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Krieg in Iran: Trump kritisiert Merz und droht der NATO | ABC-Z

Stand: 28.03.2026 • 09:31 Uhr

Im Krieg gegen Iran lehnt die NATO eine militärische Absicherung der Straße von Hormus weiter ab. Dafür hat US-Präsident Trump nun Kanzler Merz direkt attackiert – und der Allianz erneut gedroht.

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert.

Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami erneut zunächst die NATO-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: “Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: ‘Das ist nicht unser Krieg’.” Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.

Bereits am Vortag hatte Trump Deutschland kritisiert. Er habe es als “unangemessen” empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: “Das ist nicht unser Krieg.” Trump nannte dabei allerdings keinen konkreten Namen und schrieb die Äußerung der Regierungsspitze zu. Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte noch gestern Abend in den tagesthemen davon gesprochen, beim G7-Außenministertreffen haben man die Spannungen ausräumen können und sei sich “freundschaftlich” begegnet.

Trump droht NATO-Partnern

Der US-Präsident hatte NATO-Verbündete um Hilfe bei der militärischen Absicherung der durch den Iran-Krieg quasi blockierten Schifffahrt durch die Straße von Hormus gebeten. Die Meerenge ist sehr wichtig für den weltweiten Ölhandel. Weil die NATO-Partner der Aufforderung nicht nachkamen, hatte er sie wiederholt mit scharfen Worten kritisiert.

Am Freitag stellte Trump die Unterstützung anderer NATO-Partner durch die USA infrage. “Wir wären immer für sie da gewesen, aber jetzt, angesichts ihres Verhaltens, müssen wir das wohl nicht mehr, oder?”, sagte Trump.

Merz hatte Trump dagegen zuvor für dessen Agieren im Iran-Krieg kritisiert. “Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang”, sagte Merz. “Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.”

Witkoff: Gespräche noch in dieser Woche

Der Krieg dauert seit vier Wochen an und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Sondergesandte der US-Regierung, Steve Witkoff, rechnet aber noch in dieser Woche mit Gesprächen mit dem Iran für ein Ende des Kriegs. Dabei erwarte man auch eine Antwort auf einen den Iranern vorliegenden 15-Punkte-Plan der USA. In welchem Rahmen die von Witkoff erwähnten Gespräche stattfinden sollen, sagte er nicht.

Die gegenseitigen Angriffe gingen in der Nacht unvermindert weiter. Israel griff nach Armeeangaben in der Nacht “Terrorziele” in ganz Teheran an. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA meldete zudem einen erneuten Angriff nahe dem iranischen AKW Buschehr. Zugleich schoss Iran Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten und Israel.

Zwölf verletzte US-Soldaten

Nach einem Bericht des Wall Street Journals wurden zudem zwölf US-Einsatzkräfte bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien verletzt. Sie befanden sich in einem Gebäude auf der Prince Sultan Airbase, das bei der Bombardierung getroffen wurde, wie die US-Zeitung unter Berufung auf US- und arabische Vertreter berichtete.

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