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Cider World 2026: Die große Welt des Apfelweins in Frankfurt | ABC-Z

In Frankfurt schlägt das Herz der deutschen Apfelweinkultur. Und so gibt es im Grunde keinen besseren Ort als die Mainmetropole, um eine jährliche Fachmesse zum Thema abzuhalten. „Cider World“ heißt diese Messe, und sie findet in diesem Jahr bereits zum 18. Mal statt. Und weil Veranstalter Michael Stöckl von Anfang an über den Rand des Gerippten hinausgeblickt hat, geht es bei dem Treffen nicht nur um den guten alten Ebbelwei in seiner hessischen und frankfurterischen Ausprägung, sondern auch um andere nationale und internationale Spielarten des Weins aus Äpfeln, sprich um Cider, Cidre, Sidra und allerlei andere Sorten von Apfel-, Birnen- und anderen Fruchtweinen.

Dieser internationalen Ausrichtung verdankt die im Gesellschaftshaus Palmengarten ausgerichtete Messe ihr besonderes Flair. Jahr für Jahr reisen Aussteller und Gäste aus der gesamten Republik, aus dem europäischen Ausland und sogar aus Übersee an, um eine bemerkenswerte Vielfalt an Produkten und Kreationen zu präsentieren und zu kosten. Und so werden vom Donnerstag bis Samstag, 16. bis 18. April, auch diesmal wieder Kelterer aus vielen Teilen der Republik und 15 Ländern, wie Österreich, Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Niederlanden, Südafrika und den Vereinigten Staaten, ihre Erzeugnisse dem Publikum vorstellen. Ehrengast der „Cider World“ ist diesmal das Baskenland mit seiner großen Apfelwein-Tradition.

Dort werden die aus Äpfeln gekelterten Tropfen „Sagardo“ genannt, sie sind meist trocken, mitunter sehr herb und haben in der Regel so gut wie keine Kohlensäure. Die rund 70 baskischen Kellereien, die Sagardotegiaks, liegen vor allem in der Provinz Gipuzkoa im Hinterland von San Sebastián. Hochburgen der Produktion sind die Orte Astigarraga, Hernani, Usurbil und Urnieta. Zur verwurzelten Tradition gehört das „Txotx“-Ritual, das in der Saison zwischen Januar und April in den Apfelweinhäusern mit zahlreichen Gästen gefeiert wird. Dabei ruft der Kellermeister „Txotx“, das baskische Wort für Prost, und öffnet ein großes Fass, aus dem dann direkt die Gläser gefüllt werden. Zum Auftakt der „Cider World“ findet am Donnerstag eine „Txotx“-Kellerprobe im „Bornheimer Ratskeller“ statt. Zu verschiedenen Sagardos wird ein traditionelles Menü aus Kabeljau-Tortilla, Rinderkotelett sowie Schafskäse mit Walnüssen und Quittengelee serviert.

Der Donnerstag ist gewissermaßen der Aufgalopp zu der auf drei Tage erweiterten „Cider World“.  Die beiden folgenden Messetage bestehen dann aus vier Elementen: der Preview, den Awards, dem Forum und der Expo. Die ersten drei Teile finden am Freitag in der Astor Film Lounge im Einkaufszentrum My Zeil statt, die eigentliche Messe dann einen Tag später, am Samstag, im Palmengarten-Gesellschaftshaus. Im Forum werden am Freitagmorgen zunächst in fünf Vorträgen unterschiedliche, branchenspezifische Themen behandelt, bei der Preview am Mittag besteht dann die Möglichkeit, die zu den Awards eingereichten Produkte vorab zu probieren. Und am Nachmittag folgt schließlich die offizielle Verleihung der Preise, die von einer Fachjury in sechs Kategorien vergeben und von der Hochschule Geisenheim geprüft werden.

Am Samstag, dem Messetag im Gesellschaftshaus des Palmengartens, wird die „Cider World Expo“ um 12 Uhr offiziell eröffnet, anschließend können zunächst Fachbesucher an den Ständen der Aussteller kosten. Von 14.30 Uhr an ist dann das allgemeine Publikum an der Reihe, um 15.30 Uhr findet eine Masterclass statt, die vom britischen Cider-Experten Gabe Cook moderiert wird.

Informationen zum Programm und Karten zur „Cider World“ und allen ihren Veranstaltungen gibt es online unter www.cider-world.de. Tickets für das Publikum sind für 27 Euro pro Person im Vorverkauf zu bekommen.

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