Ismaning: Pläne für bisher größtes Solarfeld im Landkreis München werden konkret – Landkreis München | ABC-Z

Der Gemeinderat Ismaning hat beschlossen, für eine 42,9 Hektar große Freiflächen‑Photovoltaikanlage einen Bebauungsplan aufzustellen. Damit soll Baurecht für vier im Ismaninger Moos verteilte Solarfelder geschaffen werden. Außerdem gab das Gremium grünes Licht, die nötigen Planungen für ein neues Umspannwerk mit Batteriespeicher einzuleiten.
Die Stadtwerke München (SWM) wollen die Solaranlagen im Umfeld der alten Ismaninger Senderanlage errichten und betreiben. Auf dem Gelände verfügen der Bayerische Rundfunk und die Stadt München über umfangreiche Flächen, die für das Projekt zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt wird in Ismaning nicht überall mit Begeisterung aufgenommen. Kritiker fürchten Beeinträchtigungen für die Pflanzen- und Tierwelt in den abgeschiedenen Naturräumen des Mooses – etwa durch überbaute Wiesenflächen, durch Lichtreflexe der Module oder auch durch mögliche Einzäunungen. Nach dem Beschluss des Gemeinderats können die Pläne jetzt konkretisiert werden. Sobald ein Vorentwurf vorliege, würden die Öffentlichkeit und die Behörden frühzeitig beteiligt, teilt das Rathaus mit. Für die vorhabenbezogenen Bebauungspläne ist eine Umweltprüfung vorgesehen.
Die geplante Anlage wäre mit einer Spitzenleistung von 52 Megawatt nach aktuellem Stand die mit Abstand größte Freiflächen‑Photovoltaikanlage im Landkreis München. Nach Angaben der SWM sollen die Solarfelder vor allem auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und überwiegend auf Grünland entstehen. Mit dem Bau wollen die Stadtwerke voraussichtlich 2027 oder 2028 beginnen. Geplant ist eine jährliche Stromerzeugung von rund 60 Gigawattstunden – genug, um bis zu 24 000 Haushalte zu versorgen.
Zum Vergleich: Erst Anfang 2026 ging zwischen Oberschleißheim und Unterschleißheim, östlich der Bahnlinie, eine Freiflächenanlage mit zehn Megawatt Spitzenleistung ans Netz – bislang die größte im Landkreis München. Die 18 000 Module bedecken laut Bundesnetzagentur eine Fläche von etwa zehn Hektar.





















