Schwangerschaft – Abgeordnete wollen Überprüfung von Pränataltests – Politik | ABC-Z

Der Bundestag hat über die Lage bei Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes debattiert. In der sachlich geführten Aussprache warben Abgeordnete einer fraktionsübergreifenden Gruppe für eine Initiative, die auf eine genauere Beobachtung der Umsetzung zielt. „Was ursprünglich als gezielte Untersuchung gedacht war, entwickelt sich zunehmend zu einem flächendeckenden Screening“, sagte der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger. Ein auffälliger Testbefund sei aber keine Diagnose, sondern eine Wahrscheinlichkeitsaussage. Sie setze viele werdende Eltern unter Druck.
Die Tests, die risikoloser als seit längerem übliche Fruchtwasseruntersuchungen sind, können seit 2022 unter bestimmten Voraussetzungen von der Kasse bezahlt werden. Konkret sieht ein Antrag der Gruppe vor, die Bundesregierung zu einem Monitoring aufzufordern, um zu belastbaren Daten zu kommen. Außerdem solle ein Expertengremium eingesetzt werden, das rechtliche, ethische und gesundheitspolitische Grundlagen der Kassenzulassung prüft.
Der CDU-Abgeordnete Michael Brand sagte, es seien aus gutem Grund klare Einschränkungen vorgesehen worden. Die Anwendung der Tests sei aber weit über Risikofälle hinaus deutlich angestiegen. Dem Antrag gehe es jetzt um mehr Informationen. Die Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta argumentierte: „Wir können die gesellschaftliche Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen nicht darüber herstellen, dass wir der einzelnen Frau Selbstbestimmung nehmen.“
Über den Antrag soll nun zunächst in den Ausschüssen beraten werden. Die Abgeordnetengruppe hatte schon 2024 in der vergangenen Wahlperiode eine solche Initiative eingebracht. Dann kam es aber zur vorzeitigen Auflösung des Parlaments nach dem Bruch der Ampel-Koalition.





















