WM-Qualifikation: Italien qualifiziert sich wieder nicht für die Fußball-WM | ABC-Z

Bosnien-Herzegowina – Italien 1:1 (1:1, 0:1) n. V., 4:1 i. E.
Italien hat erneut die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft
verpasst. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso verlor das
Play-off-Finale trotz früher Führung durch Moise Kean (15.) im
Elfmeterschießen mit 1:4. Lange musste Italien nach der Roten Karte
gegen Alessandro Bastoni (41.) in Unterzahl spielen. Haris Tabaković
traf für Bosnien zum Ausgleich (79.), Esmir Bajraktarević verwandelte
den entscheidenden Elfmeter.
Schon 2018 und 2022 mussten die Italiener
bei der WM zuschauen, weil sie in der Qualifikation gescheitert waren. Bosnien
fährt damit zum zweiten Mal nach 2014 zu einer WM. Das von
Schalke-Stürmer Edin Džeko angeführte Team trifft in Gruppe B auf
die Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada.
Tschechien – Dänemark 2:2 (1:1, 1:0) n. V., 3:1 i. E.
Tschechien
hat sich erstmals seit 20 Jahren für eine WM qualifiziert. Im Finale
gegen Dänemark stand es nach 120 Minuten 2:2, erst im Elfmeterschießen
setzten sich die Tschechen mit 3:1 durch. Rasmus Højlund, Anders Dreyer
und Mathias Jensen scheiterten für Dänemark vom Punkt, Michal Sadilek
verwandelte den entscheidenden letzten Elfmeter. Zuletzt war das
tschechische Team 2006 bei der WM in Deutschland dabei.
In der regulären
Spielzeit und Verlängerung hatten Pavel Šulc (3.) und Ladislav Krejčí (100.) die Gastgeber jeweils in Führung gebracht, Joachim Andersen (72.)
und Kasper Høgh (111.) glichen für Dänemark aus. Fünf Tage zuvor hatten
die Tschechen bereits im Halbfinale gegen Irland nach einem
0:2-Rückstand erst im Elfmeterschießen gewonnen. Bei der WM trifft
Tschechien in Gruppe A auf Südkorea, Südafrika und Co-Gastgeber Mexiko.
Kosovo – Türkei 0:1 (0:0)
Die
Türkei hat sich durch ein 1:0 gegen Kosovo für die WM qualifiziert.
Kerem Aktürkoğlu erzielte in der 53. Minute das entscheidende Tor. Für
die Türkei ist es nach 1954 und 2002 die dritte WM-Teilnahme. In der
Vorrunde trifft die Türkei in Gruppe D auf Co-Gastgeber USA, Australien und
Paraguay.
Kosovo verpasste damit die historisch erste
Qualifikation für ein großes Fußballturnier. Der deutsche Trainer Franco
Foda und sein Team hatten sich trotz zahlreicher Chancen nicht belohnt.
Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani war eine der zentralen Figuren des
kosovarischen Angriffsspiels.
Schweden – Polen 3:2 (2:1)
Schweden
hat sich mit einem 3:2 gegen Polen für die WM qualifiziert und trifft
in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien. Die Tore erzielten
Anthony Elanga (20.), Gustaf Lagerbielke (44.) und Viktor Gyökeres
(88.). Gyökeres hatte bereits im Halbfinale dreimal getroffen. Für Polen
trafen Nicola Zalewski (33.) und Karol Świderski (55.).
Robert Lewandowski hat damit seine möglicherweise letzte Chance auf eine WM-Teilnahme verpasst. Auf Instagram deutete der 37-Jährige im Anschluss seinen Abschied aus der polnischen Nationalmannschaft an: Er veröffentlichte dort ein Foto, auf dem er mit Tränen in den Augen seine Kapitänsbinde in der Hand hält. Dazu lief Time to Say Goodbye. Vor vier Jahren hatten Polen
und Schweden ebenfalls ein Play-off-Duell um die WM-Qualifikation
ausgetragen, damals setzte sich das Team um Lewandowski durch.
DR Kongo – Jamaika 1:0 (0:0, 0:0)
Für die WM qualifiziert hat sich auch die Demokratische Republik Kongo – und das erstmals seit der Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland, als das Land noch Zaire hieß. Mit einem 1:0 nach Verlängerung gegen Jamaika sicherte sich die Mannschaft aus Afrika ein Ticket für die WM in Mexiko, Kanada und den USA. Im Stadion von Guadalajara traf Axel Tuanzebe in der 100. Minute zum 1:0 für DR Kongo. Zuvor hatte die Mannschaft bereits zahlreiche Chancen vergeben. In Gruppe K trifft das Land bei der WM auf Portugal, Usbekistan und Kolumbien.





















