Ist das der erste Schritt, um Bargeld abzuschaffen? | ABC-Z

Berlin – Der Senat will die Gastronomie zum bargeldlosen Zahlen zwingen, um die Geldwäsche zu bekämpfen. Das könnte der Einstieg in das Bargeldverbot sein.
Die Senatskoalition aus CDU und SPD möchte die Gastronomie zum bargeldlosen Zahlungsverkehr verpflichten. Es soll künftig nicht mehr erlaubt sein, nur Bargeld, aber keine EC-Karten anzunehmen.
Dieses Verbot soll über den Bundesrat durchgesetzt werden. Auf diese Weise will man Steuerhinterziehung und Geldwäsche bekämpfen.
Das ist gut gemeint, aber muss der Staat an dieser Stelle eingreifen? Gibt es so viele Gaststätten, die nur Bargeld annehmen? Die Berliner Finanzverwaltung hat darüber nach eigener Aussage keine Informationen.
Nach Angaben des Kreditkartenanbieters Mastercard akzeptierten in Deutschland schon 2021 fast 90 Prozent aller Gaststätten digitale Zahlungsmittel. Inzwischen werden es mehr sein.
Bargeld ist Freiheit
Das neue Gesetz zielt also auf eine kleine Minderheit ab, die zum Zwecke der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung nur Bargeld akzeptiert.
Im Verdacht stehen insbesondere Läden, die von arabischen Clans geführt werden. Um ihnen das Handwerk zu legen, müsste man allerdings das Bargeld ganz abschaffen. Zielt die Politik darauf ab? Man möchte es meinen.
Mit einem Bargeldverbot aber würde der Staat tief in die Bürgerrechte eingreifen. Bargeld ist Freiheit. Der elektronische Zahlungsverkehr ist der totalen Kontrolle unterworfen.
Und übrigens verwendet die große Mehrheit der Bevölkerung das Bargeld nicht zur Geldwäsche. Soll diese Mehrheit wegen einer kriminellen Minderheit auf Bargeld verzichten? Nein!
Die Gastronomie benötigt keine Vorschrift, wie sie das Geld der Gäste annimmt. Das sollen die Wirte selbst entscheiden.
Hat Gunnar Schupelius recht? Schreiben Sie an: gunnar.schupelius@axelspringer.de





















