BSW-Mitgründerin Nastić verlässt die Partei | ABC-Z

Żaklin Nastić hat das BSW verlassen. Das hat eine Parteisprecherin bestätigt. In einem Austrittsschreiben, das die Nachrichtenagentur dpa zitierte, übt Nastić deutliche Kritik am Kurs des BSW und an Co-Chefin Amira Mohamed Ali.
Nastić gehörte zu den Gründungsmitgliedern des BSW. Sie hatte vor mehr als zwei Jahren gemeinsam mit Sahra Wagenknecht die Linke verlassen, um die neue Partei aufzubauen. Bei der Bundestagswahl 2025 trat sie noch als Spitzenkandidatin des BSW Hamburg an.
In ihrem Schreiben wirft Nastić Mohamed Ali vor, zunehmend für “katastrophale Wahlergebnisse, schlechte Ausstrahlung und miserable Außenwirkung in sozialen Medien” zu stehen. Sie verlasse die Partei wegen “Katzbuckelei” vor Medien. Genau solches Verhalten habe sie einst zum Austritt aus der Linken bewogen.
Nastić kritisierte in ihrem Schreiben außerdem eine aus ihrer Sicht fehlende friedenspolitische Ausrichtung. Viele “erfahrene Antiimperialisten”, die für eine Zusammenarbeit mit der AfD geworben hätten, seien nicht in die Partei aufgenommen worden; bei den Regierungsbildungen in Brandenburg und Thüringen sei “mit der doch eher gemäßigten AfD nicht einmal verhandelt” worden. Das BSW hat eine Kooperation mit der AfD stets abgelehnt. Zugleich lobte Nastić AfD-Co-Chef Tino Chrupalla dafür, den Abzug der US-Soldaten aus Deutschland zu fordern. Dagegen würde die BSW-Spitze “hier nur herumeiern”.
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