Trump verewigt sich auf Dollar-Scheinen – auch Goldmünzen mit Konterfei geplant | ABC-Z

Donald Trump sieht seinen Namen gerne auf Dingen stehen. Noch als Immobilien-Mogul war das Markenzeichen seiner Trump-Tower der überdimensionierte „Trump“-Schriftzug über dem Eingangsbereich. Als US-Präsident erreicht der von ihm befeuerte Personenkult neue Dimensionen. Nach einem Kriegsschiff und dem wichtigsten Kulturzentrum der USA sollen nun auch die Dollar-Scheine seinen Namen tragen. Trumps Unterschrift soll in Zukunft auf den Banknoten verewigt werden.
„Es gibt keinen eindrucksvolleren Weg, die historischen Errungenschaften unseres großartigen Landes und von Präsident Donald J. Trump zu würdigen, als US-Dollar-Scheine, die seinen Namen tragen“, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag. Der Schritt stellt ein Novum für einen amtierenden US-Präsidenten dar.
Dollar-Scheine mit Trumps Unterschrift sollen zum 250. Jubiläum der USA erscheinen
Traditionell tragen Dollar-Scheine die Unterschriften des Schatzmeisters der USA und des Finanzministers. Die neuen Scheine sollen jedoch neben Bessents auch Trumps Unterschrift zieren. Der US-Finanzminister begründete den Schritt mit Trumps Bilanz als Präsident: „Unter der Führung von Präsident Trump befinden wir uns auf einem Weg zu beispiellosem Wirtschaftswachstum, dauerhafter Dollar-Dominanz sowie fiskalischer Stärke und Stabilität“, erklärte er. Die Banknoten sollen anlässlich der diesjährigen Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA in Umlauf gebracht werden.

US-Präsident Donald Trump zeigt im letzte Jahrseine Unterschrift unter den „One Big Beautiful Bill Act“, sein Gesetz über Steuererleichterungen und Ausgabenkürzungen, vor dem Weißen Haus. (Archivbild)
© Evan Vucci/AP/dpa | Evan Vucci
Wie die „New York Times“ berichtet, gab es während Präsident Obamas Amtszeit einen Vorstoß, Harriet Tubman, die ehemalige Sklavin, Abolitionistin und Fluchthelferin der Underground Railroad, auf dem 20-Dollar-Schein abzubilden. Während Trumps erster Amtszeit wurde das Projekt eingestampft. Umso aufgebrachter zeigen sich nun die Demokraten über Trumps Unterschrift auf den Banknoten.
„Das Beharren des Präsidenten darauf, seinen Namen während seiner Amtszeit auf Geldscheinen, Münzen und nationalen Denkmälern zu platzieren, widerspwricht den Idealen unseres Landes“, zitiert die „New York Times“ Senatorin Jeanne Shaheen, eine Demokratin aus New Hampshire. Shaheen verfasste den Gesetzentwurf zur Abbildung Tubmans auf dem 20-Dollar-Schein. „Wir sollten unser 250-jähriges Jubiläum feiern, indem wir die Helden ehren, die unsere Nation zu dem gemacht haben, was sie heute ist – und nicht ein weiteres Eitelkeitsprojekt des amtierenden Präsidenten unterstützen.“
US-Schatzmeister plant Dollar-Münzen mit Trumps Konterfei
Der beispiellose Schritt ist Trumps jüngster Versuch, langjährige Gepflogenheiten zu umgehen und der US-Währung seinen Stempel aufzudrücken. In der vergangenen Woche hatte die Kommission für Schöne Künste die Herstellung einer 24-Karat-Goldmünze mit Trumps Konterfei gebilligt. Der Verkaufspreis der Münze ist bisher nicht bekannt. Ähnliche Gedenkmünzen der US-Prägeanstalt wurden in der Vergangenheit für mehr als 1000 Dollar verkauft. Daneben sind laut US-Schatzmeister Brandon Beach zwei weitere Trump-Münzen geplant: Eine Ein-Dollar-Münze sowie eine Goldmünze von einer Unze.
mit afp





















