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Kommunalwahlen 2026 im Landkreis Erding: Claudius Siebert setzt sich in Dorfen durch – Erding | ABC-Z

Claudius Siebert hat die Bürgermeister-Stichwahl in Dorfen gewonnen. Der Herausforderer erhielt 57,2 Prozent der abgegebenen Stimmen, insgesamt 4305. Der 58-jährige Heinz Grundner (CSU) war seit 2008 in Dorfen im Amt. Er kam auf 3224 Stimmen und somit auf 42,8  Prozent. Damit verlor er im Vergleich zur Kommunalwahl vor sechs Jahren 10,7 Prozent. Der neue Bürgermeister Siebert ist Wirtschaftsanwalt, 50 Jahre alt, und trat für ein Bündnis aus ÜWG, SPD, Grünen und der Liste West an.

Wichtige Themen im Wahlkampf waren der Straßenverkehr auf der Bundesstraße 15, die mitten durch die Stadt verläuft, der anstehende Bahnausbau München-Mühldorf und der dafür erforderliche Lärmschutz sowie bezahlbarer Wohnraum. Vor allem seit der Anbindung an die A94 sind die Miet- und Immobilienpreise stark gestiegen. Darüber hinaus war auch die Verlagerung der Sportstätten aus dem Zentrum an den Stadtrand in Teilen umstritten.

Grundner und die CSU hatten den kommunalpolitischen Neuling Siebert lange unterschätzt, der bislang noch keine Erfahrung im Stadtrat vorweisen konnte. Beim Kommunalwahlabend am 8. März fehlten Siebert jedoch nur 54 Stimmen für die absolute Mehrheit, Grundner hingegen 625 Stimmen. In der Stichwahl konnte Siebert seinen Vorsprung ausbauen und fuhr einen deutlichen Sieg ein.

Grundner sprach am Wahlabend von einer gewissen Enttäuschung, aber wünschte seinem Nachfolger Erfolg. Siebert dankte Grundner für seine Verdienste um Dorfen und für den fairen Wahlkampf. Insbesondere dankte er dem Wahlkampfteam der vier Listen, für die er angetreten ist, für deren Einsatz. Er sei bis zum Wahlabend auch auf eine Niederlage vorbereitet gewesen: „Wir haben nicht mal ein Lokal zum Feiern reserviert.“ Nun falle die lange Anspannung des Wahlkampfs der vergangenen Monate von ihm ab, sagte der erleichterte Siebert.

Thomas Fisch ist neuer Bürgermeister von Bockhorn

Thomas Fisch von der Freien Wählergemeinschaft ist der neue Bürgermeister von Bockhorn. Er erreichte in der Stichwahl 52,5 Prozent (1215  Stimmen), sein Gegenkandidat Korbinian Gruber (CSU/Gemeindeliste Bockhorn) kam auf 47,5 Prozent (1099 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 70,2 Prozent.

Thomas Fisch, 52 Jahre, verheiratet und Vater von vier Töchtern, ist seit 2012 Mitglied Gemeinderat, seit 2020 Zweiter Bürgermeister und seit der Kommunalwahl am 8. März auch Kreisrat. Der Tierarzt mit eigener Praxis hatte im Wahlkampf mit Blick auf seinen Familiennamen erklärt, er sei „ein guter Fang für die Gemeinde“. Das sah wohl auch die Mehrheit so.

Im 16-köpfigen Gemeinderat Bockhorn ist die Sitzverteilung folgendermaßen: Stärkste Fraktion ist die FWG, dann folgen CSU, Bürgerliste Kirchasch und Gemeindeliste Bockhorn mit je drei Sitzen. Grüne/Unabhängige Liste erreicht zwei Mandate.

Thomas Fisch ging als Bürgermeisterkandidat der Freie Wählergemeinschaft Bockhorn ins Rennen. privat

Ludwig Lex gewinnt in Finsing

Ludwig Lex (Freie Wählergruppe Finsing) hat es geschafft: Der 40-Jährige setzte sich am Sonntag in der Stichwahl gegen Gertrud Eichinger (SPD/Parteifreie) mit 56,4 Prozent durch. Eichinger erreichte 43,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,9 Prozent. Ludwig Lex ist geboren und aufgewachsen in Finsing und seit 2014 hier auch Gemeinderat.

Der Maschinenbautechniker ist als Entwicklungsingenieur bei einem Münchener Nutzfahrzeughersteller tätig. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und drei Kindern im Gemeindeteil Neufinsing.

Im 16-köpfigen Gemeinderat erreichte die FWF vier Sitze, die CSU und die Wählergruppe Eicherloh-Finsinger Moos (WEG) jeweils drei, SPD/Parteifreie und Wählergruppe Neufinsing (WGN) kamen je auf zwei Sitze, je ein Sitz ging an AfD und Grüne.

Ludwig Lex war der Kandidat der Freien Wählergruppe Finsing (FWF) und wurde zum 1. Bürgermeister von Finsing gewählt.
Ludwig Lex war der Kandidat der Freien Wählergruppe Finsing (FWF) und wurde zum 1. Bürgermeister von Finsing gewählt. privat
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