News

+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran meldet Abschuss eines US-Kampfjets | ABC-Z

rtr | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Militärangaben zum zweiten Mal seit Beginn des Krieges vor fast fünf Wochen ein US-Kampfflugzeug abgeschossen. Der F-35-Jet sei in der Mitte des Landes zu Boden gegangen, teilt das Hauptquartier der iranischen Streitkräfte mit. Die Überlebenschancen des Piloten seien gering. Eine Stellungnahme aus den USA liegt zunächst nicht vor. Im März hatte das US-Militär die Notlandung eines F-35-Flugzeugs nach einem Einsatz über dem Iran gemeldet. Am Freitag gerieten auch mit den USA verbündete Länder erneut unter Beschuss: In Kuwait trafen Drohnen eine Raffinerie und lösten Brände aus, wie die staatliche Nachrichtenagentur des Emirats meldet. In Saudi-Arabien habe die Luftabwehr sieben Drohnen abgefangen, teilt das Verteidigungsministerium mit.

Hormus-Resolution nach Widerstand von Veto-Mächten abgeschwächt

ap | Eine geplante scharfe Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Sicherung der Straße von Hormus ist nach Widerstand der Veto-Mächte China, Russland, aber auch Frankreich deutlich abgeschwächt worden. In dem Textentwurf, der der Nachrichtenagentur AP vor der Abstimmung vorlag, wurden dem Einsatz militärischer Gewalt zum Schutz der Schiffe enge Schranken gesetzt. Zudem wurde die eigentlich auf Freitag angesetzte Abstimmung abgesagt. Vermutlich dürfte es am Samstag zu einem Votum kommen, hieß es aus UN-Kreisen.

Im ersten Entwurf des derzeitigen Vorsitzlandes Bahrain war noch vom Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt die Rede, eine Formulierung, die auch offensive Militäreinsätze eingeschlossen hätte. In dem endgültigen Text werden nur Verteidigungseinsätze autorisiert. Konkret werden die Staaten ermächtigt, „alle notwendigen und den Umständen angemessenen Verteidigungsmaßnahmen in der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern zu ergreifen“, um die Durchfahrt zu sichern und Versuche, die internationale Schifffahrt zu behindern, „für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten“ abzuwehren.

Mehrere arabische Golfstaaten hatten sich zuvor hinter den ursprünglichen Resolutionsentwurf gestellt. Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschassim Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten „alle roten Linien“ überschritten.

Israels Armee meldet Raketenangriffe aus dem Iran

afp | Die israelische Armee hat eine neue Welle von Raketenangriffen aus dem Iran gemeldet und die Luftverteidigung aktiviert. Es seien Raketen identifiziert worden, „die vom Iran in Richtung des Staatsgebiets Israels abgefeuert wurden“, teilte die israelische Armee am Freitagmorgen mit. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Raketen abzufangen.

Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass im Zentrum des Landes eine nicht abgefangene Rakete eingeschlagen sei. Dabei seien Häuser, Straße und Autos beschädigt worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Laut dem israelischen Militärradio wurde ein Bahnhof in Tel Aviv durch Splitter beschädigt.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, dass Gebiete in Tel Aviv sowie die Hafenstadt Eilat mit Raketen angegriffen worden seien. In Kuwait löste indes ein Drohnenangriff einen Brand in einer Raffinerie der staatlichen Ölgesellschaft aus. Mehrere Bereiche der Anlagen der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) stünden in Flammen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Kuna. Rettungsteams seien vor Ort im Einsatz.

Trump mit weiterer Zerstörung von Brücken und Kraftwerken

afp | Nach einem Angriff auf die größte Brücke im Iran hat US-Präsident Donald Trump mit einer weiteren Zerstörung der Infrastruktur des Landes gedroht. Die US-Armee habe „noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig ist“, erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Als nächstes seien „die Brücken, dann die Kraftwerke“ an der Reihe, fügte er hinzu.

Zuvor hatte der US-Präsident wiederholt betont, dass die Mehrheit der wichtigsten militärischen Ziele im Iran im Laufe des ersten Kriegsmonats bereits beschädigt oder zerstört worden seien. „Die Führung des neuen Regimes im Iran weiß, was zu tun ist, und es muss schnell geschehen!“, schrieb Trump weiter. Damit bezog er sich offenbar auf seine Forderung an Teheran, mit Washington ein Abkommen für eine Waffenruhe zu schließen.

Ex-Außenminister Irans wirbt für Frieden mit den USA

dpa | Der frühere iranische Außenminister Mohammed-Dschawad Sarif hat angesichts des verheerenden Kriegs für einen „echten“ Frieden mit den USA geworben. In einem Gastbeitrag für das Magazin „Foreign Affairs“ argumentierte Sarif, dass der Grundkonflikt gelöst werden müsse. Anstelle eines möglicherweise fragilen Waffenstillstands sei ein echtes Friedensabkommen nötig. Beide Staaten sollten „diese Katastrophe als Gelegenheit nutzen, um 47 Jahre der Kriegslust zu beenden“.

Gemeinsam mit Israel hatten die USA den Iran vor fast fünf Wochen angegriffen. Seitdem wurden Dutzende führende Vertreter aus Militär und Politik getötet, darunter auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und arabische Staaten am Golf. In der Straße von Hormus brachte das iranische Militär die Schifffahrt mit Attacken und Drohungen nahezu zum Erliegen, was die Ölpreise in die Höhe schnellen ließ. Ein schnelles Ende des Kriegs ist weiterhin nicht in Sicht.

Huthi-Miliz greift erneut Israel an

afp | Die von Teheran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben zum vierten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs Israel angegriffen. Ein Huthi-Sprecher sagte am Donnerstag, es seien mehrere ballistische Raketen auf feindliche Ziele im Raum Tel Aviv abgefeuert worden.

Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, eine aus dem Jemen in Richtung Israel abgefeuerte Rakete identifiziert zu haben. Abfangsysteme seien im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung. Am Mittwoch hatte die Huthi-Miliz im Jemen den bislang dritten Raketenangriff auf Israel verkündet; die Rakete wurde abgefangen.

Wegen Energieschock auch Kraftstoffrationierung denkbar

rtr | Die Europäische Union (EU) prüft Energiekommissar Dan Jorgensen zufolge „alle Möglichkeiten“ zur Bewältigung einer langanhaltenden Energiekrise. Dazu gehörten auch Kraftstoffrationierungen und die Freigabe weiterer Ölreserven, sagt Jorgensen der „Financial Times“. „Dies wird eine lange Krise sein … die Energiepreise werden für eine sehr lange Zeit höher sein“, zitiert das Blatt den Politiker. Zuvor hatte der Kommissar bereits erklärt, die EU ziehe eine Neuauflage der Krisenmaßnahmen wie zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022 in Betracht. Die Pläne umfassten die Begrenzung von Netzentgelten und Stromsteuern, sagte Jorgensen am Dienstag nach einer virtuellen Konferenz der EU-Energieminister.

Angriffe auf größte Brücke im Iran

afp | Bei neuen Angriffen auf den Iran ist die größte Brücke des Landes getroffen worden. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social ein Video von der B1-Brücke in Karadsch, in dem zu sehen ist, wie das Bauwerk teilweise einstürzt und dichter Rauch aufsteigt. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein, wird nie wieder benutzt werden“, schrieb Trump dazu.

Bei den Angriffen seien acht Menschen getötet und 95 weitere verletzt worden, berichteten das iranische Staatsfernsehen und die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Albors, in der sich die B1-Brücke befindet, Ghodratollah Seif.

Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor von zwei US-israelischen Angriffen auf die Brücke berichtet. Bei dem ersten Angriff habe es zwei zivile Opfer gegeben. Der zweite Angriff sei erfolgt, als Einsatzkräfte den Opfern zu Hilfe kommen wollten.

Kriegsvertriebene verändern den Alltag in Beirut

ap | Die libanesische Hauptstadt Beirut platzt aus allen Nähten. Vor einem Monat feuerte die schiitische Hisbollah-Miliz nach dem Angriff der USA und Israels auf ihre Schutzmacht Iran Raketen auf Israel, was israelische Bombardements im Libanon und eine Bodenoffensive auslöste. Seither sind mehr als eine Million Menschen aus dem Süden und Osten des Landes und den südlichen Vororten Beiruts geflohen. Viele drängten in die immer kleiner werdenden Gegenden der Hauptstadt, in denen noch keine Bomben gefallen sind.

Die israelischen Angriffe und Evakuierungsanordnungen – deren Ausmaß beispiellos ist und die nach Schätzungen humanitärer Organisationen 15 Prozent des vergleichsweise kleinen Landes betreffen – haben die Dörfer im Südlibanon entvölkert und fast die gesamte Bevölkerung der südlichen Vororte Zuflucht in Beirut suchen lassen. Das hat die Struktur der Stadt verändert und schürt Ängste.

US-Verteidigungsminister entlässt Heereschef

rtr | US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat überraschend den US-Heereschef Randy George entlassen. Dies berichten drei Vertreter des US-Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Das Pentagon bestätigte, George werde seinen Posten mit sofortiger Wirkung niederlegen und in den Ruhestand treten, obwohl seine Amtszeit noch mehr als ein Jahr gedauert hätte. Die Entlassung eines US-Generals während eines Krieges ist nahezu beispiellos. Einen Grund für den Schritt nannte das Ministerium nicht. Das US-Militär stockt seine Truppen im Nahen Osten zurzeit auf und greift weiterhin Ziele im Iran an.

Angriffe auf den Iran könnten Kriegsverbrechen sein

rtr | Mehr als 100 Völkerrechtsexperten aus den USA bezeichnen die US-Angriffe auf den Iran in einem offenen Brief als mögliche Kriegsverbrechen. In dem Brief heißt es, das Verhalten der US-Streitkräfte und Äußerungen hochrangiger US-Vertreter gäben Anlass zu „ernsthaften Bedenken hinsichtlich Verstößen gegen das internationale Menschenrecht und das humanitäre Völkerrecht, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen“.

Der Brief verweist insbesondere auf eine Äußerung von Präsident Donald Trump von Mitte März, wonach die USA Angriffe auf den Iran „nur zum Spaß“ ausführen ‌könnten. Zudem wird eine Aussage von Verteidigungsminister Pete Hegseth von Anfang März zitiert, wonach die USA nicht mit „dummen Einsatzregeln“ kämpften. Der Brief der Juristen von Elite-Universitäten wie Harvard, Yale und Stanford wurde auf der Webseite der Fachzeitschrift „Just Security“ veröffentlicht.

Mehrere Golfstaaten unterstützen Hormus-Resolution

ap | Mehrere arabische Golfstaaten haben sich hinter einen Resolutionsentwurf für eine notfalls robuste Gewährleistung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gestellt. Bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag sagte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats, Dschassim Albudaiwi, der Iran habe mit seinen Vergeltungsangriffen auf Nachbarstaaten „alle roten Linien“ überschritten.

Gespräche über die regionale Sicherheit ohne Einbeziehung der sechs Mitgliedstaaten des Kooperationsrats dürfe es nicht geben, erklärte Albudaiwi. Dabei handelt es sich um Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate.

Bahrain, das derzeit den Vorsitz des UN-Sicherheitsrats innehat, hat angekündigt, den Resolutionsentwurf am Freitag zur Abstimmung bringen zu wollen. Allerdings haben Russland und China Zweifel am Text des Entwurfs angemeldet. Laut einem UN-Diplomaten, der anonym bleiben wollte, beanstanden sie, dass eine Formulierung zu weit gehe, die den Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt autorisiere.

Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb

dpa | Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran hat ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb eingestellt. Das Ausmaß der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen „Shargh“ und „Hammihan“ unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen. Israel und die USA zielen nach mehr als vier Wochen Krieg inzwischen auch auf zivile Infrastruktur und Industriegebiete.

Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.

Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur

dpa | Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des „Öl-Hauptquartiers“ der iranischen Streitkräfte gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.

Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft.

Argentinien weist ranghöchsten iranischen Diplomaten aus

afp | Argentinien hat den iranischen Geschäftsträger Mohsen Soltani Tehrani zur unerwünschten Person erklärt und ihn des Landes verwiesen. Soltani müsse Argentinien binnen 48 Stunden verlassen, teilte das argentinische Außenministerium am Donnerstag mit. Grund sei eine Erklärung des iranischen Außenministeriums, welche „falsche, beleidigende und unbegründete Anschuldigungen“ gegen Argentinien enthalten habe, erklärte das Ministerium weiter. Tehrani ist der ranghöchste iranische Diplomat in Argentinien.

Zwei Tage zuvor hatte Argentinien – dessen Präsident Javier Milei ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump ist – die iranischen Revolutionsgarden als „Terrororganisation“ eingestuft.

Das iranische Außenministerium bezeichnete dies als „illegale und ungerechtfertigte Aktion“, die auf Druck Israels und der USA erfolgt sei. Es handele sich um einen „strategischen Fehler und eine unverzeihliche Beleidigung der iranischen Nation“.

Argentinien reagierte auf diese Erklärung nun mit dem Rauswurf des iranischen Geschäftsträger Tehrani. Das argentinische Außenministerium erklärte zudem, Argentinien werde „keinerlei Vorwürfe oder Einmischungen seitens eines Staates dulden, der seine internationalen Verpflichtungen systematisch verletzt hat und weiterhin den Lauf der Justiz behindert“.

Russland: Straße von Hormus ist für uns offen

rtr | Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow für Russland nicht gesperrt. „Sie ist für uns offen“, sagt Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen. Details dazu wurden zunächst nicht genannt.

Angriffe auf arabische Länder gehen weiter

dpa | Auch in der fünften Woche des Iran-Kriegs gibt es weiterhin Angriffe auf arabische Länder. Aus Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien kamen zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.

Die Armee von Kuwait teilte auf X mit, zwei Raketen und 13 Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgeschossen zu haben. Auch Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten den Abschuss von Raketen und Drohnen. Saudi-Arabien habe am Donnerstag eine Rakete, die auf den ölreichen Osten des Landes abzielte, und weitere Drohnen abgefangen, hieß es vom Verteidigungsministerium des Landes. Katar meldete den Abschuss von Drohnen. Nicht am Golf, aber dennoch betroffen war Jordanien: Die Streitkräfte des Landes meldeten den Abschuss einer Rakete. Behörden seien dort zudem Berichten über herabfallende Trümmerteile nachgegangen.

Israel: Erneut Rakete aus dem Jemen abgefeuert

afp | Die israelische Armee hat am Donnerstag nach eigenen Angaben erneut eine Rakete identifiziert, die aus dem Jemen Richtung Israel abgeschossen worden sei. Abfangsysteme seien im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung. Es war der vierte derartige Vorfall seit Beginn des Iran-Krieges.

Am Mittwoch hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen den bislang dritten Raketenangriff auf Israel verkündet; die Rakete wurde abgefangen. Die Miliz ist wie die islamistische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen „Achse des Widerstands“. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. Am vergangenen Samstag hatte die Huthi-Miliz ihren Eintritt in den Iran-Krieg verkündet.

Österreich verweigert USA Überflugrechte

rtr | Österreich verweigert den USA wegen seines Neutralitätsgesetzes die Nutzung seines Luftraums für Militäroperationen gegen den Iran. Das Verteidigungsministerium bestätigt entsprechende Berichte der Agentur APA, wonach die USA mehrere Überfluggesuche gestellt haben. Alle militärischen Anfragen der USA im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt seien abgelehnt worden, sagt ein Ministeriumssprecher. Österreich wende das gleiche Prinzip auch auf andere Staaten an, die in militärische Konflikte verwickelt seien.

Explosionen in Jerusalem zu hören

afp | In Jerusalem sind am Donnerstag mehrere Explosionen zu hören gewesen, nachdem die israelische Armee vor sich nähernden iranischen Raketen gewarnt hatte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten mindestens vier Detonationen, außerdem ertönten Sirenen. Die Armee rief Bewohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Abfangsysteme seien aktiviert worden.

Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv

dpa | Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume. Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten.

Back to top button