Als Robin Hood verkleidete Diebe rauben Supermarkt aus | ABC-Z

In Kanada haben als Robin Hood verkleidete Diebe einen Supermarkt ausgeraubt und danach die gestohlenen Lebensmittel verschenkt, wie kanadische Medien berichten. Zu dem Einbruch in der Millionenstadt Montreal hat sich seitdem eine Gruppe von Aktivisten bekannt, die mit der Aktion gegen die gestiegenen Lebensmittelpreise protestieren wollen. Es ist bereits das zweite Mal, dass die Aktivisten zuschlugen. Im Dezember machte die Gruppe Schlagzeilen, als sie als Weihnachtsmänner und Elfen verkleidet ein anderes Lebensmittelgeschäft plünderten.
Laut „CNN“ nennt sich die Organisation aus dem französischsprachigen Teil Kanadas „Robins des Ruelles“ (Robins der Gassen). Zu ihr sollen nach Angaben der Aktivisten etwa 60 Personen gehören, die am Dienstag teilweise mit den ikonischen Federhüten ihres englischen Vorbilds Robin Hood verkleidet in das Reformhaus „Rachelle Béry“ einbrachen und ohne Bezahlung Lebensmittel mitnahmen. Danach hätten sie das Diebesgut an „viele Gemeinschaftskühlschränke in der Stadt“ verteilt.
Die Polizei schätzt den Wert der gestohlenen Lebensmittel auf mehrere Tausend Dollar. Bisher gebe es keine Festnahmen. Die Beamten ermitteln nun wegen Diebstahls und des Versprühens von Graffiti bei der Aktion.
Robin-Hood-Diebe rauben Supermarkt aus Protest gegen gestiegene Preise aus
„Wir arbeiten jeden Tag unermüdlich, nur um in diesen profitorientierten Supermärkten Lebensmittel kaufen zu können“, wird ein Mitglied der „Robins des Ruelles“, in einer Erklärung zitiert, die „CNN“ vorliegt. „Wenn zwei Jobs nicht reichen, um zu essen, ein Dach über dem Kopf zu haben und die Familie zu versorgen, wird jedes Mittel legitim.“
Empfohlener externer Inhalt
Ein auf Instagram veröffentlichtes Video soll den Überfall zeigen. Unterlegt ist der Clip mit der Musik und dem Titel aus dem Vorspann des Films „Robin Hood – König der Vagabunden“ aus dem Jahr 1938. Auf den Aufnahmen sind die Aktivisten zu sehen, wie sie Lebensmittel und andere Artikel einstecken. Andere sprühen Graffitis mit Botschaften gegen die Gewinne der Lebensmittelkonzerne an die Wände des Ladens.
Montreal: Aktivisten schlugen schon einmal als Weihnachtsmänner zu
Im Dezember drang die Gruppe in Verkleidungen vom Weihnachtsmann und seinen Elfen in ein anderes Lebensmittelgeschäft in Montreal ein. Dem „Guardian“ zufolge verpackten sie dabei einige der gestohlenen Lebensmittel als Geschenke und ließen sie unter einem nahegelegenen Weihnachtsbaum zurück. „Vergesst nicht: Der Hunger heiligt die Mittel“, schrieb die Gruppe damals. „Frohe Weihnachten!“ Auch bei diesem Vorfall konnte die Polizei bisher keine Täter ermitteln. Etwa 40 Mitglieder der Gruppe hätten sich damals an dem Vorfall beteiligt, schreibt der „Guardian“.
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In Kanada wie auch in anderen westlichen Ländern sind Lebensmittel seit der Corona-Pandemie deutlich teurer geworden. Laut dem kanadischen Sender „CBC“ lag die Inflationsrate zwischen November 2024 und 2025 bei 4,7 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Unterschied bei 2,3 Prozent.


















