“Tatort: Unvergänglich Teil 1”: Batic und Leitmayr nehmen Abschied | ABC-Z

An Ostern ist endgültig Schluss: Das Münchner “Tatort”-Team verabschiedet sich nach rund 35 Jahren gemeinsamer Ermittlungsarbeit. Zum großen Finale ließ sich der verantwortliche Bayerische Rundfunk für seine Ermittler Batic (Miroslav Nemec, 71) und Leitmayr (Udo Wachtveitl, 67) etwas ganz Besonderes einfallen. Sie ermitteln in ihren Einsätzen 99 und 100 in einer Doppelfolge, die am Ostersonntag, dem 5. April, bzw. am Ostermontag, dem 6. April, jeweils um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.
Im Vorfeld ließ sich der BR noch nicht allzu sehr in die Karten schauen, was den genauen Exit seines Kultteams anbelangt. Die Verantwortlichen machten so sehr ein Geheimnis um das Ende, dass sogar die letzten fünf Minuten von Teil 2 von Pressevertretern nicht gesehen werden durften. Zahlreiche Gaststars geben sich außerdem in den 180 Minuten die Ehre, darunter viele bekannte Gesichter aus den letzten Jahrzehnten München-“Tatort”. Etwa Michael Fitz, Lisa Wagner oder Maximilian Schafroth, die allesamt schon mal die Assistenten von Batic und Leitmayr verkörperten, sind in kleinen Rollen zu sehen. Auch die Komikerin und Autorin Eva Karl Faltermeier ist als Rechtsmedizinerin mit von der Partie.
Darum geht’s im “Tatort: Unvergänglich Teil 1”
Vier Tage noch bis zum Ruhestand – doch darüber sprechen Ivo Batic (Nemec) und Franz Leitmayr (Wachtveitl) lieber nicht. Beide haben Pläne für die Zeit danach, behalten sie aber für sich. Nach 35 gemeinsamen Dienstjahren fällt es schwer, Waffe und Dienstausweis abzugeben – und dem Partner Lebewohl zu sagen. Für Sentimentalitäten bleibt ohnehin kaum Raum, denn ihr letzter Fall fordert sie bis an die Grenze.
Tief unter der Stadt wird die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche einer Frau entdeckt – Monate nach der Tat, ohne brauchbare Spuren. Ein Fall, der kaum in wenigen Tagen zu lösen scheint. Doch mit einem freien Mörder wollen Batic und Leitmayr nicht abtreten. Einig verweigern sie die Übergabe an ihren designierten Nachfolger Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer, 32).
Die Ermittlungen führen zu einem Bed-and-Breakfast-Apartment, das über ein Webportal privat untervermietet wurde. Die Tote hatte in München weder familiäre Bindungen noch ein stabiles soziales Umfeld. War sie ein Zufallsopfer? Der ungewöhnliche Fundort weist auf ein beunruhigendes Muster hin: Jemand scheint sich mit Schlüsseln Zugang zu versteckten Orten und fremden Wohnungen zu verschaffen – ein Phantom, das sich durch die Stadt bewegt.
Schritt für Schritt legen die Kommissare ein Geflecht offen, das ganz München durchzieht. Vielleicht sucht der Unbekannte längst nach dem nächsten Opfer. Noch in derselben Nacht verdichten sich die Hinweise auf Mike Werner (Daniel Noël Fleischmann, 33). Als Batic und Leitmayr ihm eine Falle stellen, geraten sie selbst in Gefahr – obwohl sie sich geschworen haben, ihren letzten Einsatz lebend zu überstehen.
Doch ins Netz geht zunächst nicht der gesuchte Täter, sondern die junge Kara Roth (Lara Feith, 31), psychotisch und kaum ansprechbar nach einer Überdosis Captagon. Sie ist weder Mieterin noch Untermieterin, trägt jedoch einen auffälligen Schlüsselbund bei sich. Ist sie Mittäterin oder ein entkommenes Opfer? Offenbar sucht Mike Werner nach ihr – und so beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel, während Kara im Krankenhaus langsam wieder zu Kräften kommt. Auf dem Dach der Klinik kommt es schließlich zum entscheidenden Showdown…
Lohnt sich das Einschalten?
Ja – und zwar nicht bloß aus Pflichtgefühl zum Abschied. “Unvergänglich Teil 1” ist zunächst einmal ein richtig spannender Auftakt, der mehr Thriller als Abschiedsgala sein will. Der Fall ist düster, die Bedrohung greifbar, und Batic und Leitmayr geraten noch einmal in einen Einsatz, der ihnen alles abverlangt.
Das Beste daran: Der Film ruht sich nicht auf der Nostalgie rund um den Münchner Kult-“Tatort” aus. Stattdessen setzt Teil 1 auf Tempo, auf eine beklemmende Atmosphäre und auf genau die Chemie, die dieses Duo über Jahrzehnte getragen hat. Gerade weil der Abschied hier noch nicht permanent ausgestellt wird, funktioniert der Auftakt so gut.
Für langjährige Fans ist der Fall natürlich ohnehin Pflichtprogramm. Aber auch darüber hinaus ist der erste Teil der Doppelfolge sehenswert – weil er zeigt, dass Batic und Leitmayr zum Schluss eben nicht nur verabschiedet, sondern noch einmal ernsthaft gefordert werden. Ob der zweite Teil dieses Niveau hält, wird sich dann am Ostermontag zeigen.
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