Leichtathletik-WM: Zaynab Dosso holt Gold, Philina Schwartz glänzt weiter | ABC-Z

Nicht Olympiasiegerin Julien Alfred, sondern Zaynab Dosso ist die schnellste Sprinterin bei der Hallen-WM. Philina Schwartz sorgte derweil beim deutschen Team für Grund zur Freude.
Für die 19-Jährige war es in Torun (Polen) der erste Auftritt im deutschen Nationaltrikot und sie schaffte es, ihre starken Eindrücke der ersten Wochen der Saison zu bestätigen. In einem sehr gut besetzten Vorlauf wurde sie Vierte mit einer tollen Zeit von 7,18 Sekunden und qualifizierte sich so als eine der drei Zeitbesten, die es nicht unter die Top 3 ihrer Läufe geschafft hatten, für das Halbfinale.
Schwartz zwischen großem Glück und ein bisschen Frust
Dort war Schluss für die Deutsche Meisterin, die in diesem Jahr so sehr für Furore sorgt. Mit 7,20 Sekunden war sie chancenlos gegen die Konkurrenz, die oft an die Sieben-Sekunden-Marke heranlief, ein insgesamt 16. Platz im Kampf gegen die besten Sprinterinnen der Welt war allerdings mehr als nur ein Achtungserfolg für das DLV-Talent. “Es war total schön, neben den ganzen bekannten Namen dabei zu sein, vor allem im Aufwärmbereich, wenn die hautnah an einem vorbeilaufen”, sagte Schwartz im Sportschau-Interview.
Die Senkrechtstarterin hatte sich sogar Hoffnungen auf den Endlauf gemacht, erkannte aber dann trotz ihres Frusts an, dass es ein erfreulicher Abend für sie war. “Ich bin nicht ganz glücklich mit der Zeit, aber eigentlich ist alles gut. Das ist schon richtig krass, wenn man die sonst nur aus dem Fernsehen oder aus den sozialen Medien kennt und nun neben denen steht”, sagte Schwartz.
Und sie gab zu: “Auf jeden Fall brauche ich jetzt mal Zeit, um das sacken zu lassen. In dieser Saison ist so viel passiert, damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin in die Saison gegangen, um nochmal Bestleistung zu laufen und mich gut zu fühlen – das habe ich geschafft, aber dass dabei so viel bei herumkommt, war schon sehr unerwartet. Aber gleichzeitig auch sehr schön.”
Dosso triumphiert in einem ganz engen Rennen
Das Finale ohne Schwartz wurde dann zu einem dramatischen Sprint-Spektakel. Die Siegerin Dosso und die achtplatzierte Patrizia van der Weken (Luxemburg) trennte nur eine Zehntelsekunde. In 7,00 Sekunden gewann die Italienerin, Silber ging an Jacious Sears (USA/7,03 Sekunden) und nur Bronze an Topfavoritin Alfred aus St. Lucia.
Die Paris-Olympiasiegerin hatte bisher als einizge Sprinterin in dieser Saison die Sieben-Sekunden-Marke geknackt, in Torun hatte sie das Nachsehen und verzockte auf den letzten Metern sogar noch Silber, als sie den Lauf austrudeln ließ. Am Ende fehlten ihr drei Tausendstelsekunden auf Sears.






















