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Frühlingsanfang 2026: Der kalendarische Frühling beginnt | ABC-Z

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Frühlingsanfang: Winterblues ade (3 Min)

Stand: 18.03.2026 12:27 Uhr

Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und die Natur erwacht. Der Frühling ist da. Wann er genau anfängt, ist je nach Definition unterschiedlich. Kalendarisch beginnt er mit der Tagundnachtgleiche.

Schneeglöckchen, Krokus und Winterling stehen in voller Blüte, auch die Forsythie blüht bereits vielerorts. In der Natur ist der Frühling schon seit einiger Zeit da – und auch für die Meteorologen. Für sie beginnt der Frühling stets am 1. März. Denn die Meteorologie unterteilt das Jahr in vier exakt gleich lange Jahreszeiten, um Wetter- und Klimadaten über längere Zeiträume statistisch miteinander vergleichen zu können.

Kalendarischer Frühling beginnt 2026 am 20. März

Wenige Wochen nach dem meteorologischen Frühlingsbeginn folgt der kalendarische Frühlingsanfang. Er definiert sich nach dem Stand der Sonne und fällt nicht immer auf den gleichen Tag im März. Der kalendarische oder astronomische Frühling beginnt, wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht. Zur Tagundnachtgleiche sind Tag und Nacht gleich lang. Der Zenit der Sonne wandert anschließend von Süden nach Norden. Auf der Nordhalbkugel werden damit die Tage länger und die Temperaturen steigen. 2026 beginnt der kalendarische Frühling auf der Nordhalbkugel am 20. März. In anderen Jahren kann dieser Termin aber auch auf den 21. oder den 19. März fallen.

Phänologischer Kalender unterscheidet zehn Jahreszeiten

Neben dem meteorologischen und dem kalendarischen Frühlingsanfang gibt es den phänologischen Frühling ohne definiertes Datum. Als Teilgebiet der Meteorologie beobachtet die Phänologie das Wachstum und die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt. Im phänologischen Kalender werden zehn Jahreszeiten unterschieden, angefangen vom Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling über Frühsommer bis hin zum Winter.

Die Blüte der Hasel markiert im phänologischen Kalender den Beginn des Vorfrühlings.

Sogenannte Zeigerpflanzen geben an, in welcher Jahreszeit sich die Natur befindet. Die Blüte der Hasel etwa kündigt den Vorfrühling an, ebenso wie das Schneeglöckchen. Die blühende Forsythie wiederum ist die typische Vertreterin des Erstfrühlings. Das gilt auch für die Stachelbeere, wenn sie ihre ersten Blätter entfaltet. Die Apfelblüte zeigt schließlich den Vollfrühling an.

Agrarmeteorologischer Frühling: Beginn der Feldarbeit

Die Natur erwacht nach und nach aus der Winterruhe und folgt dabei einer grundsätzlich festen Reihenfolge. Welche Pflanzen wann wachsen oder blühen, können Agrarmeteorologen anhand der sogenannten Grünlandtemperatursumme berechnen. Sie wird herangezogen, um in Mitteleuropa den Beginn der Feldarbeit zu bestimmen, ist aber auch für Hobbygärtner interessant.

Zur Berechnung werden alle positiven Tagesmitteltemperaturen ab dem 1. Januar addiert. Das Tagesmittel wird dabei nach Monat gewichtet, im Januar mit dem Faktor 0,5 multipliziert und im Februar mit 0,75. Im März geht der volle Wert in die Berechnung ein. Erreicht die Grünlandtemperatur in Summe 200 Grad, sind die Böden ausreichend erwärmt, sodass die Natur nachhaltig zu wachsen beginnt und zusehends grüner wird. Diese Größe markiert den Beginn des agrarmeteorologischen Frühlings.

Husumer Krokusblüte mit Blick auf das Schloss.

Der Frühling hat begonnen! Zumindest sagt das der Kalender. Der Natur ist dieser kalendarische Frühlingsanfang allerdings egal.

Gelb-lilafarbenes Hornveilchen

Die ersten Stauden können gepflanzt, Beete mit Kompost angereichert und Gemüse vorgezogen werden. Gartenarbeit im März.

Blühende Apfelbäume im Alten Land

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Blühende Schneeglöckchen und Krokusse

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