Sie alle demonstrieren jetzt für Collien Fernandes | ABC-Z

Berlin – Wird aus Solidarität jetzt eine politische Bewegung? Das neu gegründete Bündnis „Feminist Fight Club!“ hat für Sonntag eine Demo in Berlin angekündigt. Es geht um die aktuelle Debatte rund um digitale Gewalt, vor allem gegen Frauen. Kira Bönisch („Fridays for Future“) hat die Veranstaltung organisiert. Auch Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44), die selbst Opfer wurde, warb dafür.
Angemeldet waren 500 Teilnehmer. Angemeldet waren 500 Teilnehmer. Gekommen sind aber weit, weit mehr zum Brandenburger Tor. Die Veranstalter sprechen von 13.000, laut Polizei sind es rund 6700 Menschen.

Bekannteste Rednerin bei der Demonstration ist Klima-Aktivistin Luisa Neubauer (29). Bei der Kundgebung unter dem Motto „Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ in Berlin soll unter anderem auf aktuelle Gesetzeslücken hingewiesen und für das Verbot von Porno-Deepfakes geworben werden. Collien Fernandes ist nicht selbst vor Ort, von ihr wird aber ein Statement während der Veranstaltung verlesen werden.

Bönisch für mehrere Organisationen aktiv
Angemeldet hatte die Protestveranstaltung der erst am Freitag gegründete Verein „Feminist Fight Club“. Das Bündnis bestehe aktuell aus etwa 20 Menschen und sei erst am Freitag wegen des Falles um Christian Ulmen und Fernandes gegründet worden, sagte Kira Bönisch gegenüber rbb24.
Kira Bönisch ist bislang eher regional in Erscheinung getreten. Sie hat ihren Bachelor an der Hochschule Fulda im Fach „Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen“ absolviert und studiert aktuell an der Freien Universität Berlin im Master „Gender, Intersektionalität und Politik“.

Seit mindestens fünf Jahren ist Bönisch in ihrer Freizeit bei „Fridays for Future“ aktiv, trat auf früheren Demos als Rednerin auf und arbeitet ehrenamtlich etwa mit Flüchtlingen und mit Obdachlosen.





















