+++ Nachrichten im Irankrieg +++: US-Regierung setzt Sanktionen für Kauf von iranischem Öl aus | ABC-Z

Iranische Raketenangriffe auf den Großraum Tel Aviv
Drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs setzen Israel und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort. In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten.
Am Freitag hatte es bei einem iranischen Raketenangriff erneut einen Einschlag in der Jerusalemer Altstadt gegeben. Nach Medienberichten war ein Raketenteil im jüdischen Viertel eingeschlagen, unweit auch der heiligen Stätten des Islams und des Christentums. (dpa)
Drohnenattacke auf ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad
Inmitten des Iran-Krieges ist irakischen Sicherheitskreisen zufolge ein Wohnviertel in Iraks Hauptstadt Bagdad Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr, schlug eine Drohne am Samstag in einem bei der irakischen Oberschicht und ausländischen Diplomaten beliebten privaten Sportklub ein. Der Angriff einer weiteren Drohne richtete sich demnach gegen ein „Kommunikationsgebäude“.
In dem Gebäude ist den Angaben zufolge eine irakische Sicherheitsbehörde untergebracht, die im Rahmen der von den USA angeführten internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat mit US-Beratern im Irak zusammenarbeitet. Weitere Angaben zu dem Drohnenangriff wurden zunächst nicht gemacht.
Seit Beginn des Iran-Kriegs beschießen pro-iranische Milizen immer wieder Ziele in Bagdad, darunter den Flughafen und vom US-Militär genutzte Einrichtungen. Zudem wurde die Kurdenregion im Nordirak immer wieder attackiert. Auch diese Angriffe wurden pro-iranischen Gruppen zugeschrieben.
Iraks Nachbarland Iran wird seit Ende Februar von Israel und den USA massiv aus der Luft angegriffen. Teheran reagiert seitdem mit Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. (afp)
Putin bekräftigt die Partnerschaft Russlands mit Iran
Der russische Präsident Wladimir Putin hat der iranischen Führung zum Neujahrsfest Nourus gratuliert und dabei die Partnerschaft beider Länder bekräftigt. „Wladimir Putin wünscht dem iranischen Volk, die harten Prüfungen mit Würde zu überstehen, und betont, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt“, teilte der Kreml mit. (rtr)
EU-Kommission fordert zur Senkung der Zielvorgaben für Gasspeicher auf
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten einem Bericht der Financial Times zufolge aufgefordert, die Zielvorgaben für die Gasspeicher zu senken und die Reserven nur schrittweise aufzufüllen. EU-Energiekommissar Dan Jorgensen weise die Länder in einem Brief an, das Speicherziel auf 80 Prozent der Kapazität und damit um zehn Prozentpunkte unter die offizielle Vorgabe zu senken. Dies solle so früh wie möglich geschehen, um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben. (rtr)
US-Regierung setzt Sanktionen für den Kauf von iranischem Öl aus
Die US-Regierung hat die Sanktionen für den Kauf von iranischem Öl auf See zur Eindämmung des weltweiten Preisanstiegs für 30 Tage ausgesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent teilte am Freitag (Ortszeit) auf X mit, dass durch die Ausnahmeregelung rund 140 Millionen Barrel Öl auf die Weltmärkte gelangen. Die Lieferungen könnten Energieminister Chris Wright zufolge Asien innerhalb von drei oder vier Tagen erreichen. Die Maßnahme gilt bis zum 19. April. Regionen wie Kuba, Nordkorea und die Krim sind ausgenommen.
China dürfte als größter Abnehmer von iranischem Öl der Hauptprofiteur sein. Bessent erklärte, der Iran werde jedoch Schwierigkeiten haben, auf die Einnahmen zuzugreifen. Washington werde den maximalen Druck auf das Land aufrechterhalten. Man wolle die iranischen Barrel gegen Teheran einsetzen, um den Preis niedrig zu halten, während die Militäroperation fortgesetzt werde, sagte der Minister.
Dies ist das dritte Mal innerhalb von gut zwei Wochen, dass das US-Finanzministerium Sanktionen gegen Öl von verfeindeten Staaten vorübergehend lockert. Washington hatte zuvor Ausnahmeregelungen für russisches Öl erlassen. Die Regierung setzte am Mittwoch zudem ein Schifffahrtsgesetz für 60 Tage aus, sodass ausländische Schiffe Treibstoff zwischen US-Häfen transportieren dürfen.
Der Iran hat seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels faktisch die Straße von Hormus geschlossen. Etwa 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases werden durch diese Meerenge transportiert. Die Ölpreise sind deswegen um rund 50 Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen. (rtr)
Israel fliegt Angriffe auf die Hisbollah in Beirut und Südlibanon
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife „Ziele der Terrororganisation Hisbollah“ an, teilte die israelische Armee am Samstag in einer kurzen Erklärung mit. Ein Armeesprecher hatte zuvor die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut – einer Hisbollah-Hochburg – zur Evakuierung aufgerufen.
Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete ihrerseits Angriffe auf zwei Stadtteile in der Gegend. Weitere Angaben zu Schäden oder Opfern wurden zunächst nicht gemacht.
NNA zufolge wurde zudem im Süden des Libanon mindestens ein Mensch bei einem israelischen Luftangriff getötet. NNA berichtete zudem von weiteren Angriffen in der Nacht und am frühen Morgen auf mehrere Gebiete im Südlibanon sowie von einer „umfangreichen Durchsuchungsaktion“ israelischer Soldaten im Gebiet der Stadt Chiam.
Die vom Iran unterstützte Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten israelische Soldaten in sechs südlibanesischen Orten angegriffen. Die Miliz habe zudem Raketen auf Israel abgefeuert, wo nach israelischen Angaben Luftalarm ausgelöst wurde.
Im Zuge des Iran-Krieges ist auch der militärische Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet, Israel greift Hisbollah-Ziele im Libanon an. (afp)
Iran warnt Emirate davor, US-Angriffe von ihrem Territorium zuzulassen
Der Iran hat die Vereinigten Arabischen Emirate davor gewarnt, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen. Sollte es vom emiratischen Staatsgebiet aus „zu weiteren Aggressionen gegen die iranischen Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen, werden die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte Ras al-Chaimah in den VAE mit schweren Angriffen überziehen“, erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee, Chatam al-Anbija, am Samstag.
Die Stellungnahme wurde von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet. Das iranische Militär bezog sich dabei auf das Emirat Ras al-Chaimah.
Die Inseln Abu Musa und Große Tunb liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Der Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden aber seit Jahrzehnten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus durch das iranische Militär de facto gesperrt. Der Iran wirft den Golfstaaten vor, US-Streitkräften Angriffe von ihrem Territorium aus zu erlauben. Die Golfstaaten haben diese Anschuldigungen mehrfach zurückgewiesen. (afp)
Iran will japanische Schiffe durch die Straße von Hormus lassen
Der Iran ist Außenminister Abbas Araghtschi zufolge bereit, japanischen Schiffen bei der Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus zu helfen. Araghtschi bestritt in einem am Samstag veröffentlichten Telefoninterview mit Kyodo News, dass die Straße von Hormus gesperrt sei. „Sie ist offen“, sagte er. Länder, die den Iran angreifen würden, müssten mit Einschränkungen rechnen. Der Iran sei bereit, Japan eine sichere Durchfahrt zu gewährleisten.
Japan ist auf Ölimporte aus der Region angewiesen, ein Großteil davon passiert die Straße von Hormus. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen. (afp)
US-Regierung verleiht 45,2 Millionen Barrel Rohöl an Energiekonzerne
Die US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, teilte das Energieministerium mit. Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben. Durch den Iran-Krieg sind die Ölpreise stark gestiegen. (rtr)
Blockade der Straße von Hormus trifft Asiens Ökonomien schwer
Die Blockade der Straße von Hormus trifft weite Teile Asiens besonders schwer und dürfte auch Folgen für deutsche Unternehmen dort haben. Das geht aus einer Analyse von Germany Trade & Invest (GTAI) hervor, der Außenwirtschaftsagentur des Bundes.
Demnach stammt ein großer Teil der Öl- und Gasimporte in Asien aus der Golfregion. Tanker meiden aufgrund iranischer Drohungen oder fehlender Versicherungen die Route. Auch die Luftfrachtkosten auf der Europa-Asien-Route sind dem Bericht zufolge zuletzt um bis zu 60 Prozent gestiegen.
Stark betroffen sind energieabhängige Volkswirtschaften wie Japan, das nahezu sein gesamtes Rohöl aus der Golfregion bezieht. Vor allem in Süd- und Südostasien sind die Folgen laut dem Bericht bereits spürbar: Steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe belasten Wirtschaft und Haushalte.
In vielen Ländern greifen die Regierungen daher mit Maßnahmen wie der Freigabe von Reserven und Subventionen ein. Gleichzeitig dürften höhere Kosten sowie eine schwächere Nachfrage Konsum und Investitionen bremsen. Das könnte sich laut dem Bericht auch auf die Geschäfte deutscher Unternehmen – darunter viele Mittelständler – in der Region auswirken.
Auch China ist als weltweit größter Rohölimporteur betroffen. Durch direkte Pipelines aus Russland und große Reserven ist das Land jedoch dem Bericht zufolge weniger stark auf Tankerlieferungen angewiesen als viele Nachbarländer. Zudem profitiert China laut GTAI vom Ausbau erneuerbarer Energien.
Neben der Energieversorgung trifft die Krise laut der GTAI-Analyse auch andere Industriezweige: Die Chip- und Halbleiterproduktion in Taiwan, China und Südkorea benötigt Helium, das vor allem in Katar gefördert wird. Die Landwirtschaft ist auf Düngemittel-Grundstoffe angewiesen, die ebenfalls über die Golfregion geliefert werden. Längerfristig dürfte die Krise demnach zu einer stärkeren Diversifizierung der Lieferketten führen. (dpa)
USA erwägen Zurückfahren ihrer Angriffe auf Iran
Die USA erwägen laut Präsident Donald Trump ein Zurückfahren ihrer Angriffe im Iran, senden aber zugleich US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele im Krieg zu erreichen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Die Nato-Verbündeten bezeichnete er als „Feiglinge“, weil sie den USA nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus geholfen hätten.
Ohne die USA sei das Verteidigungsbündnis ein zahnloser Tiger, schrieb der Republikaner. Jetzt, da der Kampf militärisch „GEWONNEN“ sei, beschwerten sie sich über die hohen Ölpreise, würden aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen. „Das wäre für sie so einfach und mit nur geringem Risiko verbunden. FEIGLINGE, das werden wir uns MERKEN!“, schrieb Trump weiter.
Andere Länder müssten die für den Ölmarkt bedeutende Meerenge schützen, schrieb der US-Präsident. Wenn darum gebeten, würden die USA ihnen dabei helfen. „Aber das sollte nicht mehr nötig sein, sobald die Bedrohung durch den Iran beseitigt ist“. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.
Nach Informationen des US-Nachrichtenportals „Axios“ erwägt Trumps Regierung Pläne, die iranische Öl-Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren, um den Iran dazu zu bewegen, die Straße von Hormus wieder freizugeben. Vor einer Woche hatte das US-Militär Dutzende militärische Ziele dort bombardiert.
Das Pentagon entsendet nach Informationen der Zeitung Wall Street Journal derweil drei Kriegsschiffe und 2.200 bis 2.500 zusätzliche Marinesoldaten in den Nahen Osten. Der US-Sender CBS News zitierte zudem anonyme Quellen, wonach das Pentagon auch Vorbereitungen für den Einsatz von Bodentruppen im Iran traf.
Präsident Trump habe darüber nachgedacht, ob Bodentruppen in der Region stationiert werden sollten, hieß es. Es sei aber noch unklar, unter welchen Umständen der Präsident den Einsatz von Bodentruppen genehmigen würde.
Trump wurde am Freitag vor dem Weißen Haus von US-Medien mit den Worten zitiert: „Ich will keinen Waffenstillstand. Man schließt keinen Waffenstillstand, wenn man die andere Seite buchstäblich auslöscht“. Danach schrieb er auf Truth Social, die USA stünden kurz davor, die eigenen Kriegsziele zu erreichen.
Dazu zählte er die Zerstörung der Raketenkapazitäten und Verteidigungsindustrie des Irans sowie die Ausschaltung seiner Marine und Luftwaffe samt der Flugabwehrsysteme. Zudem gehe es darum, niemals zuzulassen, dass der Iran auch nur annähernd in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Ein weiteres Ziel sei der Schutz der Verbündeten im Nahen Osten.
Der US-Präsident hat allerdings schon mehrfach erklärt, der Krieg sei fast vorbei. Danach intensivierten sich die US-Angriffe noch, wie die New York Times festhielt. Tatsächlich verstärken auch anderen US-Medien zufolge US-Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber derzeit ihre Angriffe auf iranische Drohnen und Kriegsschiffe, um die wichtige Straße von Hormus freizubekommen.
Die Trump-Regierung bemühe sich zudem mit Hochdruck darum, Luftabwehrsysteme, Radaranlagen und Drohnenabwehrsysteme an arabische Staaten und US-Streitkräfte in der Golfregion zu liefern, in der Hoffnung, deren Verteidigungsfähigkeit gegen die andauernden und präzisen iranischen Raketen- und Drohnenangriffe zu stärken, berichtete das Wall Street Journal.
Der Transport von Waffen und Ausrüstung signalisiere die Besorgnis innerhalb des Pentagons, dass der Iran weiterhin zu verheerenden Angriffen fähig ist, während die Vorräte der Verbündeten an Raketenabwehrsystemen zur Neige gehen und Drohnen weiterhin ungehindert durchkommen, schrieb die Zeitung. (dpa)
Iran warnt Großbritannien
Teheran hat den britischen Premierminister Keir Starmer gewarnt, sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA werde nicht ohne Folgen bleiben. Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, „dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden“, schrieb Außenminister Araghtschi auf der Plattform X.
Die britische Regierung hatte zuvor bestätigt, „dass die Vereinbarung, wonach die USA im Rahmen der kollektiven Selbstverteidigung der Region britische Stützpunkte nutzen dürfen, auch Verteidigungseinsätze der USA umfasst, um die Raketenstellungen und -kapazitäten zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus genutzt werden“. Großbritannien hatte den USA zunächst nur erlaubt, britische Stützpunkte für Verteidigungseinsätze zu nutzen, um britische Interessen oder Menschenleben zu schützen. (dpa)
Berichte: Iran greift US-britischen Militärstützpunkt an
Der Iran hat US-Medienberichten zufolge einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean angegriffen. Die Islamische Republik attackierte den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia am Freitagmorgen (Ortszeit) mit ballistischen Raketen, wie unter anderem das Wall Street Journal und der Sender CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte berichteten.
Demnach feuerte der Iran zwei Geschosse mit mittlerer Reichweite auf die Basis ab, doch keines der beiden habe die Anlage getroffen. Eine offizielle Bestätigung seitens der britischen oder der US-Regierung gab es zunächst nicht.
Angesichts der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump schon vor Kriegsbeginn darauf gepocht, dass Großbritannien doch nicht wie geplant die Chagos-Inseln an Mauritius zurückgibt. Die USA könnten auf die Insel Diego Garcia angewiesen sein, um einen möglichen Angriff des iranischen Militärs abzuwehren, hatte Trump Mitte Februar auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Laut dem britischen Premierminister Keir Starmer ist der Stützpunkt einer der wichtigsten Beiträge des Vereinigten Königreichs zur Sicherheitspartnerschaft mit den USA. (dpa)
Irans Militärsprecher warnt Feinde vor weltweiter Verfolgung
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hat politischen wie militärischen Gegnern mit weltweiter Verfolgung gedroht. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, sagte er, Verantwortliche, Kommandeure, Piloten und Soldaten stünden unter Beobachtung. Fortan würden für sie weltweit Ausflugsziele, Erholungsgebiete sowie touristische Zentren nicht mehr sicher sein. (dpa)
United Airlines kürzt Flugplan aufgrund hoher Spritpreise
Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, schränkte Kirby ein.
Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle.
Rund ein Prozent der Kapazitäten falle bereits durch die aktuell ausgesetzten Flugverbindungen nach Tel Aviv und Dubai weg, hieß es. Zudem sollen in den nächsten zwei Quartalen derzeit unrentable Strecken nicht bedient werden, die etwa drei Prozent der Kapazität ausmachen. Dabei gehe es etwa um Nachtflüge oder Verbindungen an Dienstagen, Mittwochen oder Samstagen. Zusätzlich werde ein Prozent am United-Drehkreuz Chicago eingespart.
Die Ölpreise steigen aktuell, weil aus Angst vor iranischen Angriffe so gut wie keine Tanker die Straße von Hormus passieren. Die Meerenge zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine wichtige Route für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas. (dpa)
Trump formuliert fünftes Ziel des Irankriegs
US-Präsident Donald Trump hat im Iran-krieg ein fünftes Ziel formuliert. Dabei hatte seine Regierung seit Wochen betont, dass ihre vier Ziele seit Beginn der Operation „unverändert, eindeutig und konsistent“ geblieben seien. Diese vier Ziele bestanden darin, Irans Weg zu einer Atomwaffe zu blockieren, es daran zu hindern, militante Gruppen zu bewaffnen, Irans Marine zu zerstören und seine Kapazitäten für ballistische Raketen zu vernichten.
Auf der Plattform Truth Social zählte Trump am Freitag diese Punkte zwar auf, ergänzte sie aber um ein fünftes: „Den Schutz unserer Verbündeten im Nahen Osten auf höchstem Niveau gewährleisten“. Dabei nannte er Amerikas Partner in der Golfregion. (ap)





















