4 Prozent auf ein respektables Ergebnis. 2020 lag Scheitz mit 51,8 Prozent nur 66 Stimmen vor Klier. 2008 hatte er die Wahl noch gegen Anna Elisabeth Neppel von der Bürgergruppe verloren. Auch in Weßling konnte sich der Amtsinhaber zum zweiten Mal durchsetzen: Michael Sturm von der parteifreien Wählergemeinschaft erhielt am Sonntag 69,7 Prozent der Stimmen. Auf die Mitbewerberin Christina Mörtl-Diemer von der CSU entfielen 30,3 Prozent.
Am eindeutigsten fiel die Bürgermeisterwahl in Tutzing aus: Der erst 29-jährige CSU-Kandidat Ludwig Horn erhielt 93,4 Prozent der Stimmen. Im November 2023 hatte er mit 63,8 Prozent der Stimmen die Amtsinhaberin Marlene Greinwald (Freie Wähler) deutlich geschlagen. Auch in Feldafing, wo Bernhard Sontheim (Bürgergruppe) nach vier Amtsperioden nicht mehr zur Wiederwahl antrat, siegte der CSU-Kandidat: Martin Schremser kam auf 62,5 Prozent und ließ so seine Konkurrenten Anton Maier (Grüne; 30,0 Prozent) und Luka Komljenovic (AFD; 7,5 Prozent) klar hinter sich. In Pöcking steht Rainer Schnitzler von der parteilosen Wählergruppe vor seiner fünften Amtsperiode: Mit 58,6 Prozent der Stimmen ließ er Gregor Lutz (CSU; 41,4 Prozent) hinter sich.
In der größten Ammerseegemeinde bleibt Christian Schiller (ohne Parteiliste) Herrschinger Rathauschef: Mit 65,5 Prozent erhielt er fast zwei Drittel der Stimmen. Auf die von Bürgergruppe und den Grünen nominierte Konkurrentin Karin Casaretto entfielen 34,5 Prozent. Damit tritt Schiller seine vierte Amtszeit an. Erstmals setzte er sich 2008 in der Stichwahl durch, nachdem im ersten Wahlgang nur 25,4 Prozent für ihn votierten. 2014 gab es in Herrsching keine Gegenkandidaten, 2020 gleich vier – dennoch kam Schiller schon im ersten Wahlgang auf 61,1 Prozent. Auf dem Stimmzettel in Inning war nur Hubert Vögele (Grüne) als Bürgermeisterkandidat angegeben. Allerdings kündigten öffentlich auch der Dachauer Michael Krömer, der Inninger Thomas Schindlböck und Michaela Meinhold, Leiterin des Bauamts im Rathaus, ihre Bewerbungen an. Dennoch siegte Vögele schon im ersten Wahlgang mit 62,3 Prozent der Stimmen. Lange unklar war das Ergebnis in Seefeld: Am Ende lag Klaus Kögel (CSU) mit 51,2 Prozent knapp vor Carsten Lohmann mit 48,8 Prozent.





















