News

Israels Armee will “Pufferzone”: Katz will Grenzdörfer im Libanon “nach Vorbild des Gazastreifens” zerstören | ABC-Z

Israels Armee will “Pufferzone”Katz will Grenzdörfer im Libanon “nach Vorbild des Gazastreifens” zerstören

31.03.2026, 14:29 Uhr

Israel Katz will die gesamte israelische Kontrolle über das Land südlich des Flusses Litani. (Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa)

Israels Armee marschiert in den Libanon ein und vertreibt die Menschen zu Hunderttausenden. Nun wird Verteidigungsminister Katz noch drastischer: Er will die Häuser in Dörfern an der Grenze zerstören, wie es die Truppen schon im Gazastreifen getan haben.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz will alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon “nach dem Vorbild des Gazastreifens” zerstören. Katz sagte weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die zur Flucht in den Norden aufgerufen wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis “die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet” sei. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei.

Im Libanon sind über eine Million Menschen auf der Flucht, während die israelische Armee immer weiter vorrückt. Israelische Regierungsbeamte geben an, der militärische Vormarsch habe zum Ziel, eine “Pufferzone” im Grenzgebiet zu errichten. Immer wieder berichten das israelische Militär und die feindliche Hisbollah von Gefechten und Toten.

Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze. Seit Beginn der neuen Auseinandersetzungen wurden durch israelische Angriffe nach Angaben der libanesischen Behörden insgesamt mindestens 1238 Zivilisten getötet, darunter 124 Kinder.

“Die Folgen des Konflikts im Nahen Osten treffen diejenigen am härtesten, die keinerlei Schuld daran tragen: die Ärmsten und Schwächsten”, schreibt UN-Generalsekretär António Guterres in einem Statement. “Krieg ist keine Lösung. Wir brauchen einen Ausweg aus dieser Katastrophe.”

Währenddessen ist Israel nach Angaben eines Militärsprechers auf “weitere Wochen” der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagt Militärsprecher Nadaw Schoschani vor Reportern. “Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür.” Der Angriff Israels und der USA auf den Iran hat Ende Februar begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte damals gesagt, der Einsatz werde vier Wochen oder weniger dauern.

Quelle: ntv.de, toh/rts/AFP

Back to top button