Geopolitik

Stromausfall in Berlin: Kai Wegner entschuldigt sich für Kommunikation nach Stromausfall | ABC-Z

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat Fehlverhalten nach dem Stromausfall in der Hauptstadt eingeräumt. “Aufgrund meiner Fehler in der Kommunikation ist ein Eindruck entstanden, den ich sehr bedauere. Tatsächlich habe ich mich mit aller Kraft um die Bewältigung dieser Krise gekümmert, als absehbar war, welche Dimension das annimmt”, sagte Wegner der B.Z. “Es tut mir aufrichtig leid.”

Wegner steht unter anderem wegen seiner Angaben zum ersten Tag des großen Stromausfalls im Januar in der Kritik. Der CDU-Politiker hatte zunächst verschwiegen, am 3. Januar mittags für eine Stunde Tennis gespielt zu haben, wie Recherchen des RBB ergaben. Am Sonntag, einen Tag nach Beginn des Stromausfalls, sagte er auf Nachfrage von Journalisten: “Ich war zu Hause, ich habe mich zu Hause in meinem Büro eingeschlossen, im wahrsten Sinne.”

Erst später räumte Wegner ein, am Samstag Tennis gespielt zu haben, und sprach von mangelnder Kommunikation seinerseits. “Rückblickend hätte ich bereits am Sonntag sagen müssen, dass ich eine Stunde Sport gemacht habe”, sagte der CDU-Politiker im Januar in einer Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus.

Nach dem Anschlag warfen die Opposition und der Koalitionspartner SPD dem CDU-Politiker außerdem vor, am ersten Tag des Stromausfalls nicht vor Ort präsent gewesen zu sein. Danach gefragt sagte Wegner der B.Z.: “Da hätte ich niemandem geholfen, im Gegenteil, ich hätte die Arbeiten behindert, ich hätte nur gestört und Hilfsarbeiten unterbrochen.”

Zehntausende Haushalte waren ohne Strom

Durch den Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Januar hatten 45.000 Berliner Haushalte in Berlins Westen tagelang keinen Strom. Betroffen waren zeitweise rund 100.000 Menschen. 

Vergangene Woche war Wegner wegen eines Berichts des Tagesspiegels erneut unter Druck geraten, wonach er die Öffentlichkeit zu seinem Vorgehen zu Beginn des Stromausfalls angeblich getäuscht haben soll. “Die Interpretation des Tagesspiegels entbehrt jeder Grundlage”, sagte Wegner und kündigte die Prüfung rechtlicher Schritte an. Der von ihm beauftragte Medienrechtsanwalt Christian Schertz teilte mit, die Behauptung, dass Wegner die Öffentlichkeit bewusst getäuscht habe, sei haltlos.

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