Apotheken am Montag geschlossen – Protesttag geplant | ABC-Z

Am kommenden Montag (23. März) bleiben viele Apotheken in Berlin und Brandenburg geschlossen. Grund ist ein bundesweiter Protesttag der Apotheker, wie der Apothekerverband Brandenburg am Mittwoch mitteilte. Auch der Apothekerverband Berlin bestätigte gegenüber dem rbb, dass ein Großteil der Apotheken in der Hauptstadt an dem Tag nicht geöffnet sein wird.
Patientinnen und Patienten müssen jedoch nicht befürchten, dass sie ihre Medikamente nicht erhalten. In beiden Bundesländern seien Notdienstapotheken eingerichtet, die die Arzneimittelversorgung sicherstellen, erklärten die Verbände.
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Hintergrund des Protestes ist die finanzielle Situation vieler Apotheken. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hatte zu dem Aktionstag aufgerufen. Andrea König, Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg, warnte: „Viele Apotheken in Brandenburg befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation, weil sie chronisch unterfinanziert sind.“

Viele Apotheken in Berlin und Brandenburg beteiligen sich am bundesweiten Protesttag und bleiben am kommenden Montag geschlossen. Notdienstapotheken gewährleisten die Arzneimittelversorgung.
© Berliner Morgenpost | Jessica Pillatzki
„Chronisch unterfinanziert“: Immer mehr Apotheken müssen schließen
Kritisiert wird insbesondere, dass das Honorar für die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente seit 13 Jahren nicht angepasst wurde, während Löhne und Betriebskosten stetig steigen. Besonders betroffen sind Apotheken auf dem Land und in kleineren Städten. Zusätzlich machen Online-Apotheken den lokalen Betrieben zunehmend Konkurrenz.
Nach Angaben des Verbands gehen in Brandenburg jährlich mehrere Apotheken dauerhaft verloren. Ein Trend, der durch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter beschleunigt wird.
mit dpa





















