Schüsse auf offener Straße in Wilmersdorf – Mann schwer verletzt | ABC-Z

Erneut sind Schüsse in Berlin gefallen: Ein Mann ist am Samstagmorgen an der Brandenburgischen Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf angeschossen worden. Ersten Informationen eines Reporters zufolge waren Personen vor einem Massagesalon in einen Streit geraten. Dabei habe einer eine Waffe gezogen und mindestens zweimal geschossen. Zwei Schüsse sollen das Opfer getroffen haben.
Die Polizei markierte eine Patronenhülse mit einem Verkehrshütchen.
© Axel Billig / Pressefoto Wagner | Axel Billig / Pressefoto Wagner
Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus. Der Schütze soll mit einem Fahrzeug geflüchtet sein. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Ein Rettungswagen und ein Notarztwagen stehen am Tatort.
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Erst am Donnerstag fielen Schüsse in Kreuzberg
Erst am späten Donnerstagabend war auf offener Straße in Kreuzberg geschossen worden. Ein 23-Jähriger hatte sich mit einem Bekannten auf dem Gehweg der Graefestraße aufgehalten, als zwei Männer unvermittelt Schüsse auf ihn abgegeben hatten. Die beiden unbekannten mutmaßlichen Täter flüchteten anschließend.
Der 23-jährige Mann erlitt Verletzungen am Oberkörper, an einem Bein und einem Arm. Rettungskräfte brachten ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr soll nicht bestanden haben. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Hintergründe des Angriffs und die Identität der Tatverdächtigen sind noch unbekannt. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft hat eine Mordkommission übernommen.

Konkurrenzkämpfe in Berlin eskalieren in Gewalt
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin kommentierte den Vorfall kritisch: „Es vergeht kaum eine Nacht, in der auf Berlins Straßen nicht scharf geschossen wird. Ehrlicherweise müssen wir von Glück sprechen, dass hier meist keine Unbeteiligten zwischen die Fronten geraten“, so GdP-Sprecher Benjamin Jendro.
Im Regelfall handele es sich bei diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen um private Fehden oder Konkurrenzkämpfe in der organisierten Kriminalität. „Wer aber in einer belebten Metropole wie Berlin durch die Gegend ballert, nimmt billigend in Kauf, dass auch jemand anderes um die Ecke kommt, getroffen, schwer verletzt oder gar getötet wird.“ Die zunehmende Durchbewaffnung sei eine erschreckende Entwicklung, gegen die die Politik bisher keine Lösungsidee hervorgebracht habe.
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bezeichnete den deutlichen Anstieg bei der Schusswaffenkriminalität jüngst als klares Warnsignal. „Wenn Konflikte mit Schusswaffen ausgetragen würden, sei „eine rote Linie überschritten“, sagte sie.
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Allein in den vergangenen Wochen ist es in Berlin mehrfach zu Verletzungen durch Schüsse gekommen. Die Zahl der Straftaten, bei denen mit Schusswaffen gedroht oder geschossen wurde, ist im vergangenen Jahr laut der Polizeistatistik spürbar gestiegen. Insgesamt erfasste die Polizei 1.119 Fälle, ein Plus von 68 Prozent. Zum Anstieg trug allerdings auch die seit 2025 verpflichtende, genauere Erfassung der Waffenverwendung bei.
(mit dpa)





















