Vor dem EZB-Zinsentscheid: Das ist derzeit bei Tages- und Festgeld zu holen | ABC-Z

Vor dem EZB-ZinsentscheidDas ist derzeit bei Tages- und Festgeld zu holen
19.03.2026, 09:38 Uhr
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Heute steht erneut ein EZB-Zinsentscheid an. Finanz-Auguren rechnen heute nicht mit Veränderungen – trotz des Iran-Krieges. Die Zinsangebote beim Tagesgeld stagnieren, die Festgeldzinsen steigen über alle Laufzeiten leicht und bringen durchschnittlich noch eine positive Rendite.
Parken Banken und Sparkassen Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB), erhalten sie derzeit dafür noch 2,00 Prozent Zinsen. Heute steht erneut ein Zinsentscheid der Notenbanker an. Erwartet wird, dass die EZB den Zins unverändert lässt.
Über alle Laufzeiten sind die Festgeldzinsen in der ersten Hälfte des laufenden Monats leicht gestiegen. Mit aktuell 2,02 Prozent sind die Durchschnittszinsen bundesweit verfügbarer Festgeldanlagen mit einem Jahr Laufzeit dadurch zum ersten Mal seit dem letzten Frühjahr wieder über die Zwei-Prozent-Marke geklettert. Zweijährige Anlagen bringen im Schnitt derzeit 2,09 Prozent, die sehr langfristigen Festgelder mit zehn Jahren Laufzeit stehen bei 2,52 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox.
Wichtiger als der nominelle Zinssatz ist für Sparer aber der Realzins – also die tatsächliche Wertentwicklung ihrer Anlagen unter Berücksichtigung der inflationsbedingten Teuerung. Bei einer Inflationsrate von aktuell 1,9 Prozent bringen durchschnittliche Festgelder unabhängig von der Laufzeit derzeit eine positive Realrendite. Der Realzins einjähriger Anlagen liegt im Schnitt bei plus 0,12 Prozent. Zweijährige Festgelder liegen bei 0,19 und zehnjährige bei 0,62 Prozent.
Neben der nominalen Verzinsung ihrer Anlagen ist für Sparer auch der sogenannte Realzins besonders relevant, also die tatsächliche Wertentwicklung unter Berücksichtigung der laufenden Teuerung. Bei einer Inflationsrate von aktuell 1,9 Prozent bringen durchschnittliche Festgelder unabhängig von der Laufzeit derzeit eine positive Realrendite. Der Realzins einjähriger Anlagen liegt im Schnitt bei plus 0,12 Prozent. Zweijährige Festgelder liegen bei 0,19 und zehnjährige bei 0,62 Prozent.
Allerdings könnten die Realrenditen durchschnittlich verzinster Sparprodukte schon bald wieder ins Minus rutschen. “Durch den Iran-Krieg sind Heizöl und Sprit bereits deutlich teurer geworden. Und je länger der Konflikt anhält, desto stärker dürften auch die Preise für Lebensmittel, Importprodukte sowie noch viele weitere Güter steigen”, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. “Die jüngsten Zinsanstiege bewegen sich seit Monatsbeginn lediglich in einem Bereich von 0,01 bis 0,02 Prozentpunkten. Das wird den Anstieg der Verbraucherpreise bei Weitem nicht ausgleichen. Zumindest bei den kürzeren Laufzeiten dürften die durchschnittlichen Realzinsen schon bald wieder unter die Nulllinie fallen.”
Bis zu drei Prozent sind drin
Anders als beim Festgeld ging es mit den Tagesgeldzinsen in der ersten Monatshälfte nicht weiter nach oben. Ebenso wie bereits Anfang März liegen die Zinsen bundesweit verfügbarer Angebote im Schnitt aktuell bei 1,30 Prozent. Deutlich geringer fallen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen mit 0,37 Prozent bei den Sparkassen beziehungsweise mit 0,42 Prozent bei den regionalen Genossenschaftsbanken aus.
Wer Angebote vergleicht, kann sich aber noch wesentlich attraktivere Konditionen sichern. Aktuell gibt es bei der deutschen Comdirect 3,00 Prozent Zinsen. Voraussetzung ist die Eröffnung eines Girokontos oder eines Depots. Außerdem erhalten Neukunden eine 100 Euro Prämie nach Girokonto-Eröffnung bis zum 24. März. Ohne Girokonto oder Depot beträgt der Tagesgeld-Aktionszins 2,75 Prozent per annum.




















