News

Iran-Liveblog: ++ Pakistan bestätigt Vermittlung zwischen Iran und USA ++ | ABC-Z


liveblog

Stand: 26.03.2026 • 12:57 Uhr

Pakistan hat erstmals seine Vermittler-Rolle zwischen den Vereinigten Staaten und Iran bestätigt. Israel hat nach eigenen Angaben den Marine-Chef der Islamischen Revolutionsgarde getötet.

Das Nachrichtenportal Axios berichtet unter Berufung auf zwei US-Offiziere sowie zwei weitere Quellen, dass das Pentagon militärische Optionen für einen “finalen Schlag” gegen Iran entwickle. Sie beschreiben vier Optionen, aus denen US-Präsident Donald Trump auswählen könne, darunter die Invasion oder Blockade der Insel Charg oder anderer strategisch wichtiger Inseln sowie die Blockierung oder Beschlagnahmung von Schiffen, die iranisches Öl auf der Ostseite der Straße von Hormus exportieren.

Laut Axios hat das US-Militär zudem Pläne für Bodenoperationen im iranischen Hinterland vorbereitet, um das in Atomanlagen gelagerte angereicherte Uran zu sichern. Doch anstatt solch einer riskanten Operation könnten die USA auch Luftangriffe auf die Anlagen durchführen, um Iran daran zu hindern, auf das Material zugreifen, hieß es. Laut Bericht glauben einige US-Beamte, dass eine vernichtende Machtdemonstration die Verhandlungsposition in Friedensgesprächen stärken würde oder für Trump Anlass sein könnte, einen Sieg zu verkünden.

Pakistan hat erstmals die Vermittlung zwischen den Vereinigten Staaten und Iran bestätigt. Sein Land habe Nachrichten zwischen beiden Ländern weitergeleitet, teilte Pakistans Außenminister Ishaq Dar auf der Plattform X mit. In diesem Kontext sei auch ein 15-Punkte-Plan von den Vereinigten Staaten geteilt und von Iran erwogen worden, so der Minister weiter. Auch die Türkei und Ägypten sowie weitere nicht benannte Staaten, unterstützten die Initiative.

Die Bundesbank erwartet wegen des Iran-Kriegs einen Inflationsschub in Deutschland und einen spürbaren Dämpfer für die Konjunktur – schlimmstenfalls bis in die zweite Jahreshälfte hinein. Die Inflationsrate werde in den kommenden Monaten deutlich steigen, schrieb die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht und verwies auf die hochgeschnellten Sprit- und Heizölpreise wegen der Kämpfe im Nahen Osten. “Infolgedessen dürfte die Inflationsrate in nächster Zeit deutlich in Richtung drei Prozent ansteigen.” Die weitere Entwicklung hänge maßgeblich vom Verlauf des Kriegs ab, so die Bundesbank.

Die Islamische Revolutionsgarde hat einer Analyse zufolge in der Straße von Hormus eine Art “Mautstellen”-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt. Dabei müssten Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und eine von der Revolutionsgarde begleitete Durchfahrt durch einen einzigen kontrollierten Korridor akzeptieren, hieß es in einer Publikation des Schifffahrts-Magazins Lloyd’s List. Das Magazin beruft sich dabei unter anderem auf Schifffahrtsdaten und mehrere mit dem neuen System vertraute Quellen. Teilweise sollen Gebühren verlangt worden sein.

Seit dem 13. März hätten insgesamt 26 Schiffe die Meerenge auf dieser Route um die Insel Larak vor der Südküste Irans durchquert. Mit Hilfe von Echtzeit-Schiffsverkehrsdaten konnten nach dem 15. März keine Durchfahrten mehr über die übliche Route erfasst werden, wie es hieß. In weiteren 21 Fällen habe aufgrund fehlender Daten keine Umleitung bestätigt werden können.

US-Präsident Donald Trump wirft der NATO erneut mangelnde Unterstützung vor. In Großbuchstaben schrieb er auf seinem Online-Dienst Truth Social, die NATO-Staaten hätten “absolut nichts” getan, um bei Iran behilflich zu sein. Die USA seien auf die NATO nicht angewiesen, aber sie würden diesen sehr wichtigen Moment in der Geschichte niemals vergessen.

In einem weiteren Beitrag auf der Plattform sagte Trump, die iranischen Verhandlungsführer seien “seltsam” – sie “bettelten” die USA an, einen Deal zu machen. Iran selbst hatte zuletzt Verhandlungen mit den USA mehrfach dementiert. D

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat den Tod des Marine-Chefs der iranischen Revolutionsgarden, Alireza Tangsiri, bekannt gegeben. Er soll zusammen mit anderen Marine-Kommandeuren bei einem israelischen Angriff in der vergangenen Nacht getötet worden sein.

Katz machte Tangsiri für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich. Seine Tötung sei eine “klare Botschaft” an die Führer des iranischen Militärs. Iran bestätigte den Tod des Marine-Chefs bisher nicht.

Die US-Regierung erwägt einem Bericht der Washington Post zufolge, für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Grund dafür sei, dass der Krieg in Iran Bestände des US-Militärs an besonders wichtiger Munition verbrauche, wie die US-Zeitung aus Kreisen des Pentagon erfahren haben soll.

Unterdessen warnte der deutsche Bundeswehrverband davor, inmitten des Nahost-Konfliktes den Fokus auf den Krieg ind er Ukraine zu verlieren. Dies biete für Russland zunehmend eine günstige Gelegenheit, seine Angriffe zu verstärken und auszuweiten, sagte Verbandschef André Wüstner gegenüber der Rheinischen Post.

Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf von einer Liste potenzieller Angriffsziele genommen. “Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ausschalten”, sagt ein Vertreter der pakistanischen Regierung der Nachrichtenagentur Reuters.

“Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann.” Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen.

Mehrere Golfstaaten haben am Morgen Drohnen- und Raketenbeschuss gemeldet. Zwei Menschen wurden nach Behördenangaben in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch Trümmerteile getötet, die auf das Abfangen einer ballistischen Rakete zurückgeführt wurden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.

Menschen in Dubai wurden über ihre Handys vor Raketen gewarnt. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe mehrere Drohnen über der ölreichen Ostprovinz abgefangen. Auch Kuwait gab an, auf iranische Geschosse zu reagieren. In Bahrain wurde mit Sirenen vor Raketenangriffen gewarnt.

Iran und seine Nachbarländer am Persischen Golf

Nach Angaben des Militärs hat es erneut intensiven Raketenbeschuss aus Iran gegeben. Betroffen war demnach unter anderem der Großraum Tel Aviv. Sechs Menschen seien in der arabisch geprägten Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Neben Tel Aviv gab es zudem in Jerusalem und im Norden Israels Angriffe, auch aus dem Libanon.

Aktivisten in Iran zufolge hat es am frühen Morgen heftige Angriffe rund um Isfahan gegeben. Die Stadt liegt etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran. Medienberichte stützen die Aussagen. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, teilte mit, die Angriffe hätten zwei Wohngebiete getroffen.

Das israelische Militär hatte zuvor mitgeteilt, eine “umfangreiche Welle von Angriffen” in Iran, darunter auch Isfahan, abgeschlossen zu haben. In Isfahan befindet sich eine große iranische Luftwaffenbasis, weitere militärische Einrichtungen sowie ein Nuklearstandort.

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs mehr als 10.000 Ziele getroffen. Laut dem Chef des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper, wurden 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine zerstört. Zudem seien mehr als zwei Drittel der Munitionsfabriken getroffen worden.

“Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen”, so Cooper.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. “Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar”, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.

Nötig sei eine diplomatische Lösung “so schnell wie möglich”, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. “Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen”, sagte Pistorius.

Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. “Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern”, sagte Pistorius und ergänzte: “Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.”

Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit Iran gesprochen. “Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen”, sagte er bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington.

“Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden.” Trump fügte hinzu: “Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden.”

Den oppositionellen Demokraten warf er vor, zu versuchen, “von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen.” In Anspielung auf Forderungen der Demokraten, die Trump-Regierung solle für den Krieg gegen Iran die Zustimmung des Kongresses einholen, fügte der US-Präsident hinzu: “Sie mögen das Wort ‘Krieg’ nicht, weil dafür eine Zustimmung eingeholt werden müsste, also werde ich das Wort Militäroperation verwenden.”

Kuwait hat den iranischen Botschafter einbestellt, um gegen die anhaltenden Angriffe Irans Protest einzulegen. Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den US-Plan für eine Waffenruhe zurückgewiesen.

Back to top button