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Iran-Liveblog: US-Kampfjet laut Medien von Beschuss getroffen | ABC-Z


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Stand: 20.03.2026 • 06:03 Uhr

US-Medien zufolge ist erstmals ein US-Kampfflugzeug von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Unterdessen greift Iran erneut mehrere Golfstaaten an und Israel feuert Raketen auf Teheran.

  • Medien: US-Kampfjet von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen
  • Erneut Angriffe seitens Israels und Irans

Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC.

Verletzte wurden demnach bislang nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

Ein US-Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 ist US-Medienberichten zufolge von mutmaßlich iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug habe an einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden müssen, berichteten unter anderem die Sender ABC und CNN.

Der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. “Dieser Vorfall wird untersucht”, sagte er.

Die US-Armee hat im bisherigen Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrere Flugzeuge verloren. Anfang März waren drei Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee “versehentlich” von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen konnten sich aber per Schleudersitz retten. Mitte März stürzte ein Betankungsflugzeug vom Typ KC-135 über dem Westirak ab. Dabei starben sechs Besatzungsmitglieder. Bislang ist jedoch von keinem Flugzeug bekannt, das von iranischem Beschuss getroffen wurde.

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei dabei, die Geschosse abzufangen.

Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab. Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten, hieß es.

Der Ölpreis könnte nach Einschätzungen von Vertretern der Ölindustrie in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Das berichtet die US-Zeitung Wall Street Journal.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein “von der libanesischen Hisbollah und Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk” zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen.

Den Männern wird vorgeworfen, “unter dem Deckmantel eines fiktiven Unternehmens im Land operiert zu haben und versucht zu haben, die nationale Wirtschaft zu infiltrieren sowie externe Pläne umzusetzen, die die finanzielle Stabilität des Landes bedrohen”. Außerdem sollen sie Geldwäsche betrieben haben.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel aufgerufen. Aoun betonte “die Notwendigkeit eines Waffenstillstands” und erklärte, dass “das Wichtigste darin besteht, die Eskalation” zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes hieß.

Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen “vollständigen Waffenstillstand” mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur “Entwaffnung der Hisbollah” sowie “direkte Verhandlungen” mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärte Aoun. Jedoch behindere “die anhaltende militärische Eskalation” ihre Umsetzung.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der vergangene Woche mit Aoun und weiteren libanesischen Führungspersönlichkeiten gesprochen hatte, drängte die israelische Regierung am Donnerstag, direkten Gesprächen mit Beirut zuzustimmen.

Katar hat nach den jüngsten iranischen Angriffen auf Erdgasanlagen gemeldet, dass sich dadurch die Exporte um 17 Prozent verringern werden. Die Reparatur der Schäden an den LNG-Anlagen werde drei bis fünf Jahre dauern, sagte Energieminister Saad Scherida al-Kaabi. Von den ausbleibenden Exporten sind demnach China, Südkorea, Italien und Belgien betroffen.

Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich gegen eine Beteiligung am Iran-Krieg ausgesprochen. Bei einem Gipfeltreffen in Brüssel erklärte die EU-Außenbeauftragte Kallas, man habe kein Interesse daran, bei der Sicherung der von Iran blockierten Straße von Hormus zu helfen.

Bundeskanzler Merz sagte grundsätzlich deutsche Unterstützung zur Sicherung der Seewege zu, aber erst nach Ende aller Kämpfe. Frankreichs Präsident Macron forderte direkte Gespräche zwischen den USA und Iran. Der spanische Ministerpräsident Sánchez nannte den Krieg illegal.

Israel hat in der Nacht zum Freitag weitere Luftangriffe gegen Iran geflogen. Die israelische Armee erklärte am frühen Freitagmorgen, sie habe mit Angriffen auf Teheran begonnen.

Die Ankündigung des israelischen Militärs folgte auf einen intensiven Tag iranischer Raketenangriffe auf Israel. Den Angaben zufolge gab es allein am Donnerstag mehr als ein Dutzend Abschüsse. Iran setzte am Freitag seine Angriffe auf Israel fort, die bereits Millionen Menschen in Schutzräume zwangen. Sirenen ertönten über weite Teile des Nordens, von Haifa über Galiläa bis zur Grenze zum Libanon.

Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verwies nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank.

“Wenn dieser Konflikt schnell beendet ist, dann lassen sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten”, fügte er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.

Die EU-Staaten fordern von allen Kriegsparteien, keine Energie- und Wasseranlagen mehr anzugreifen. Der israelische Regierungschef Netanjahu hat verkündet, dass Iran keine ballistischen Raketen mehr produzieren und kein Uran mehr anreichern kann.

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