Auf den wiedergewählten Premier in Thailand warten große Aufgaben | ABC-Z

Thailand ist für viele ein Urlaubsparadies. Doch das Land hat wirtschaftliche Probleme. Die Frage ist, wie viel Gestaltungsspielraum Premier Anutin Charnvirakul nach seiner Bestätigung im Amt bekommt.
Mit einer breiten Mehrheit haben die Abgeordneten der konservativen Bumjaithai-Partei und 16 Koalitionsparteien für Anutin gestimmt.
Der neue Premierminister hatte das Amt bereits vor den Wahlen im Februar inne und ist damit der der erste thailändische Premierminister seit 20 Jahren, der wiedergewählt wurde.
Premier profitiert von Grenzkonflikt
Anutin präsentiert sich als Bewahrer von Sicherheit und Stabilität und als Unterstützer für ländliche Regionen. Seine Partei profitiert von einer patriotisch-nationalistischen Stimmungswelle, insbesondere seit den Grenzspannungen mit dem Nachbarland Kambodscha.
Ein Garant für Stabilität: Anutin profitiert von den Spannungen mit dem Nachbarland Kambodscha.
“Eisernes Dreieck” lenkt Geschicke des Landes
Dennoch ist fraglich, wie frei ein Premierminister nach der Wahl tatsächlich gestalten kann. Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Thailand sind zementiert.
Beobachterinnen und Beobachter sprechen von einem “Eisernen Dreieck”, das die Geschicke des Landes lenkt. Königshaus, Militär und reiche Dynastien haben Einfluss, Macht und Geld.
Viele wirtschaftliche Probleme
Währenddessen stagniert Thailands Wirtschaft. Das Interesse ausländischer Investoren sinkt. Gleichzeitig sind viele Menschen hoch verschuldet. Die hohen Preise für Energie und Benzin durch den Iran-Konflikt verschärfen die Situation.
Anutin muss in den kommenden Tagen noch formell vom König zum Premierminister ernannt werden.






















