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“Polizeiruf 110: Goldraub”: Nach Jahren wieder ein Krimi aus Potsdam | ABC-Z

Am 29. März gibt es mal wieder ein Intermezzo zwischen dem Sonntagskrimi und Potsdam. 17 Jahre ist es inzwischen her, dass im “Polizeiruf 110” zuletzt in der brandenburgischen Landeshauptstadt ermittelt wurde. Im neuen Fall “Goldraub” (Das Erste, 20:15 Uhr) müssen die Ermittler Vincent Ross (André Kaczmarczyk, 40) und Karl Rogov (Frank Leo Schröder, geb. 1961), eigentlich aus dem deutsch-polnischen Grenzgebiet Swiecko, den Überfall auf eine Goldschmiede-Manufaktur aufklären. Dabei wurden nicht nur der Besitzer getötet, sondern auch eine historische Schmucksammlung aus dem Potsdam-Museum entwendet.

Um den Täter zu finden, durchstreifen die Kommissare ganz Potsdam: vom Alten Markt über das Holländische Viertel, die Plattenbausiedlungen oder das Villenviertel in Babelsberg, und natürlich ermitteln sie auch im Museum. Die von ihren verschiedenen urbanen Milieus geprägte Stadt wird damit zu einem zentralen Teil der Handlung.

Schön auf den zweiten Blick

Beim letzten Potsdam-“Polizeiruf 110” war noch ein ganz anderes Team im Einsatz: Polizeihauptmeister Horst Krause alias Horst Krause (1941-2025) und Kriminalkommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge, 69) ermittelten in “Falscher Vater” – ein düsterer Fall aus der Plattenbausiedlung über die irakische Community Potsdams. Verantwortlich für “Falscher Vater” und “Goldraub” war mit Heike Streich ein und dieselbe Produzentin. “Nach 17 Jahren hatten die Redaktion und ich den Eindruck, dass unbedingt wieder eine Episode in der Landeshauptstadt spielen sollte”, erklärt sie dem rbb.

Gedreht wurde der Fall im vergangenen Sommer an 15 Drehtagen. Zuvor hatte Regisseur Felix Karolus die Schauplätze zu Fuß abgelaufen, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen. “Ich habe viele besondere und manchmal auch erst auf den zweiten Blick schöne Orte gefunden”, erzählt er. Und auch die Darsteller fühlten sich wohl: André Kaczmarczyk schätzte vor allem, dass man im Unterschied zu den Sets auf dem Land in Potsdam in den Drehpausen wenigstens auch mal ein Café aufsuchen konnte.

Kein fester Sonntagskrimi in Potsdam

Dass das pittoreske Potsdam keinen eigenen Sonntagskrimi hat, ist sowieso überraschend. Ein “Tatort”-Team war dort noch nie fest angesiedelt, lediglich die Berliner Ermittler unternehmen hin und wieder Ausflüge in die Nachbarstadt. Beim “Polizeiruf 110” wundert es aber noch mehr, denn die Reihe war ursprünglich die Antwort des DDR-Fernsehens auf die Krimireihe aus dem Westen und hätte mit Potsdam einen schönen Ost-Schauplatz gehabt. Mit Kommissariaten im deutsch-polnischen Grenzgebiet, in Magdeburg, Rostock und, gerade zu Ende gegangen, in Halle (Saale) bleibt er seinen ostdeutschen Wurzeln auch bis heute treu. Lediglich das Team aus München schlägt da aus der Art.

Doch Krimifans aus Potsdam bekommen ihre Stadt natürlich trotzdem regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Mit “SOKO Potsdam” gibt es im ZDF seit 2018 eine eigene Krimireihe aus der Landeshauptstadt. Im Januar startete die achte Staffel des Krimiformats mit Michael Lott und Yung Ngo als Bernhard Henschel und Thomas Brandner.


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