Bei Angriff in der Nacht: Israel will Irans Geheimdienstminister Chatib getötet haben | ABC-Z

Bei Angriff in der NachtIsrael will Irans Geheimdienstminister Chatib getötet haben
18.03.2026, 12:21 Uhr
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Israel und die USA versuchen, zahlreiche wichtige Politiker des Irans mit ihren Angriffen auszuschalten. Nach dem Chef des Sicherheitsrates Laridschani soll das nun auch beim Geheimdienstminister Chatib geglückt sein.
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gibt es bisher keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie “Bedrohungen nach außen” verantwortlich gewesen.
Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter Irans obersten Führer Ali Chamenei. Am Montag wurde zudem der einflussreiche Generalsekretär des Sicherheitsrates, Ali Laridschani, gezielt getötet. Auch Laridschanis Sohn wurde bei dem Angriff in Teheran tödlich verletzt.
Chatib ist Anfang der Sechzigerjahre in der südwestlichen Provinz Chusestan geboren worden. Seit fünf Jahren war der schiitische Geistliche Minister für die Nachrichtendienste der Islamischen Republik. Zuvor ist er in zahlreichen Funktionen im iranischen Sicherheitsapparat tätig gewesen.
Chatib soll hervorragend vernetzt gewesen sein und behielt seinen Ministerposten auch nach dem Regierungswechsel 2024, als die ultrakonservative Regierung nach dem Tod von Präsident Ebrahim Raisi vom Reformisten Massud Peseschkian abgelöst wurde.
Im Herbst 2022 belegten die USA Chatib mit Sanktionen. Hintergrund waren Cyberangriffe, die das iranische Geheimdienstministerium in Auftrag gegeben haben soll.
Israels Führung hat nach Katz’ Angaben zudem die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der Armee ins Visier genommen wurde. Dafür sei keine weitere Genehmigung erforderlich, sagte der Verteidigungsminister nach Angaben seines Büros. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten das Militär entsprechend autorisiert. Bei einer Beratung habe Katz zudem angekündigt, im Laufe des Tages seien “bedeutende Überraschungen in allen Einsatzgebieten zu erwarten”. Diese würden den Krieg gegen den Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz “auf eine neue Stufe heben”. Die Intensität der Angriffe im Iran nehme noch zu, sagte er demnach.





















