Berlin

Bergbauunternehmen will in Teltow-Fläming und Elbe-Elster nach Kupfer suchen | ABC-Z

Geplant sind nach Angaben des Landesamtes seismische Untersuchungen auf einer Strecke von 114 Kilometern entlang von sieben Korridoren. Diese verlaufen zwischen Niedergörsdorf, Jüterbog und dem Niederen Fläming in Teltow-Fläming und weiter südlich nach Herzberg, Schönewalde und Schlieben in Elbe-Elster. Spezielle Vibroseis-Fahrzeuge, auch Vibro-Trucks genannt, sollen die Gebiete abfahren. “Das sind geländegängig Spezial-Lastwagen mit Allradantrieb und einem Rütteltisch”, erklärte Fritze weiter. Sie senden Schallwellen in den Untergrund, deren Reflexion gemessen wird. So soll zerstörungsfrei eine Art Ultraschall-Bild entstehen, das in bis zu 4.000 Meter Tiefe reicht.

“Vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach Kupfer ist in den vergangenen Jahren zunehmend auch wieder der Kupferschiefer in Deutschland (…) wieder in den Blickpunkt des Interesses geraten”, teilte das Unternehmen Anglo American dem rbb auf Nachfrage mit. Im Vorfeld der Beantragung der Aufsuchungslizenzen sei intern “eine sehr ausführliche Datenrecherche durchgeführt” worden, hieß es weiter. Diese Untersuchung habe das Gebiet im Südwesten Brandenburgs “als besonders günstig für eine potenzielle Kupferlagerstätte” erscheinen lassen. Aber auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt laufen den Angaben zufolge entsprechende Projekte.

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