„Hummel-Challenge“ im Landkreis Fürstenfeldbruck – Fürstenfeldbruck | ABC-Z

Im Fokus steht die Hummel. Bei dieser besonderen Jagd kommen die dicken Brummer aber garantiert ungeschoren davon. Sie profitieren sogar langfristig. Denn geschossen wird nur mit der Handykamera. Und das mit ausdrücklichem Einverständnis der Fürstenfeldbrucker Kreisgruppe des Bundes Naturschutz (BN), die sich von der „Hummel-Challenge“ flächendeckende Daten über den Bestand und möglicherweise erforderliche Maßnahmen erhofft. Von 20. März bis 9. April können Beobachtungen ganz einfach per Smartphone-App gemeldet werden.
Im zeitigen Frühjahr beginnt für die Hummeln eine entscheidende Phase. Jungköniginnen, die den Winter in der Erde oder in anderen geschützten Verstecken überdauert haben, erwachen aus ihrer Winterruhe. Zunächst müssen sie dringend Energie tanken. Ohne ausreichend Pollen und Nektar können sie kein Volk gründen. Erst wenn sie genügend Nahrung gefunden haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, etwa in verlassenen Mäusenestern oder dichten Graspolstern.

:Bruthilfe für das blaue Juwel
Der Eisvogel ist im Landkreis Fürstenfeldbruck die schillerndste heimische Vogelart. Mit der Sanierung der künstlichen Brutwand am Amperstausee soll ein Beitrag zum Erhalt des gefährdeten Bestands geleistet werden.
„Ob eine Königin jetzt erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob im Sommer ein ganzes Hummelvolk entsteht“, erklärt BN-Kreisvorsitzende Eugenie Scherb. Die Blüten der Salweide liefern von März an Nektar und eiweißreiche Pollen und sind damit im Frühjahr eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Hummelköniginnen. Auch Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Taubnesseln oder Lungenkraut sind wertvolle Rastplätze für die pelzigen Bestäuber. Wer an blühenden Weidenkätzchen summende Gäste entdeckt, hat gute Chancen, gute Hummelfotos zu schießen. Scherb: „Wer eine Weide im Garten oder am Wegesrand stehen lässt, hilft damit direkt einem zukünftigen Hummelvolk.“
So funktioniert es: Kostenlose App Obsidentify oder Observation herunterladen, ein Benutzerkonto anlegen, Hummeln fotografieren und die Bilder hochladen. Eine integrierte KI unterstützt bei der Bestimmung der Art. Zusätzlich prüfen Expertinnen und Experten alle Meldungen. Die gesammelten Daten fließen in das bundesweite Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften des Thünen-Instituts ein. So entsteht ein immer genaueres Bild über das aktuelle Vorkommen der Hummelarten in Bayern und Deutschland.
Sein Wissen über die großen Wildbienen kann man unter helfen.bund-naturschutz.de/hummelchallenge-quiz beim Hummelquiz testen.





















