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Die Berliner SPD ist nicht mehr ganz bei Trost | ABC-Z

Steffen Krach und Bettina König sollen neue Chefs der Berliner SPD werden Foto: Sebastian Gollnow/dpa
02.12.2022, Berlin, Bild - BZ Redakteur Stefan Peter Die Stimme Berlins Kommentarfot

Um die SPD ist es denkbar schlecht bestellt. Ob bundesweit oder in den Bundesländern – in Umfragen und Wahlergebnissen schmieren die Genossen kräftig ab. Auch in Berlin droht der Partei ein Fiasko.

In aktuellen Umfragen verharrt die SPD bei 16 Prozent, im Ostteil der Hauptstadt kommt sie nur noch auf acht Prozent! Es könnte sein, dass die Partei in einigen Bezirken nicht mal mehr einen Bezirksstadtrat stellt. Gleichzeitig beweist die SPD, wie wenig sie von den echten Problemen ihrer (ehemaligen) Wählerschaft versteht.

Für den Parteitag Anfang Mai hat der Landesvorstand einen Antrag erarbeitet, Überschrift: „Willkommenskultur, Awareness, Gleichstellung und Inklusion“. Stolz berichten die Genossen darin von ersten Erfolgen: „Im Kurt-Schumacher-Haus, unserer Parteizentrale, und den Kreisbüros haben wir geschlechtsneutrale Toiletten geschaffen.“

SPD bald Partei der Gendersternchen und Doppelpunkte?

Offenkundig ist die SPD auf dem Weg zur Partei der Gendersternchen und Doppelpunkte: „Unsere Anträge müssen in geschlechtergerechter Sprache verfasst werden.“ Doch dieses sprachliche Kauderwelsch wird auch Wählern mit Migrationshintergrund zu kompliziert: „Die SPD Berlin wird ihr Wahlprogramm zukünftig in mehreren Sprachen zur Verfügung stellen. Vorgesehen sind Übersetzungen in die neben Deutsch in Berlin häufigsten Sprachen.“

Der Woke-Antrag des Landesvorstandes unterstützt auch eine Art Geschlechtertrennung: „Auf Kreis- und Landesebene gibt es regelmäßig einen Kennenlern-Termin für die nicht-männlichen Neumitglieder der Partei.“ Neben Frauen umfasst das auch Transpersonen und „nicht-binäre“ Personen (Menschen, die sich keinem Geschlecht zuordnen).

In Berlin haben sich nur 0,025 Prozent als „nicht-binär“ registrieren lassen. Wenn das die neue Hauptzielgruppe der SPD ist, könnte das Wahlergebnis bald ähnlich aussehen.

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