Iran meldet Angriff auf Atomanlage Natans | ABC-Z

Iran hat einen Luftangriff auf die Uran-Anreicherungsanlage in Natans gemeldet. Es habe sich um einen US-israelischen Angriff gehandelt, berichten iranische Staatsmedien. Radioaktivität sei nicht ausgetreten.
Iran hat einen Luftangriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet. Die rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran gelegene Anlage sei Ziel US-israelischer Angriffe geworden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim.
Das israelische Militär wies eine Beteiligung an dem Angriff zurück. Der staatliche Rundfunk berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, der Luftangriff sei von den Vereinigten Staaten durchgeführt worden. Die USA hätten dabei sogenannte bunkerbrechende Bomben eingesetzt.
IAEA fordert militärische Zurückhaltung
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) teilte mit, sie sei von Teheran über den Angriff informiert worden. Es sei kein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes gemeldet worden. Man werde den Bericht nun prüfen.
IAEA-Chef Rafael Grossi forderte zugleich militärische Zurückhaltung von den Kriegsparteien. Es gelte, jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden, schrieb er auf der Plattform X. Die schwer gesicherte Atomfabrik in Natans war bereits in der ersten Woche des aktuellen Kriegs getroffen worden. Auf Satellitenbildern war zu sehen, dass dabei offenbar mehrere Gebäude beschädigt wurden.
Satellitenaufnahme der iranischen Atomanlage Natans vom 02.03.2026
Natans – Zentrum der iranischen Urananreicherung
Natans ist die bekannteste Urananreicherungsanlage in Iran. Ihre Existenz war 2002 enthüllt worden. Sie besteht aus einer oberirdischen und einer unterirdischen Anlage mit insgesamt fast 70 Kaskaden, in denen Zentrifugen hintereinandergeschaltet sind. Insgesamt gibt es mehr als 10.000 Einzelzentrifugen.
Nach Angaben des Weißen Hauses besteht ein Hauptziel des derzeitigen Krieges darin zu verhindern, dass Iran jemals in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Israel wiederum sieht im iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung.





















