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Iran-Krieg im Liveticker: +++ 21:37 Katar schmeißt iranische Botschaftsmitarbeiter raus +++ | ABC-Z

Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:37 Katar schmeißt iranische Botschaftsmitarbeiter raus +++

18.03.2026, 22:00 Uhr

Katar reagiert auf den iranischen Angriff auf die eigene Gasinfrastruktur: Das Außenministerium erklärt den Militär- und Sicherheitsattaché der iranischen Botschaft sowie alle Angestellten in den Büros zu unerwünschten Personen, heißt es in einem Statement. Demnach müssen die Personen den Wüstenstaat innerhalb von 24 Stunden verlassen.

+++ 21:18 “Iron Dome” zerstört iranische Rakete in letzter Sekunde +++

Der Konflikt zwischen Iran und Israel spitzt sich weiter zu. In der Nacht greift Teheran Israel mit Drohnen und Raketen an. Videos zeigen, wie das Abwehrsystem “Iron Dome” ein Geschoss über Tel Aviv kurz vor dem Einschlag zerstört. In Zentralisrael werden indes mehrere Einschläge gemeldet.

+++ 21:07 Saudi-Arabien: Vier iranische Raketen auf Riad abgefangen +++

Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben vier iranische Raketen abgefangen und zerstört. Das saudische Verteidigungsminister teilt mit, dass der Angriff sich in Richtung der Hauptstadt Riad bewegte. Trümmerteile seien in Nähe einer Raffiniere südlich der Stadt vom Himmel gefallen, heißt es weiter. Zudem seien vier Menschen wegen der Trümmerteile verletzt worden.

+++ 20:51 Nach Angriffen: Iran sieht “neue Eskalationsstufe” +++

Irans Präsident Massud Peseschkian warnt nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation. Auf X schreibt er, diese “aggressiven Handlungen” würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten “unkontrollierbare Folgen” haben, die sich weltweit auswirken. Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, erklärt auf X, es habe eine neue Eskalationsstufe begonnen. Das Prinzip “Auge um Auge” gelte. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Streitkräfte sagt laut der staatlichen Rundfunkagentur, das Militär habe wiederholt davor gewarnt, dass der Iran den Krieg ausweiten werde, sollte seine Energieversorgung angegriffen werden. “Wartet auf die Reaktion des Irans”, sagt der Sprecher.

+++ 20:31 Militärexperte widerspricht Merz: “‘Das ist nicht unser Krieg’ ist nicht wahr” +++

Militärexperte Ralph Thiele widerspricht Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius: Der Iran-Krieg habe auch auf Deutschland erhebliche Auswirkungen. Der Oberst a.D. ordnet für ntv die aktuelle Kriegslage im Nahen Osten ein.

+++ 20:08 Katar meldet “erhebliche Schäden” an Gasknotenpunkt +++

Die Industriestadt Ras Laffan in Katar meldet nach einem “Raketenangriff” einige “erhebliche Schäden”. Die staatliche Ölgesellschaft QatarEnergy teilt mit, dass es mehrere Brände an dem wichtigen Knotenpunkt für Flüssigerdgas gegeben habe. Der Zivilschutz des Landes, der die Feuer bekämpfte, erklärt, die Anlage sei von Iran angegriffen worden. Ölbeamte in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten evakuieren Raffinerien, petrochemische Anlagen und Gasfelder, nachdem die Islamische Revolutionsgarde erklärt hatte, sie betrachte diese als “legitime und vorrangige Ziele” als Reaktion auf einen israelischen Angriff auf ein großes iranisches Gasfeld, das gemeinsam mit Katar genutzt wird.

+++ 20:03 Iran fliegt Vergeltungsangriffe auf Gasanlagen in Saudi-Arabien und Katar +++

Nach dem US-israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelt es sich um Vergeltungsschläge Teherans. In Katar teilt das Innenministerium mit, dass an der Nordküste am wichtigsten Gaskomplex des Landes ein Feuer ausgebrochen sei. “Der Zivilschutz bekämpft einen Brand im Gebiet von Ras Laffan, der auf einen iranischen Angriff zurückzuführen ist.” In Saudi-Arabien wird derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte. “Eine Drohne, die sich einer Gasanlage in der östlichen Provinz näherte, wurde abgefangen und zerstört”, erklärt das Verteidigungsministerium. Es sei kein Schaden entstanden.

+++ 19:55 IAEA bestätigt: Geschoss schlug neben Iran-AKW ein +++

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt den Einschlag eines Geschosses in unmittelbarer Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr. Ein Gebäude, das 350 Meter vom Reaktor entfernt liegt, ist nach Angaben von IAEA-Chef Rafael Grossi am Dienstag getroffen und zerstört worden. Der Reaktor selbst sei unbeschädigt, Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.

+++ 19:28 Expertin: Merz’ Äußerung zu Iran-Krieg “ist eine Wende” +++

Mit einer neuen Äußerung zum Iran‑Krieg sorgt Bundeskanzler Merz für Aufmerksamkeit: Er spricht plötzlich von einem möglichen Mandat des UN‑Sicherheitsrats. Nahost-Expertin Kristin Helberg wertet das als bemerkenswerte Wende. Derweil laufe die “Strategie von Donald Trump komplett ins Leere”.

+++ 18:56 “Mörder” werden “bezahlen”: Chamenei sendet Botschaft zur Beerdigung von Laridschani +++

Der neue Oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, droht mit Vergeltung für die Tötung des einflussreichen Chefs des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani. Wie der “Guardian” berichtet, äußert sich der Nachfolger von Ali Chamenei erneut nur mit einer schriftlichen Botschaft anlässlich der Beerdigung in Teheran. Dort steht in seinem Namen geschrieben, dass die “Mörder” für den Tod “bezahlen werden”. “Jeder Tropfen vergossenes Blut hat seinen Preis, und die mörderischen Verbrecher, die diese Märtyrer getötet haben, werden ihn bald bezahlen müssen”, heißt es in seinem Telegram-Kanal. Seit seiner Ernennung ist Chamenei noch nicht öffentlich aufgetreten. Es ist unklar, ob er die Botschaft auch selbst verfasst hat. Einer US-Einschätzung zufolge soll er schwer verwundet sein.

+++ 18:26 US-Bodentruppen? Trump ist sich laut Bericht noch nicht sicher +++

US-Präsident Donald Trump ist einem Medienbericht zufolge noch unentschlossen, ob er Bodentruppen in den Iran schickt, um das nukleare Material des Regimes zu sichern. Der US-Sender “CBS News” berichtet das mit Verweis auf mehrere Quellen. Trump würde in privaten Gesprächen bei der Frage ausweichen und sagen: “Ich habe viele Entscheidungen zu treffen.” Das Pentagon hat Trump dem Bericht zufolge schon mehrere Optionen vorbereitet, wie der Krieg gegen den Iran weitergehen könnte. Trump habe Sorge, dass der Iran breitflächig Minen gelegt habe.

+++ 18:07 Iran: Feuer an Gasanlagen brennt noch, ist aber unter Kontrolle +++

Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärt der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden. Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, heißt es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr. Das Gasfeld “South Pars”, das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit größte bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung.

+++ 17:43 WHO: Bislang mehr als 2300 tote Zivilisten +++

Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden. Tedros äußert sich auch äußerst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. Bislang hat die WHO im Libanon 28 solche Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran waren laut der UN-Gesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit 9 Toten. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen.

+++ 17:16 Energiepreise: US-Regierung setzt 100 Jahre altes Schifffahrtsgesetz aus +++

Die US-Regierung will mit einer gelockerten Regelung für die Schifffahrt gegen steigende Energiepreise ankämpfen. Der Jones Act, der den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt, werde für 60 Tage ausgesetzt, teilt Regierungssprecherin Karoline Leavitt auf X mit. “Durch diese Maßnahme können wichtige Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Düngemittel und Kohle sechzig Tage lang ungehindert in US-Häfen gelangen”, teilt Leavitt weiter mit. “Kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt” könnten damit gemildert werden. Dem Gesetz zufolge dürfen Schiffe mit Güterlieferungen von den USA aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das Gesetz wurde bereits 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen.

+++ 16:56 US-Einschätzung: Mullah-Regime geschwächt, aber insgesamt noch intakt +++

Das iranische Regime ist nach Einschätzung der US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard infolge der Operation “Epic Fury” in seiner Handlungsfähigkeit geschwächt, aber insgesamt weiter intakt. Wie Gabbard in ihrer Eröffnungsrede bei einer Anhörung im US-Senat erklärt, ist die Fähigkeit des Iran, Macht auszuüben, weitgehend “zerstört worden, sodass nur noch begrenzte Optionen verbleiben”. Sanktionen und frühere Angriffe auf den Iran hätten dazu geführt, dass die strategische Position des Iran erheblich geschwächt worden sei. “Sollte das feindliche Regime überleben, wird es versuchen, einen jahrelangen Wiederaufbau seiner Raketen- und Drohnenstreitkräfte in Angriff zu nehmen”, sagt Gabbard.

+++ 16:39 Kriewald: “Das Mullah-Regime ist noch handlungsfähig” +++

Trotz weiterer Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt gibt das Mullah-Regime nicht auf. Es reagiert stattdessen mit Massenverhaftungen und vollstreckt Hinrichtungen, unter anderem bei einem angeblichen Mossad-Spion, berichtet Nadja Kriewald von der türkisch-iranischen Grenze.

+++ 16:16 Trump droht, Verbündete mit Straße von Hormus alleine zu lassen +++

US-Präsident Donald Trump droht den Verbündeten, sie mit der Absicherung der Straße von Hormus alleine zu lassen. Er schreibt in seinem Onlinedienst Truth Social, er könne die Länder, welche die Meerenge für den Schiffsverkehr nutzten, selbst eine Lösung finden lassen. Er reagiert damit auf die Weigerung Deutschlands und zahlreicher anderer Länder, die USA militärisch in dem Seegebiet zu unterstützen. “Ich frage mich, was passieren würde, wenn wir den Rest des iranischen Terrorstaates ‘fertigmachen’ und die Länder, die (die Straße von Hormus) nutzen – wir tun es nicht – für die sogenannte ‘Straße’ verantwortlich sein lassen würden?”, schreibt Trump. “Das würde einige unserer reaktionsschwachen ‘Verbündeten’ auf Trab bringen, und zwar schnell!!!”

+++ 16:01 Bericht: Israelischer Angriff auf iranische Gasindustrie war mit USA abgestimmt +++

Die israelische Angriff auf die iranische Gasindustrie war einem Medienbericht zufolge mit den USA abgesprochen. Wie das US-Portal “Axios” berichtet, hätten zwei israelische Beamten bestätigt, dass der Angriff mit der Trump-Regierung abgestimmt sei. Weiter heißt es, dass es auch eine Bestätigung aus dem US-Verteidigungsministerium für den Bericht gegeben habe.

+++ 15:52 Katar nennt Israels Angriff auf Gasanlagen “unverantwortlich” +++

Katar macht Israel für einen Angriff auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am größten Gasfeld der Welt verantwortlich und verurteilt diesen scharf. Es handle sich um einen “gefährlichen und unverantwortlichen Schritt inmitten der aktuellen militärischen Eskalation in der Region, erklärt der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari auf X. Das Gasfeld “South Pars” befindet sich im Persischen Golf und wird vom Iran und Katar ausgebeutet. Iranische Medien hatten zuvor berichtet, dass Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh bombardiert worden sein. Israelische Medien meldeten, die Luftwaffe habe die iranische Gasproduktion im Süden des Landes angegriffen. Asalujeh liegt nahe dem riesigen Gasfeld.

+++ 15:41 Angriff auf iranisches Gasfeld: Ölpreise steigen wieder deutlich +++

Die Ölpreise legen nach Angriffen auf Gasanlagen des Irans kräftig zu. Am Nachmittag kostet Rohöl der Sorte Brent 108,25 US-Dollar und damit etwa viereinhalb Prozent mehr als am Vortag. Zu Beginn der Woche war die Notierung für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee noch zeitweise unter die Marke von 100 Dollar gefallen. Der Iran hat im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Gasindustrie gemeldet und damit einen neuen Preisschub am Ölmarkt ausgelöst

+++ 15:28 Staatsmedien: Iranische Förderanlage auf größtem Gasfeld der Welt in Brand +++

Angriffe der USA und Israels haben nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens eine Förderanlage eines großen Gasfelds im Persischen Golf getroffen und einen Brand verursacht. Feuerwehrteams seien zum Brandort entsandt worden, meldet das Staatsfernsehen unter Berufung auf den örtlichen stellvertretenden Gouverneur. Das Gasfeld South Pars/North Dome liegt im Persischen Golf und ist die größte bekannte Gasreserve der Welt. Es liefert rund 70 Prozent des Erdgases für den Iran. Israel hatte iranische Einrichtungen auf dem Gasfeld bereits während des Zwölf-Tage-Kriegs im vergangenen Juni angegriffen.

+++ 15:21 Merz über Trump: “Dürfen uns nicht scheuen, ehrlich zu sein” +++

In seiner Regierungserklärung geht Bundeskanzler Friedrich Merz auch die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump ein. “Wir dürfen und wir werden uns auch nicht scheuen, unseren Partnern ehrlich zu sagen, wo wir Dinge anders sehen und wo wir andere Interessen haben”, sagt der Kanzler. “Das muss eine solche Partnerschaft aushalten, sonst ist es keine Partnerschaft.” Trump hatte sich verärgert gezeigt, dass sich die Nato-Partner nicht an der militärischen Sicherung der Straße von Hormus beteiligen wollen. Merz betont indes sein Interesse an einer engen Beziehung zu den USA. “Wir wollen nicht, dass dieser Krieg zur Belastung für die transatlantische Partnerschaft wird”, sagt der Kanzler. “Diese Partnerschaft wollen wir, und wir brauchen sie.”

+++ 15:03 Merz offen für deutsche Hilfe in Straße von Hormus – aber erst nach Kriegsende +++

Bundeskanzler Friedrich Merz kann sich eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Ende der aktuellen Kriegshandlungen vorstellen. “Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann werden wir uns einer Debatte über freie Schifffahrt etwa in der Straße von Hormus nach Kriegsende nicht verschließen”, sagt der CDU-Chef in seiner Regierungserklärung im Bundestag. Abermals distanziert sich der Kanzler aber von der Entscheidung der USA und Israels zu einem Angriff auf den Iran. “Wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen, wie er gegenwärtig gegangen ist”, sagt Merz. Allerdings habe Washington “uns nicht zurate gezogen und die europäische Hilfe nicht für notwendig erklärt”. Merz bekräftigt im Bundestag seine Skepsis, was die Kriegsziele der USA und Israels angeht. “Es gibt bis heute kein überzeugendes Konzept, wie diese Operation gelingen könnte”, sagt er. Er habe “unverändert viele Fragen zu diesem Krieg”.

+++ 14:45 IAEA: Status von neuer iranischer Atomanlage unbekannt +++

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) weiß nach eigenen Angaben nichts über den Status der neuen iranischen Anreicherungsanlage in Isfahan. Die Anlage befinde sich in einem unterirdischen Komplex, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi. “Sie ist unterirdisch, aber wir haben sie noch nicht besucht”, erklärt Grossi, der sich zu Gesprächen mit der US-Regierung in Washington aufhält.

+++ 14:20 Angriff auf Gasindustrie: Iran kündigt Vergeltung an – und nennt mögliche Ziele +++

Nach einem israelischen Angriff auf Irans Gasindustrie droht die Militärführung des Landes mit Vergeltung. “Diese Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Irans sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord”, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines “umfassenden Wirtschaftskriegs”. Als mögliche Ziele für einen Vergeltungsangriff nennt der staatliche iranische Rundfunk Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. Die Streitmacht ruft die Bewohner mehrerer Anlagen zur Flucht auf.

+++ 14:07 Israel nimmt Brücken und Tankstellen im Libanon ins Visier +++

Das israelische Militär scheint seine Liste der Angriffsziele im Libanon auf staatliche Infrastruktur auszuweiten und greift Brücken und Tankstellen an, die seiner Aussage nach von der vom Iran unterstützten Miliz Hisbollah genutzt werden. Darunter sind mehrere Tankstellen der Firma Amana im Südlibanon, nachdem die Hisbollah eine Salve von Geschossen auf Israel abgefeuert hatte. Dies geht aus Angaben eines Militärsprechers sowie einem Video hervor, das eine Rauchwolke über einer Tankstelle zeigt. Das israelische Militär fügte hinzu, es werde Brücken über den Litani ins Visier nehmen, die seiner Aussage nach von der Hisbollah zum Transport von Waffen und Verstärkung genutzt würden.

+++ 13:45 Iran: Öl- und Gasindustrie wieder Ziel von Angriffen +++

Der Iran meldet im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Nähere Details gab es zunächst nicht. Ob Israel für die Luftangriffe verantwortlich war oder die USA, blieb zunächst unklar. Die Bombardierungen könnten weiteres Eskalationspotenzial im Krieg haben. Bei Asalujeh am Persischen Golf liegt mit “South-Pars” das größte Gasfeld der Welt, das sich der Iran mit Katar teilt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.

+++ 13:21 Wadephul: “Regimewechsel in Teheran wünschenswert” +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul glaubt nicht an eine friedliche Übergabe der Macht im Iran. “Natürlich kann es zu einem Regimewechsel kommen. Und angesichts der Brutalität (…) dieses Regimes ist es auch wünschenswert, dass es zu einem Regimewechsel kommt”, sagt Wadephul in Berlin. Nur sei es nicht so, dass militärische Engagements von außen etwa im Irak oder auch in Libyen “zu einem geordneten Regimewechsel in der Weise geführt haben, dass es hinterher eine freiheitliche, demokratische, rechtsstaatliche Struktur gegeben hat”, betont Wadephul. Dies sei “die nüchterne Analyse, die wir ziehen müssen, und das ist die Grundlage aller Überlegungen, die wir jetzt haben.”

+++ 12:48 Frankreich: Israels Forderung zur Entwaffnung der Hisbollah unrealistisch +++

Frankreich wertet die israelische Forderung an die libanesische Regierung zur Entwaffnung der Hisbollah-Miliz als unrealistisch. Der französische Libanon-Gesandte Jean-Yves Le Drian sagt dem Sender France Info, Israel selbst habe es während seiner langen Besatzung nicht geschafft, die Miliz zu besiegen. Daher könne man dies nun nicht von der libanesischen Regierung innerhalb von drei Tagen verlangen, zudem noch während laufender Kämpfe zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Milizionären.

+++ 12:25 Schweden warnt vor vom Iran gesteuerten Anschlägen +++

Der schwedische Geheimdienst Säpo warnt in seinem Jahresbericht vor einer wachsenden Bedrohung, die vom Iran und Russland ausgeht. Der Krieg der USA und Israels gegen die Islamische Republik erhöhe das Risiko für jüdische und amerikanische Ziele in Schweden, sagt Behördenchefin Charlotte von Essen. Der Iran nutze dabei kriminelle Banden für seine Zwecke.

+++ 12:04 Russland: Tötung von Laridschani war Mord +++

Russland kritisiert die gezielte Tötung von Mitgliedern der iranischen Führungsspitze. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnet den Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani als Mord. Man verurteile unmissverständlich alle Handlungen, die darauf abzielten, Mitglieder der Führung des souveränen Irans zu ermorden oder zu eliminieren, sagt Peskow vor der Presse.

+++ 11:49 Berichte: Neue US-israelische Angriffe in verschiedenen Regionen des Iran +++

Die USA und Israel haben laut iranischen Medienberichten erneut verschiedene Regionen im Iran angegriffen, darunter die Hauptstadt Teheran. Des Weiteren wurden demnach Ziele in der Provinz Lorestan und die Stadt Hamedan im Westen des Landes sowie Ziele in der Provinz Fars im Süden angegriffen. Die Nachrichtenagentur Tasnim meldet, bei einem Angriff auf Wohngebiete in der Stadt Dorud in Lorestan seien sieben Menschen getötet und 56 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Justiz-Website Misan wurde in der Provinz Fars ein Justizgebäude getroffen.

+++ 11:27 Israel meldet Tötung von iranischem Geheimdienstminister +++

In der Nacht ist ein weiterer hochrangiger Minister des Iran getötet worden. Esmaeil Khatib, Chef des Geheimdienstes, sei Ziel bei einem Präzisionsschlag der israelischen Luftwaffe gewesen, teilt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Khatib hatte sein Amt als Chef des Geheimdienstes 2021 angetreten.

+++ 11:14 Nato stationiert neues Patriot-Abwehrsystem im Süden der Türkei +++

Wenige Tage nach dem Abschuss einer dritten iranischen Rakete über der Türkei stationiert die Nato nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums eine neue Flugabwehrbatterie vom Typ Patriot auf der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden der Türkei. “Ein neues Patriot-System, befehligt vom zentralen Hauptquartier für die Luftstreitkräfte der Alliierten in Ramstein, wird gerade aufgestellt, in Ergänzung zu dem dort bestehenden spanischen Patriot-System”, teilt ein Vertreter des Verteidigungsministeriums am Mittwoch auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt mit. Am Freitag war eine dritte aus dem Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei von Abwehrsystemen der Nato abgeschossen worden. Nach dem Abschuss der zweiten Rakete hatte Ankara Anfang vergangener Woche mitgeteilt, “zum Schutz unseres Luftraums” werde ein Patriot-System in der östlichen Provinz Malatya stationiert. In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Frühwarn-Radarsystem der Nato stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.

+++ 10:49 Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor +++

Irans Geheimdienst ist eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vorgegangen. In 26 Provinzen seien “111 Zellen” von Monarchisten identifiziert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen. Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen “zur Auslösung von Straßenunruhen” beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem “Feind” in den Provinzen Hamedan und West-Aserbaidschan Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben.

+++ 10:28 Restaurant-Besucher lachen über Drohnen-Angriff in Bagdad +++

Proiranische Milizen beschießen die US-Botschaft in Bagdad mit Drohnen und Raketen. Videos zeigen, wie Restaurant-Besucher belustigt auf den Angriff reagieren. Doch mindestens eine Drohne durchbricht die Luftabwehr und trifft die Botschaft, auch ein Fünf-Sterne-Hotel in der Grünen Zone wird getroffen.

+++ 10:02 Rüstungskonzern Hensoldt: Iran-Krieg ist militärtechnisches Lehrstück +++

Der Rüstungskonzern Hensoldt sieht die Luftangriffe im Iran-Krieg als wichtigeres Lehrbeispiel für Militär und Verteidigungsindustrie als die in der Ukraine. Während in der Ukraine der Kampf großteils mit Drohen geführt werde, kämen im Nahostkrieg traditionelle Waffensysteme wie Raketen stärker zum Einsatz, sagte Vorstandschef Oliver Dörre. “Dieser Krieg zeigt stärker, was in unserer Landes- und Bündnisverteidigung stattfinden würde”, sagte der ehemalige Generalstabsoffizier der Bundeswehr. “Wenn ein hochgerüsteter Gegner gegen einen ebenso hochgerüsteten Gegner operiert, dann findet dieser hochkomplexe Luftkrieg statt”, sagte er. Anders als im Krieg zwischen Russland und der militärisch wesentlich schwächeren Ukraine stünden sich im Krieg zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits von Anbeginn hochgerüstete Gegner gegenüber. Entscheidend seien Zusammenwirken und Vernetzung moderner Drohnen und herkömmlicher Raketen und der entsprechenden Abwehrtechnologien. “Wir haben ein ganz falsches Verständnis vom Luftkrieg, weil wir immer auf die Ukraine schauen.”

+++ 09:33 Lange: Iran ändert Taktik – “wird zu Problemen führen” +++

Zu Beginn seiner Gegenschläge feuert der Iran große Mengen Drohnen und Raketen quer durch den Nahen Osten. Sicherheitsexperte Nico Lange sieht mittlerweile jedoch ein verändertes Vorgehen. Gleichzeitig stünden die USA vor einem Dilemma: Sie wollen einen Deal – aber die, die ihn machen können, sterben bei Luftschlägen.

+++ 08:57 Iran sieht sich trotz Tötung von Sicherheitschef “handlungsfähig” +++

Der Iran sieht sich durch die Tötung von Sicherheitschef Ali Laridschani und anderen hochrangigen Führungsmitgliedern nicht in seiner Handlungsfähigkeit beeinträchtigt. Die USA und Israel verstünden nicht, dass die Islamische Republik ein robustes politisches System sei, das nicht von einzelnen Personen abhänge, sagt Außenminister Abbas Araghtschi in einem Interview des Senders Al-Dschasira. Der Staat funktioniere weiter.

+++ 08:37 Irak: Wieder Ölexporte über Pipeline in Kurdenregion geplant +++

Die Regierung im Irak und die halbautonome Kurdenregion haben sich auf erneute Ölexporte über eine wichtige Pipeline geeinigt, die über die Türkei zum Mittelmeer führt. Es herrschten “außergewöhnliche Umstände” im Land, teilt der kurdische Ministerpräsident Masrur Barsani mit. “Wir alle teilen die Verantwortung, um dieses schwierige Kapitel zu überstehen.” Zugleich gingen Verhandlungen weiter, um ein Embargo gegen kurdische Ölhändler aufzuheben. Zwischen der irakischen Regierung und der Kurdenregion läuft seit Jahren ein Streit darüber, wie die Pipeline betrieben und wie die Umsätze aus den Ölexporten verteilt werden sollen. Die Regierung in Bagdad hofft auf Exporte über die Pipeline von etwa 300.000 Barrel (je 159 Liter), die heute wieder anlaufen sollen.

+++ 08:25 Iran: Angriffe auf Tel Aviv sind Vergeltung für Laridschani-Tötung +++

Iranische Raketenangriffe haben in der Nacht zum Mittwoch schwere Schäden in Zentralisrael verursacht. Teheran bezeichnet die Attacken als Vergeltung für die Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch Israel.

+++ 08:03 Iran meldet Einschlag nahe Atomkraftwerk Buschehr +++

Die Atomaufsichtsbehörde der Vereinten Nationen hat nach eigenen Angaben vom Iran die Mitteilung erhalten, dass ein Geschoss das Gelände um das Kernkraftwerk Buschehr getroffen habe. Es seien jedoch keine Schäden gemeldet worden. Die Behörde erklärte in einem Beitrag auf X, ihr Generaldirektor “bekräftigt den Aufruf zu maximaler Zurückhaltung während des Konflikts, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu verhindern”.

+++ 07:38 Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin +++

Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, heißt es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.

+++ 07:17 Irans Außenminister: Globale Folgen des Krieges werden “alle treffen” +++

Die Folgen des Iran-Krieges werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weltweit zu spüren sein. “Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft”, erklärt Araghtschi im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an. Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen den Iran als “ungerecht” bezeichnen, erklärt Araghtschi. “Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen”, forderte er. Kent hatte am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg seinen Rücktritt erklärt. Der führende Geheimdienstmitarbeiter und Gefolgsmann von US-Präsident Donald Trump schrieb im Onlinedienst X, der Iran sei “keine unmittelbare Bedrohung” für die USA gewesen.

+++ 06:50 USA setzen bei Hormus tonnenschwere Bunkerbrecher-Bomben ein +++

Die USA setzen gegen iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus mehrere tonnenschwere Bunkerbrecher-Bomben ein. Das teilt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten mit. Die 2,3 Tonnen schweren “Tiefendurchdringungsgeschosse” seien gegen befestigte iranische Raketenstellungen entlang der iranischen Küste in der Nähe der Straße von Hormus eingesetzt worden, heißt es in der Mitteilung auf X. “Die dort stationierten iranischen Schiffsabwehr-Marschflugkörper stellten eine Gefahr für die internationale Schifffahrt in der Meerenge dar.”

+++ 06:20 Historiker: Trump führt Iran-Krieg “ohne Plan” +++

Der australische Historiker Sir Christopher Clark schätzt die derzeitige weltpolitische Lage als sehr gefährlich ein. Ein großer Risikofaktor sei das unberechenbare Verhalten von US-Präsident Donald Trump, sagt Clark. Dieser verfüge über große Macht und ein enormes Zerstörungspotenzial, führe den Krieg gegen den Iran aber offenbar ohne Plan. “Das ist furchterregend”, sagt der auch einem breiten Fernsehpublikum bekannte Clark. Die iranische Regierung sei zwar seit Jahrzehnten ein Faktor der Unsicherheit im Nahen Osten. Gegen die eigene Bevölkerung sei sie wiederholt menschenrechtswidrig vorgegangen. “Man kann jedoch Regime nicht einfach ausschalten und ihr Regierungspersonal ermorden, weil sie schrecklich sind”, kritisiert der Geschichtsprofessor aus Cambridge. “Es gibt viele schreckliche Regime auf der Welt. Wo soll das enden?”

+++ 06:07 Mehrstöckiges Wohnhaus in Beirut nach Raketenangriff eingestürzt +++

In Beirut stürzt ein mehrstöckiges Wohnhaus infolge eines israelischen Angriffs ein, nachdem das israelische Militär die Bewohner des Stadtzentrums zur Evakuierung aufgefordert und vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die libanesische Hauptstadt gewarnt hatte. Der Angriff richtete sich gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah.

+++ 05:47 Saudi-Arabien lädt Außenminister der Region ein +++

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs lädt Saudi-Arabien Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen ein. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilt das Außenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.

+++ 05:00 Iranische Rakete schlägt auf Militärflugplatz in den Emiraten ein +++

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist eine iranische Rakete in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Laut Premierminister Anthony Albanese wurden bei dem Angriff keine australischen Soldaten verletzt, es gebe geringfügige Schäden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung. In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Der Stützpunkt wird auch von den US-Streitkräften genutzten.

+++ 04:16 Israelische Armee ruft im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf +++

Die israelische Armee ruft die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung auf. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee warnt in Onlinediensten die Einwohner des Viertels Baschura. Man werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen. Adraee veröffentlicht eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner “zu ihrer eigenen Sicherheit” auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten. Kurz zuvor hatte die israelische Armee libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung zwei Angriffe im Zentrum von Beirut ausgeführt.

+++ 03:41 Geschoss schlägt auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk ein +++

Nach Angaben aus Teheran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr ein Geschoss eingeschlagen. Das Kraftwerk sei dabei nicht beschädigt worden, teilen die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden. Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf.

+++ 02:53 USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein +++

Die US-Armee greift iranische Raketenanlagen nahe der Straße von Hormus mit bunkerbrechenden Bomben an. Die US-Streitkräfte hätten “mehrere 5000-Pfund-Tiefenpenetrationsbomben” gegen “befestigte” iranische Raketenanlagen entlang der Küste nahe der strategisch wichtigen Meerenge eingesetzt, erklärt das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom auf X. Im vergangenen Juni hatte die US-Armee während des Zwölf-Tage-Krieges bunkerbrechende Bomben gegen iranische Atomanlagen eingesetzt.

+++ 02:26 Erneut Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad +++

Die US-Botschaft in Bagdad wird erneut Ziel eines Drohnenangriffs. Eine Drohne hat die Botschaft direkt getroffen”, teilt ein Sicherheitsvertreter mit, ohne Angaben zu etwaigen Schäden zu machen. Laut einem anderen Sicherheitsvertreter ist die Drohne “nahe dem Sicherheitszaun der Botschaft” abgestürzt. Erst wenige Stunden zuvor war die Botschaft mit einem Raketen- und Drohnenangriff anvisiert worden. Der irakische Regierungschef Mohammed Schia al-Sudani verurteilte einen “offenkundigen Terroranschlag” durch nicht namentlich genannte “gesetzlose Gruppen”.

+++ 01:45 Israelischer Angriff im Zentrum von Beirut +++

Die israelische Armee hat libanesischen Medien zufolge ohne Vorwarnung ein Viertel im Zentrum von Beirut angegriffen. Die israelische Armee habe das Viertel Sukak al-Blat anvisiert, berichten libanseische Medien. Dort hatte sie bereits vergangene Woche eine Filiale des Hisbollah-nahen Finanzunternehmens Al-Kard Al-Hassan attackiert. Anders als letzte Woche soll es diesmal keinen Evakuierungsaufruf im Vorfeld gegeben haben. Angriffe gab es auch auf südliche Vororte der Hauptstadt.

+++ 00:55 Zwei Tote bei Tel Aviv nach iranischem Raketenangriff +++

Mindestens zwei Menschen sind bei einem iranischen Raketenangriff nahe Tel Aviv getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, berichten israelische Medien unter Berufung auf den Rettungsdienst Magen David Adom. In Bnei Berak und Petach Tikwa östlich von Tel Aviv seien zwei weitere Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der israelische Polizei waren mehrere Raketen in Tel Aviv und umliegenden Gebieten eingeschlagen.

+++ 00:22 VAE-Botschafter: Iran bedroht Geschäftsmodell der Emirate +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) setzen im Konflikt mit dem Iran weiter auf Deeskalation, pochen aber zugleich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung. Mit den USA werde man weiter als Partner zusammenarbeiten, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern, sagt der VAE-Botschafter in Deutschland, Ahmed Alattar, dem “Handelsblatt”. Aktuell sei man in einem “Zustand der Selbstverteidigung”. “Wir fordern, dass diese Angriffe unverzüglich eingestellt werden”, sagt Alattar in Richtung der iranischen Regierung. Man habe sehr deutlich gemacht, nicht zuzulassen, dass das eigene Territorium für Angriffe gegen den Iran genutzt werde. Trotzdem schicke der Iran gezielt Raketen und Drohnen auf Wohngebäude, Flughäfen und andere zivile Einrichtungen. Jahrelang hätten die VAE sich ein Image als sicherer Ort in Nahost, Logistik-Drehkreuz, Finanzplatz und Luxus-Destination erarbeitet, sagte Alattar. Der Iran-Krieg bedrohe das Geschäftsmodell der Emirate.

+++ 23:11 UN: Israel beschoss Blauhelm-Posten im Südlibanon +++

Eine interne UN-Untersuchung kommt einem Insider zufolge zu dem vorläufigen Schluss, dass israelischer Panzerbeschuss einen UN-Posten im Südlibanon getroffen hat. Bei dem Vorfall am 6. März seien ghanaische Blauhelm-Soldaten verletzt worden, sagt ein westlicher Militärvertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht. Die Spurenlage deute auf drei Volltreffer durch die Hauptkanone eines israelischen Kampfpanzers hin. Da die verwendete Munition von Israel Military Industries (IMI) hergestellt werde, sei eine israelische Beteiligung unbestreitbar. Eine Sprecherin der UN-Beobachtermission Unifil erklärt, die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen. Das israelische Militär nimmt bisher nicht Stellung dazu.

+++ 22:19 Bericht: Russland teilt Satellitenbilder und Drohnentechnik mit Iran +++

Russland weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine geheimdienstliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Iran aus. Die Regierung in Moskau stelle Teheran Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie zur Verfügung, berichtet das “Wall Street Journal” unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit werde der Iran dabei unterstützt, US-Streitkräfte in der Region ins Visier zu nehmen, schreibt die Zeitung.

+++ 22:00 Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani +++

Der Iran bestätigt den Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani. Eine entsprechende Erklärung wurde am Abend vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran veröffentlicht, dessen Chef Laridschani war. Israel hatte bereits am Vormittag mitgeteilt, dass Laridschani gezielt getötet worden sei.

+++ 21:55 US-Flugzeugträger “USS Gerald Ford” muss zur Reparatur nach Kreta +++

Der US-Flugzeugträger “USS Gerald Ford” wird nach einem Brand in der vergangenen Woche zur Reparatur zum Stützpunkt der US-Marine in der Bucht von Souda auf Kreta fahren. Das teilt ein Vertreter des US-Militärs mit. Auf dem größten und teuersten Flugzeugträger der Welt war am 12. März ein Brand ausgebrochen, der laut Angaben von Matrosen und Vertretern der Marine in der Wäscherei seinen Ursprung hatte und dessen Löschung mehr als 30 Stunden dauerte. Die Reparaturarbeiten werden voraussichtlich mindestens eine Woche in Anspruch nehmen. Das Schiff befinde sich derzeit im Roten Meer, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Einem der Insider zufolge wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt, ein Soldat sei ausgeflogen worden.

+++ 21:40 Iran: Situation in Straße von Hormus wird nicht zu Vorkriegszustand zurückkehren +++

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf kündigt dauerhafte Veränderungen für den Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus an. “Die Situation in der Straße von Hormus wird nicht zu ihrem Vorkriegszustand zurückkehren”, erklärt er auf Englisch in Onlinenetzwerken. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

+++ 21:18 Wohnhaus in Israel bei Angriffen aus dem Libanon getroffen +++

Die Hisbollah im Libanon beschießt israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel. Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gibt es bisher nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen. Zuvor hatte die israelische Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.

Quelle: ntv.de, ses/mba/ino/dpa/rts/AFP

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