Rettungsstellen der Charité bei Feuerwehr abgemeldet | ABC-Z

Berlin – In der Charité ist es zu einem komplexen IT-Systemausfall an allen Klinikstandorten gekommen. Die Berliner Feuerwehr konnte die betroffenen Krankenhäuser nach B.Z.-Informationen nicht anfahren.
Auf B.Z.-Anfrage bestätigte Charité-Sprecher Markus Heggen: „Nach einem Defekt in einem Rechenzentrum der Charité kommt es seit dem Mittag zu technischen Störungen im IT-System an allen drei bettenführenden Campi.“
So lief der Dienstag an der Charité
Den ganzen Tag arbeiteten die Spezialisten unter Hochdruck an einer Lösung. Am frühen Abend waren noch Teilsysteme gestört oder funktionierten nur zeitverzögert. Die Patientenversorgung sei aber stabil. „Wir haben dennoch sicherheitshalber die zentralen Notaufnahmen abgemeldet, sodass sie von der Feuerwehr nicht angesteuert werden“, erklärt Heggen.

Das sei laut Heggen eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen. Die Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme seien weiter behandelt worden. Auch Menschen, die zu Fuß ankamen, wurden seinen Angaben nach behandelt.
Charité geht derzeit nicht von Cyberangriff aus
Er beruhigt: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt spricht nichts für einen Cyberangriff! Wir gehen von einem unerfreulichen technischen Problem aus.“ Am späteren Abend die Entwarnung: Alle Systeme konnten wieder hochgefahren werden.
Jeden Tag werden in Berlin Einrichtungen des Gesundheitssystems von Cyberkriminellen angegriffen. Das sagte Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (59, SPD) kürzlich im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Zudem ist es in letzter Zeit zu Einbrüchen, Drohnenüberflügen und Anschlägen mit Kugelbomben in Kliniken gekommen.





















