Meinungen

Spielfilmtipps zum Wochenende: „Schlaflos in Seattle“, „Wonka“, „Wir Kinder aus Bullerbü“ und „Die Blechtrommel“ – Medien | ABC-Z

Schlaflos in Seattle

Romantische Komödie, ZDF Neo, Samstag, 20.15 Uhr

Der achtjährige Jonah (Ross Malinger) hat einen Weihnachtswunsch: eine neue Freundin für seinen Papa Sam (Tom Hanks). Sams Frau, Jonahs Mutter, ist ein Jahr zuvor gestorben. Jonah richtet seinen Wunsch allerdings nicht an Santa Claus. Furcht- und schamlos wie er ist, ruft er aus Seattle bei einer Live-Radiosendung an. Am anderen Ende der USA hört die Journalistin Annie (Meg Ryan) zu und sieht in Sam ihren Seelenverwandten. Und Jonah sieht in Annie die perfekte Frau für seinen Papa. Es ist dieser Junge, der zum Dreh- und Angelpunkt des Films wird. Denn er versucht mit all seiner kindlichen Kraft, die beiden Erwachsenen zusammenzubringen. Über den Plot dieser US-amerikanischen Romanze hinaus ist es die besondere Beziehung zwischen Jonah und Sam, die den Film so herzlich und komisch macht.

Wonka

Fantasy, RTL, Sonntag, 20.15 Uhr

„Get yourself some Wonka chocolate, come now, I insist, you’ve never had chocolate like this!“, singt Timothée Chalamet als Süßwarenfabrikant Willi Wonka. Wonkas Schokolade ist tatsächlich etwas Besonderes, denn sie lässt diejenigen, die sie essen, in schwindelerregender Höhe durch die Luft fliegen. Der musikalische Film erzählt die Jugend von Wonka, dem sagenumwobenen Schokoladenhersteller, der aus dem Roald-Dahl-Klassiker „Charlie und die Schokoladenfabrik“ bekannt ist. Wonka kommt alleine und ohne Geld in eine neue Stadt, in der er sich als magischer Chocolatier etablieren möchte. Seine unsägliche Vermieterin und das mächtige Schokoladenkartell stehen ihm dabei zunächst im Weg. Doch im Laufe des Films sind es Kreativität und freundschaftlicher Zusammenhalt, die den jungen Wonka an sein Ziel bringen.

Wir Kinder aus Bullerbü

Familienfilm, 3sat, Samstag, 7.45 Uhr

In Bullerbü ist alles ganz einfach. Es gibt den Nordhof, den Mittelhof und den Südhof. Drei gleichaltrige Mädchen, drei gleichaltrige Jungen und lange Sommerferien. Der Film „Wir Kinder aus Bullerbü“, eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Astrid Lindgren, zeigt den sonnigen Alltag der Kinder. Sie spielen Streiche, pflücken Blumen und erfüllen, zwischendurch, ein paar von den Eltern auferlegte Pflichten. Etwa werden Lisa und Inga zum Einkaufen ins Dorf geschickt. Auf dem Weg singen und dichten die Mädchen ein Loblied auf die Fleischwurst. Da ist es nur halb so schlimm, dass sie ausgerechnet die Wurst bei ihrem Einkauf vergessen und dann ein zweites Mal den Weg auf sich nehmen müssen. Die gute Laune trübt sich kaum und das ist genau der Geist des idyllischen Films. Ein Film zum darin schwelgen.

Die Blechtrommel

Drama, 3sat, Samstag, 22.10 Uhr

Seine Blechtrommel bekommt Oskar (David Bennent) zu seinem dritten Geburtstag. An diesem Tag entscheidet er, nicht mehr zu wachsen. Erstaunlicherweise funktioniert das und Oskar wird zwar älter, aber sein Körper wächst und altert nicht. Grotesk getarnt in der Gestalt eines Kindes, erlebt er das Erstarken des Nationalsozialismus in Danzig und in seiner eigenen Familie. Da wird schon mal das Bild von Beethoven über dem Klavier durch eines von Adolf Hitler ersetzt. Und am voll gedeckten Tisch gegrummelt: „Alle Feinde sollen ausgehungert werden.“ Oskar übersteht den Krieg und hat die Blechtrommel immer bei sich. Und wenn sie zwischendurch kaputtgeht, bekommt er von einem jüdischen Spielzeughändler eine neue. Der skurrile Film befindet sich an der Grenze zum Unaushaltbaren, aber überschreitet sie nicht. Er zeigt vielmehr die menschlichen Verwirrungen und Abgründe zur Nazi-Zeit.

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