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Liveblog zur Mondmission Artemis 2: Wie die spektakulären Bilder aus dem All zur Erde kommen – Wissen | ABC-Z

Die Astronauten studieren die Mondoberfläche

Seit etwa zweieinhalb Stunden beobachten und fotografieren die vier Astronauten Victor Glover, Jeremy Hansen, Christina Koch und Reid Wiseman abwechselnd in Zweiergruppen den Mond aus zuletzt rund 10 000 Kilometern Entfernung. Dabei kommen zunehmend auch Bereiche der Mondrückseite in ihr Blickfeld. Nach Nasa-Angaben hat die Crew am Ostersonntag eine Liste mit 30 Zielen auf der Mondoberfläche bekommen, die die Astronauten näher analysieren sollen und die teilweise noch nie mit bloßem menschlichen Auge beobachtet wurden. „Ähnlich wie ein Plan für einen Weltraumspaziergang bietet er klare, detaillierte Vorgaben und gleichzeitig Flexibilität für die Besatzung, Entscheidungen auf der Grundlage dessen zu treffen, was sie in Echtzeit sieht und erlebt“, so die Nasa.

Ziel ist unter anderem das 3,8 Milliarden Jahre alte Mare Orientale, ein fast 965 Kilometer breiter Krater, der sich über die Vorder- und Rückseite des Mondes erstreckt. Ferner der Einschlagkrater Hertzsprung, der fast 640 Kilometer breit ist und auf der Mondrückseite liegt. Die Astronauten sollten zudem nach Lichtblitzen schauen, die bei Einschlägen auf der Oberfläche entstehen.
Etwa 60 Prozent der Mondrückseite seien wegen der Lichtverhältnisse während der Apollo-Missionen noch nie von Menschenaugen gesehen worden, sagte Wiseman vor dem Start. Je weiter sich die Kapsel der Mondrückseite nähert, desto dunkler wird es allerdings auch dieses Mal. So werden nur 20 Prozent der Mondrückseite von der Sonne beleuchtet sein. Bei Neumond ist die Rückseite komplett beleuchtet.
Zeitweise mussten die Astronauten übrigens das erdzugewandte Fenster der Orion-Kapsel mit einem T-Shirt abdecken, weil die Helligkeit der Erde die Beobachtungen störte.

Die Beobachtungen dauern an, gegen 0.44 Uhr deutscher Zeit wird der Funkverkehr für etwa 40 Minuten unterbrochen, weil sich die Kapsel dann im Mondschatten befindet  – komplett auf der Rückseite des Mondes.

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