Berlin

Steffen Baumgart erklärt neuen KÖln-Trainer René Wagner | ABC-Z

Ulrich Bauer, Mirko Frank

Anfang Mai muss Köln am 32. Spieltag im Abstiegskampf zu Union Berlin und Ex-Trainer Steffen Baumgart (54). Diese Konstellation allein ist schon brisant genug. Aber dann trifft Kölns neuer Trainer René Wagner (37) auch noch auf seinen Lehrmeister – fünf Jahre lang war er Co-Trainer unter Baumgart!

„Ich freue mich schon auf unser Wiedersehen, wenn wir hier in Berlin auf den FC treffen“, sagt Baumgart zur B.Z., „René und ich haben am Montagmorgen telefoniert, dabei habe ich ihm viel Glück gewünscht. Das ist doch selbstverständlich, schließlich haben wir lange zusammengearbeitet und hatten immer einen guten Kontakt. Er hat sich diese Chance verdient, dafür hat er sehr hart gearbeitet.“

Wagner war Baumgarts Assistent in Köln (Juli 2021 bis Dezember 2023), in Hamburg (Februar 2024 bis November 2024) und Berlin (Januar 2025 bis Mai 2025). Letzten Sommer löste er sich dann von seinem Ziehvater und kehrte nach Köln zurück. Hauptgrund: Karriere machen! Wie BILD schon vor Wochen exklusiv berichtet hatte, war es immer der FC-Plan, dass Wagner im Trainer-Notfall einspringt. Nach dem Aus von Lukas Kwasniok (44) gab es deshalb nur eine Wahl – Wagner.

Kwasniok musste nach dem 3:3 der Kölner gegen Gladbach gehen Foto: Getty Images

„Natürlich ist es bei seiner ersten Station als Cheftrainer gleich eine schwere Aufgabe. Aber wenn man die Chance dazu bekommt, muss man sie nutzen“, sagt Baumgart.

Was zeichnet Wagner aus?

Baumgart: „René ist immer loyal, das war er auch mir gegenüber in unserer gemeinsamen Zeit. Vor allem aber ist er ein sehr offener Typ, kommt super mit den Spielern und den Mitarbeitern klar. Das ist seine größte Stärke neben seinem Gespür für die sportliche Situation. Er macht sich unheimlich viele Gedanken darüber, wie man schwierige Situationen lösen kann.“

„Da macht man sich nicht immer beliebt“

Bereits im ersten Training war zu sehen, wie eng Wagner mit den Spielern verbandelt ist. Das Vertrauensverhältnis war nahezu bei jeder Aktion spürbar. Kaum Distanz, sehr viel Nähe. „Als Co-Trainer ist es natürlich immer etwas leichter, einen engen Zugang zum Team zu haben. Als Chef musst du Entscheidungen treffen, die dann auch Konsequenzen haben. Da macht man sich dann nicht immer bei allen beliebt, das gehört dazu, dafür hat man eben den Hut auf. Aber damit muss er jetzt lernen umzugehen – und das wird er auch, da bin ich mir ganz sicher“, sagt Baumgart.

Muss Wagner auch. Denn Köln steht nach nur 2 Siegen aus den letzten 18 Spielen gewaltig unter Druck.

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